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Waldbrände in Europa: Italien vermeldet Hitzerekord

| Lesedauer: 36 Minuten
Brände in Griechenland: Ministerpräsident entschuldigt sich

Brände in Griechenland: Ministerpräsident entschuldigt sich

Angesichts der verheerenden Waldbrände in Griechenland hat sich Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis für Fehler beim Krisenmanagement entschuldigt.

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Berlin.  Italien kämpft mit Waldbränden, eine neue Hitzewelle rollt durch das Urlaubsland - ähnlich wie in Spanien und Portugal. Mehr im Blog.

  • An vielen Orten Europas sind Waldbrände ausgebrochen
  • Italien wird von der nächsten Hitzewelle heimgesucht
  • Vor den Toren Roms kämpft die Feuerwehr weiter gegen Waldbrände
  • Insgesamt meldete Italien am Donnerstag über 500 Brände
  • In Algerien hat ein wütender Mob einen mutmaßlichen Brandstifter bei lebendigem Leib verbrannt
  • In Griechenland deutet sich hingegen eine leichte Entspannung an, nachdem die Brände zuletzt eskaliert waren

Der Sommer 2021 ist von Wetterextremen geprägt. Nach der Flutkatastrophe im Herzen Europas wird nun Südeuropa von verheerenden Feuern heimgesucht - Russland kämpft sogar mit Waldbränden und Hochwasser zur gleichen Zeit. In der Türkei und in Griechenland sind Rettungskräfte und Freiwillige seit rund zwei Wochen im Einsatz gegen die Flammen.

In Griechenland konnten die Brände in der Nähe von Athen unter Kontrolle gebracht werden. Auch auf der Halbinsel Peloponnes entspannt sich die Lage. Durch die Feuer starben in Griechenland bereits drei Menschen, hunderte weitere verloren ihr Zuhause. Wie am Donnerstag aus Daten des Europäischen Waldbrandinformationssystems (Effis) hervorging, gingen in ganz Griechenland seit dem 29. Juli 100.874 Hektar Land in Flammen auf - das entspricht etwa 140.000 Fußballfeldern oder zweimal der Fläche des Bodensees.

In der Türkei ist ebenfalls Besserung in Sicht. Die Feuerwehr brachte in der südwesttürkischen Provinz Mugla zwei Wochen nach seinem Ausbruch einen Großbrand unter Kontrolle. In anderen Regionen halfen starke Regenfälle bei den Löscharbeiten.

Dafür spitzt sich die Lage in Italien wieder zu. Medienberichten zufolge kamen in Italien inzwischen vier Menschen durch die Feuer ums Leben. Am Mittwoch starben demnach ein 77-jähriger und ein 79-jähriger Mann in Reggio Calabria. Auf Sizilien war am Mittwoch nach Angaben der regionalen Behörden ein neuer Hitzerekord für Italien und wohl auch für Europa gemessen worden. In der Nähe von Syrakus kletterte das Thermometer demnach auf 48,8 Grad.

Nachrichten am Freitag, 13. August: Weitere Brände im Osten Roms - Hitzewelle in Italien am Wochenende

18.22 Uhr: Vor den Toren Roms kämpft die Feuerwehr weiter gegen Waldbrände. Die Einsatzkräfte löschten die Brände von zwei Fronten, teilte die Feuerwehr am Freitagabend mit. Im Einsatz seien außerdem ein Löschflugzeug und zwei Helikopter. Die Flammen brannten im Naturschutzgebiet Monte Catillo nördlich von Tivoli. Die Stadt im Osten Roms ist für ihre Unesco-Welterbe-Villen Villa d'Este und Villa Adrianna bekannt. Die Feuerwehr rückte schon in der Nacht zu Freitag zu den Bränden aus und musste auch bedrohte Häuser evakuieren.

Staatspräsident Sergio Mattarella begutachtete unterdessen die Lage auf der beliebten Urlaubsinsel Sardinien. Beim Besuch der Luftwaffe in Alghero überflog der 80-Jährige auch das Waldbrandgebiet in der Provinz Oristano im Westen der Insel. „Die Verwüstung durch die Brände zu sehen, lässt einen das enorme Ausmaß der Schäden für das Leben der betroffenen Kommunen verstehen“, sagte Mattarella.

