Pandemie

Warnung in der Corona-Warn-App: Das gilt für Geimpfte

| Lesedauer: 2 Minuten
Die Corona-Warn-App benachrichtigt bei einem Risikokontakt auch Geimpfte.

Die Corona-Warn-App benachrichtigt bei einem Risikokontakt auch Geimpfte.

Foto: Oliver Berg / dpa

Berlin  Bei einem Risikokontakt warnt die Corona-Warn-App – auch, wenn die Nutzer geimpft sind. So verhalten Sie sich in diesem Fall richtig.

  • Die Zahl der Impfdurchbrüche nimmt zu - immer mehr werden jetzt über die Corona-Warn-App gewarnt
  • Dabei erscheint die Warnung, dass ein erhöhtes Risiko bei einer Begegnung bestand
  • Wie sollen sich Geimpfte verhalten?

Über 34 Millionen Mal wurde die Corona-Warn-App bisher heruntergeladen. Sie galt als Hoffnung im Kampf gegen die Pandemie – wurde aber auch vielfach kritisiert. Ihrer wichtigsten Funktion, Nutzerinnen und Nutzer nach dem Kontakt mit einer infizierten Person zu warnen, wird sie aber gerecht. Allerdings gibt sie diese Warnungen auch an geimpfte Personen aus. Macht das überhaupt Sinn? Und wie sollten sich Geimpfte verhalten?

Corona-Warn-App: RKI rät auch Geimpften zur Nutzung

Grundsätzlich sei es sinnvoll, auch geimpfte Personen nach einem Risikokontakt zu warnen, schreibt der Bayerische Rundfunk (BR) und beruft sich dabei auf entsprechende Informationen des Robert Koch-Instituts (RKI). Denn: Auch wenn das Risiko durch eine Impfung deutlich verringert wird, können sich auch Geimpfte mit dem Coronavirus infizieren.

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Zwar komme es dann nur selten zu schweren Verläufen – auch ohne diese sei aber die Weitergabe des Erregers möglich. Mit entsprechenden Maßnahmen könnte das Risiko, dass geimpfte Personen ohne Symptome andere anstecken, aber minimiert werden. Grundlage dafür ist, dass die Personen von ihrer möglichen Infektion wissen. Deshalb, so das RKI, sei die Nutzung der Corona-Warn-App auch für Geimpfte sinnvoll.

"Rote Warnung" in der Corona-Warn-App: So verhalten sich Geimpfte richtig

Doch wie sollten sich vollständig geimpfte Menschen bei einer Warnung durch die App verhalten? "Wer geimpft ist und eine 'rote Warnung' in der App bekommen hat, sollte die Hinweise befolgen, die ihm die App anzeigt", zitiert der BR das RKI. Die ersten Schritte sind demnach, persönliche Kontakte zu reduzieren und sich mit seinem Hausarzt oder seiner Hausärztin in Verbindung zu klären.

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Im Gespräch werde dann abgeklärt, ob ein Corona-Test sinnvoll ist. Ausschlaggebend sind dafür unter anderem mögliche Symptome und persönliche Risikofaktoren. Eine Quarantänepflicht gibt es für Geimpfte im Fall einer Warnung aber nicht, sie sollen sich lediglich selbst beobachten. Sollten jedoch Symptome auftreten, müssten auch geimpfte Personen in Selbstisolation gehen und einen Test machen. Dieser ist nach einer Warnung durch die Corona-Warn-App kostenlos – auch wenn die gratis Bürgertests inzwischen abgeschafft wurden.

(nfz)

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