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Corona-Regeln, Bußgeld, Black Friday: Änderungen im November

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Raser und Falschparker müssen vom 9. November an tiefer in die Tasche greifen.

Raser und Falschparker müssen vom 9. November an tiefer in die Tasche greifen.

Foto: dpa

Berlin.  Neuer Bußgeldkatalog, Lohnersatzzahlungen für Ungeimpfte entfallen und Weihnachtsmärkte öffnen früher: Die Änderungen im November.

Die Uhren sind von Sommerzeit auf die sogenannte Normalzeit umgestellt und pünktlich zur Winterzeit ändert sich auch für Verbraucherinnen und Verbraucher einiges. Diese Änderungen kommen im November auf die Menschen in Deutschland zu:

Neuer Bußgeldkatalog tritt in Kraft: Teils deutlich höhere Bußgelder

Eigentlich wurde ein neuer Bußgeldkatalog schon vergangenes Jahr verabschiedet. Dieser musste jedoch aufgrund eines Formfehlers im Gesetzestext wieder zurückgezogen werden. Ab dem 9. November gilt nun der aktualisierte Bußgeldkatalog, der jedoch nicht mehr gleich mit dem Entwurf vom vergangenen Jahr ist. So wird es, anders als ursprünglich vom Bundesverkehrsministerium vorgesehen, beim Thema Fahrverbote keine Änderungen geben. Dafür werden die Strafen für Raser und Falschparker teils deutlich teurer. Wer beispielsweise künftig innerorts 16 bis 20 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt und geblitzt wird, der zahlt statt 35 bald 70 Euro.

Auch fürs Falschparken müssen Autofahrer bald tiefer in die Taschen greifen. Gewöhnliches Falschparken kostet in Zukunft 25 statt 15 Euro. Richtig teuer wird es hingegen für Falschparker, die Feuerwehrzufahrten versperren und somit Rettungsfahrzeuge behindern: Hier erhöht sich das Bußgeld von 35 auf 100 Euro. Auch fürs Parken in zweiter Reihe werden Verkehrssünder künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen, mit 55 statt bisher 20 Euro. Neu hinzu kommt ein Bußgeld von 55 Euro für unberechtigtes Parken auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge und Carsharing-Fahrzeuge.

Corona: Keine Lohnersatzzahlungen mehr für Ungeimpfte in Quarantäne

Ende September beschlossen, greift ab November die viel kritisierte, neue Regelung zu Entschädigungszahlungen im Quarantänefall. Demnach haben Corona-Ungeimpfte künftig keinen Anspruch mehr auf Lohnersatzzahlungen, sollten sie ihre Arbeit aufgrund einer verordneten Quarantäne nicht mehr wahrnehmen können. Im Falle einer tatsächlichen Covid-Erkrankung gilt die Regelung zum Lohnausfall jedoch nicht, da dann wie jedem anderen Krankheitsfall die üblichen Ausgleichszahlungen gelten. Lesen Sie hier: Corona-Zahlen steigen – Droht Lockdown für Ungeimpfte?

Leitet die US-Notenbank Fed einen neuen Kurs in der Geldpolitik ein?

Führende Vertreter der US-Notenbank Fed kommen am 2. und 3. November zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammen. In diesem Jahr ist das Treffen von besonderer Bedeutung, da die Fed den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik einleiten und ihre Anleihenkäufe zurückfahren könnte. Eine Erhöhung der Leitzinsen ist hingegen wohl erst einmal nicht geplant.

„Black Friday“ und „Cyber Monday“: Große Rabattaktionen im November

Verbraucher können zum „Black Friday“ (diesmal am 26. November) traditionell mit Rabatten von Einzelhändlern rechnen, vor allem im Onlinehandel. Der Aktionstag hat seinen Ursprung in den USA, wird inzwischen aber auch von deutschen Unternehmen genutzt. Am „Cyber Monday“, dem 29. November, geht die Rabattschlacht dann gleich weiter. Aufgrund globaler Lieferschwierigkeiten könnten angeschlagene Händler allerdings vermehrt unseriöse Angebote einstellen. Daher sollten Verbraucher die Angebote in diesem Jahr ganz genau prüfen.

Für leidenschaftliche Online-Shopper ebenfalls interessant: Der sogenannte „Singles Day“, der eigentlich aus China stammt, gewinnt auch hierzulande immer mehr an Bedeutung. Am 11. November findet der Tag im Zeichen Alleinstehender statt, die Einsen im Datum sollen dabei eine Person ohne Partner symbolisieren. Auch viele Online-Händler haben das Datum bereits für sich entdeckt und buhlen mit Rabatten um Kundschaft.

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Karnevalisten erhoffen sich ausgelassene Saison

Der 11. November ist hierzulande jedoch aus ganz anderem Grund bekannt: An diesem Tag startet traditionell die Karnevalszeit – und viele Narren und Jecken erhoffen sich in diesem Jahr wieder die unbeschwerte Ausgelassenheit, für die fünfte Jahreszeit berühmt ist. Die vergangene Saison stand ganz im Zeichen von Corona – größere Events waren nirgendwo möglich. Immerhin zeigt sich Deutschlands oberster Karnevalist Klaus-Ludwig Fess optimistisch: „Ich bin tatsächlich guter Hoffnung, dass es wieder so sein wird wie vor Corona.“

Die Fastnachter und Karnevalisten stünden überall in den Startlöchern: „Sie freuen sich, dass es am 11.11. endlich wieder los geht.“ An Außenveranstaltungen sollen nach dem 3G-Prinzip Geimpfte, Genesene und negativ Getestete teilnehmen können. Bei Indoor-Veranstaltungen hingegen empfiehlt der Bund Deutscher Karnevalisten Zutritt nur für Geimpfte und Genesene, also 2G.

Weihnachtsmärkte öffnen früher als sonst

Auch die Weihnachtsmärkte waren im vergangenen Jahr stark von der Corona-Pandemie betroffen. In diesem Jahr können sich Weihnachtsbegeisterte dafür freuen: Viele Weihnachtsmärkte öffnen in diesem Jahr schon Mitte November, unter anderem um den Schaustellern nach der langen Corona-Auszeit höhere Einnahmen zu ermöglichen. Der Advent, für Christen die Zeit der besinnlichen Vorbereitung auf Weihnachten, beginnt in diesem Jahr am Sonntag, den 28. November.

Streit um Tesla-Fabrik geht in die nächste Runde

Für den Bau der „Gigafactory 4“, der ersten europäischen Fabrik des US-Elektroautoherstellers im brandenburgischen Grünheide bei Berlin, startet am 2. November erneut die Anhörung von Kritikern. Das Landesamt für Umwelt hatte sich zu einer Wiederholung entschieden, um eine größere Rechtssicherheit in dem Onlineverfahren zu haben. Kritiker befürchten unter anderem, dass durch den immensen Wasserverbrauch der Anlage die Trinkwasserversorgung im Landkreis nicht mehr gewährleistet werden könne. Tesla weist alle Vorwürfe weiterhin zurück. (fmg/dpa)

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