Waldbrände in Griechenland weitgehend unter Kontrolle - aber keine Entwarnung

18.13 Uhr: Im Kampf gegen die gewaltigen Waldbrände im Mittelmeerraum sind in mehreren Ländern Fortschritte erzielt worden, doch bleibt die Lage in vielen Gebieten äußerst angespannt. Die größten Erfolge bei der Eindämmung der Flammenmeere wurden bis Freitag in Griechenland erzielt: Dort brachte die Feuerwehr alle großen Brände weitgehend unter Kontrolle. Auch in Spanien wurde der größte Waldbrand eingedämmt, in Italien hingegen nahm die Zahl der Waldbrände weiter zu.

Experten sehen in den extremen Temperaturen, welche die Riesenbrände begünstigen, eine Folge der globalen Klimaerwärmung. In Griechenland kamen zuletzt Regenfälle sowie sinkende Temperaturen den Einsatzkräften in ihrem seit rund zwei Wochen andauernden Kampf gegen die Flammen zur Hilfe.

Seit Donnerstag gebe es "keine große aktive Front" mehr, nur noch vereinzelte Flammenherde, sagte ein Feuerwehrsprecher in Griechenland. Er warnte jedoch, für das Wochenende vorhergesagter starker Wind könnte die Flammen wieder anfachen. Die Feuerwehr blieb deshalb in Alarmbereitschaft.

Hitze auf Mallorca - Touristen sollen auf Ausflüge verzichten

16.31 Uhr: Auch Mallorca ächzt unter der Hitzewelle. Es besteht sogar Lebensgefahr durch die Hitze. Die Behörden richten dringende Appelle an Urlauber. Touristen sollen auf der Insel auf Ausflüge verzichten.

Brand in Katalonien wieder unter Kontrolle

14.10 Uhr: Feuerwehrleute haben den bisher größten Waldbrand in Spanien erfolgreich bekämpft. Das am Vortag ausgebrochene Feuer in der katalanischen Provinz Tarragona sei unter Kontrolle, teilte die Feuerwehr der Region am Freitag mit. In weiten Teilen des Landes blieb die Brandgefahr aber hoch.

Rund 100 Feuerwehrleute arbeiteten die ganze Nacht daran, das Feuer in der Provinz Tarragona in Katalonien zu löschen. 75 Hektar des unter Naturschutz stehenden Waldgebiets wurden nach Angaben von Kataloniens Feuerwehr zerstört. Dagegen ging der Kampf gegen einen Waldbrand in der Region Galizien am Freitag weiter. Nach Angaben der Regionalregierung hat das Feuer seit Donnerstagabend rund 200 Hektar Land vernichtet.

Laut dem Wetterdienst Aemet bestand am Freitag in fast ganz Spanien eine "extreme", "sehr hohe" oder "hohe" Brandgefahr. Lediglich für einen Teil der Nordküste und in Teilen der Region Valencia stufte er die Brandgefahr als "gering" oder "mäßig" ein. Er rechnete zudem in 15 der 17 Regionen mit Temperaturen von 36 bis 40 Grad.

Brände in Russland: Gefährliche Gase belasten die Menschen

11.05 Uhr: Die verheerenden Waldbrände in Russland werden zunehmend zu einer Gesundheitsgefahr für die Menschen. In der besonders betroffenen Region Jakutien (Republik Sacha) im Nordosten des Landes sei die maximal zulässige Konzentration schädlicher Stoffe in der Luft teilweise um das Zwanzigfache überschritten worden, berichtete der Radiosender Echo Moskwy am Freitag auf Grundlage von Behörden-Messungen. Demnach gab es bei 8 von 16 untersuchten Schadstoffen wie Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid Überschreitungen.

Seit Tagen versinken Dörfer und Städte der Region im Rauch. Am Flughafen der Großstadt Jakutsk kommt es dem Betreiber zufolge wegen schlechter Sicht zu Ausfällen und Verspätungen. Die Behörden hatten für Freitag einen arbeitsfreien Tag angekündigt, damit sich die Menschen möglichst nicht im Freien aufhalten.

Waldbrände in Griechenland weitgehend unter Kontrolle

10.15 Uhr: Nach rund zwei Wochen hat die Feuerwehr die Brände in Griechenland weitgehend unter Kontrolle gebracht. "Seit gestern gibt es keine große aktive Front mehr, nur noch vereinzelte Taschen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Für das Wochenende vorhergesagter starker Wind könnte die Brände jedoch wider anfachen.

