Trainingsunfall

Los Angeles: Polizist während Training von Kollegen getötet

| Lesedauer: 2 Minuten
Der Polizeibeamte Houston Tipping starb am 29. Mai nach einer Polizeiübung in Los Angeles.

Der Polizeibeamte Houston Tipping starb am 29. Mai nach einer Polizeiübung in Los Angeles.

Foto: iStock

Los Angeles.  Houston Tipping wurde während des Polizeitrainings so verprügelt, dass er starb. Seine Mutter fordert Entschädigungen von der Stadt.

Am 29. Mai 2022 starb der Polizeibeamte Houston Tipping. Er stand im Dienst der Stadt Los Angeles in Kalifornien und hatte drei Tage zuvor an einem Polizeitraining teilgenommen. Bei diesem Training wurde er von seinen Kolleginnen und Kollegen so schwer verprügelt, dass er nur wenige Tage später seinen Verletzungen erlag.

Die Mutter des Beamten, Shirley Huffman, verklagt die Stadt Los Angeles nun eine Mahnung zukommen lassen, in der sie eine Entschädigung für den Tod ihres Sohnes fordert. Wie die "Los Angeles Times" berichtet, sind solche Forderung meistens die Vorstufe zu einem Gerichtsprozess.

Polizist stirbt bei Übung in LA: Mehrere Nackenwirbel gebrochen

In ihrer Forderung nennt Huffman erstmals die Verletzungen, die zum Tod des Beamten Tipping geführt haben sollen. Demnach wurde er von seinen Kolleginnen und Kollegen mehrfach auf den Kopf geschlagen. Die Schläge sollen so schwer gewesen sein, dass seine Verletzungen genäht werden mussten.

Doch damit nicht genug: Tipping seien mehrere Nackenwirbel durch übermäßige Gewalteinwirkung gebrochen. Diese Verletzungen hätten letztendlich den Tod des 32-Jährigen herbeigeführt.

Polizei von Los Angeles will Vorfall überprüfen

Officer Tipping soll sich die Verletzungen bei einer Übung zugezogen haben, bei der die Beamtinnen und Beamten lernen sollen, eine gewaltbereite Versammlung, einen Mob, zu kontrollieren. Shirley Huffman schreibt in ihrer Forderung an die Stadt Los Angeles, die Übung sei vor ihrem tödlichen Verlauf bereits interfragt worden.

Die Anschuldigungen wurden von Huffmans Anwalt, Bradley Gage, bestätigt. Sie beruhten demnach auf Gesprächen, die Gage mit Zeuginnen und Zeugen des Vorfalls geführt habe.

Eine Sprecherin der Polizei in Los Angeles erklärte, sie könne Huffmans Forderung oder Trainingsaufgaben nicht kommentieren. Allerdings habe die Polizei bereits eine eigene Untersuchung des Vorfalls gestartet – um zu überprüfen, ob die Übung geändert werden müsse.

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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