Tragödie

Deutscher und vermisstes Kind tot in Portugal aufgefunden

Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs.

Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs.

Foto: dpa

Grândola  Jäger haben südlich von Lissabon einen Deutschen und seinen dreijährigen Sohn tot aufgefunden. Was über den Fall bislang bekannt ist.

Die Leichen eines bekannten deutschen Designers und seines dreijährigen Sohnes sind Medienberichten zufolge im Süden Portugals gefunden worden. Jäger hätten am Sonntag auf einem abgelegenen Weg südlich von Lissabon in der Nähe von Grândola in einem ausgebrannten Auto zunächst die Leiche des Dreijährigen und dann in der Nähe den toten Vater mit einer Schusswunde im Kopf gefunden, berichtete die Zeitung "Correio da Manhã" am Montag. Die Polizeibehörden gaben gegenüber portugiesischen Medien an, dass es sich um einen Mordfall mit anschließendem Suizid handele.

Mutter zeigte bereits vor Tagen Kindesentführung an

Die britische Mutter des Kindes habe von dem Vater des Kindes getrennt gelebt. Sie habe bereits vor einigen Tagen eine Entführung ihres Sohnes angezeigt, nachdem der Vater ihn nicht wie verabredet zurückgebracht habe, schrieb die Zeitung. Die Polizei habe Ermittlungen aufgenommen.

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, soll es sich bei dem Toten um einen berühmten Münchner Designer handeln. Der 44-Jährige sei für das Design von Porzellan und Möbeln bekannt gewesen. Zu seinen Kunden hätten auch große Unternehmen wie Audi, Prada und Adidas gehört. Er habe auch ein Büro in Grândola unterhalten.

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

(raer/dpa)

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