Unter anderem auf der Insel Euböa und dem Peloponnes hatten hunderte Feuerwehrleute und Anwohner tagelang gegen die Flammen gekämpft. Unterstützt wurden sie von Feuerwehrkräften aus zahlreichen europäischen Ländern. Die Lage entspannte sich, nachdem Regen in der Nacht zu Donnerstag für Entspannung gesorgt hatte.

Feuer östlich von Rom - Familien in Sicherheit gebracht

9.30 Uhr: Bei Waldbränden nahe der italienischen Hauptstadt Rom hat die Feuerwehr mehrere Familien in Sicherheit gebracht. Das Feuer betraf das Naturreservat Monte Catillo im Norden der Stadt Tivoli, wie die Feuerwehr am Freitagmorgen mitteilte. Die Flammen seien in der Nacht seien bis in die Nähe von Wohngebieten vorgedrungen. Die Einsatzkräfte brachten um die dreißig Bewohner und rund 25 Familien aus drei Wohnblöcken in Sicherheit.

Am Freitagvormittag waren die Feuerwehrleute mit sieben Einheiten und einem Löschflugzeug im Einsatz. Auf einem Videozusammenschnitt sind ein abgebrannter Verschlag und Flammen, die nachts in der Nähe von Gebäuden lodern, zu sehen. Tivoli liegt östlich von Rom und ist bei Ausflüglern unter anderem für die zum Unesco-Welterbe gehörenden Villa Adriana und Villa d'Este bekannt.

Nachrichten am Donnerstag, 12. August: Militär: Albanien hat Waldbrände unter Kontrolle – Zweites Todesopfer

21.48 Uhr: Im Adrialand Albanien haben Militär und Feuerwehren die seit zwei Wochen lodernden Waldbrände unter Kontrolle gebracht. Im ganzen Land gebe es noch einige Feuer, doch die entscheidenden Schlachten gegen die Flammen seien gewonnen, teilte das Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Tirana am Donnerstag mit.

Derweil starb ein zweites Opfer der Brände: Die 57-jährige Frau aus dem Dorf Asim Zeneli bei Gjirokastra erlag den Verbrennungen, die sie am 3. August erlitten hatte, berichtete der Fernsehsender TV Klan. Ihr 64-jähriger Mann war bereits an diesem Tag in den Flammen ums Leben gekommen. Die beiden hatten entgegen behördlicher Anordnung versucht, ihr brennendes Haus selbst zu löschen.

In Griechenland mittlerweile mehr als 100.000 Hektar verbrannt

18.45 Uhr: Innerhalb der vergangenen zwei Wochen haben die Waldbrände in Griechenland mehr 100 000 Hektar Fläche in Schutt und Asche gelegt. Mehr als die Hälfte davon verbrannte auf der zweitgrößten griechischen Insel Euböa. Von 2008 bis 2021 betrug der Durchschnitt im selben Zeitraum 2750 Hektar, schrieb die griechische Tageszeitung "Kathimerini" am Donnerstag unter Berufung auf Copernicus, das Informationssystem zu Waldbränden der EU.

Der griechische Negativ-Rekord ist mit diesen Zahlen jedoch nicht gebrochen: Im Jahr 2007, als riesige Flächen der Halbinsel Peloponnes brannten, sollen die Feuer den Angaben zufolge 250 000 Hektar Fläche vernichtet haben. Damals kamen Dutzende Menschen ums Leben. Allerdings ist auch in diesem Jahr das Ende der Brände noch nicht erreicht, warnte am Mittwoch die griechische Feuerwehr. Immer noch lodern auf Euböa und der Peloponnes die Flammen, wobei die Brände momentan großteils von den Rettungskräften kontrolliert werden.

Mob verbrennt Mann in Algerien bei lebendigem Leib

16.43 Uhr: Weil sie ihn für einen Verursacher der aktuellen Waldbrände hielten, hat ein wütender Mob in Algerien einen Mann angezündet und bei lebendigem Leib verbrennen lassen. Die Staatsanwaltschaft des Landes leitete am Donnerstag eine Untersuchung des Vorfalls in der von den Feuern besonders betroffenen Region Tizi Ouzou ein.

Insgesamt waren den Angaben nach zunächst drei Männer auf ein Polizeipräsidium gebracht worden, denen die Menge Brandstiftung vorwarf. Der Mob habe schließlich die Wache angegriffen und einen der Männer hinausgezerrt. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft erlitten zudem mehrere Polizisten Brandverletzungen, als sie dem Opfer bei dem schweren Angriff am Mittwoch helfen wollten.

Videos und Fotos der Tat verbreiteten sich in der Nacht über die sozialen Medien und lösten Entsetzen in dem nordafrikanischen Land aus. Medienberichten zufolge erwiesen sich die Anschuldigungen der Menge als falsch - der Mann sei in die Region gekommen, um bei Löscharbeiten zu helfen. Eine offizielle Einschätzung gab es dazu aber zunächst nicht. Der algerische Menschenrechtsaktivist Abdelghani Baladi sprach von einem "abscheulichen Verbrechen".

Bei den verheerenden Waldbränden sind bislang mindestens 49 Zivilisten gestorben, wie die staatliche Nachrichtenagentur APS unter Berufung auf den Generalstaatsanwalt der besonders betroffenen Region Tizi Ouzou meldete.

Gluthitze in Italien hält an

15.53 Uhr: Auf Sizilien ist am Mittwoch nach Angaben der regionalen Behörden ein neuer Hitzerekord für Italien und wohl auch für Europa gemessen worden. In der Nähe von Syrakus kletterte das Thermometer demnach auf 48,8 Grad. Der bisherige italienische Hitzerekord von 48,5 Grad wurde 1999 ebenfalls auf Sizilien gemessen.

Das die Hitzewelle verursachende Hoch "Lucifer" soll noch einige Tage lang anhalten. Es soll laut den Vorhersagen in den kommenden Tagen nordwärts ziehen und am Wochenende auch der Toskana und der Region Latium Temperaturen um die 40 Grad bringen.

Auch in Spanien und Portugal soll es bis Montag extrem heiß werden. Auf der gesamten Iberischen Halbinsel werden 40 Grad erwartet, in einigen Regionen wie im Flusstal des Guadalquivir in Südspanien könnten sogar 45 Grad erreicht werden. Der spanische und der portugiesische Wetterdienst riefen die höchste Waldbrandgefahrenstufe aus.

Großbrand in südwesttürkischer Provinz Mugla unter Kontrolle

9.58 Uhr: Ein Großbrand in der südwesttürkischen Provinz Mugla ist zwei Wochen nach Ausbruch unter Kontrolle. Einsatzkräfte seien dabei, das Gebiet im Bezirk Köycegiz abzukühlen, schrieb Forstminister Bekir Pakdemirli in der Nacht zu Donnerstag auf Twitter. Zuletzt hatten starke Winde die Löscharbeiten in der Region behindert.

Seit Ende Juli waren in der Türkei mehr als 200 Feuer ausgebrochen, darunter 16 große Waldbrände. Mehr als die Hälfte der 81 Provinzen waren betroffen. Inzwischen wurden die meisten Brände unter Kontrollen gebracht. Besonders in den Küstenprovinzen Antalya und Mugla hat das Feuer große Zerstörung angerichtet. Acht Menschen kamen ums Leben.

Nachrichten am Mittwoch, 11. August: Neuer Temperaturrekord in Italien? Behörde muss prüfen

21.01 Uhr: Wie die Behörden auf Sizilien mitteilten, kletterte das Thermometer in der Nähe von Syrakus auf 48,8 Grad. Dieser Rekordwert für Italien und ganz Europa muss allerdings noch vom italienischen Wetterdienst überprüft werden. Der bisherige italienische Hitzerekord von 48,5 Grad wurde 1999 ebenfalls auf Sizilien gemessen. Der bisherige europäische Rekord von 48 Grad wurde 1977 in Griechenland aufgestellt.

Das die Hitzewelle verursachende Hoch "Lucifer" soll in den kommenden Tagen nordwärts ziehen und am Wochenende der Toskana und der Region Latium im Zentrum Italiens Temperaturen um die 40 Grad bringen. Für die Feuerwehr in Kalabrien und auf Sizilien sind die hohen Temperaturen angesichts weiter wütender Waldbrände äußerst schlechte Nachrichten.

Türkische Sender müssen nach Berichten über Brände Strafe zahlen

19.54 Uhr: Wegen der Berichterstattung über die Brände in der Türkei hat die Rundfunkbehörde des Landes (Rtük) Strafen gegen fünf TV-Sender verhängt. Rtük begründete die Entscheidung damit, dass Beiträge Angst und Panik verbreitet hätten und beleidigend gegenüber der Regierung gewesen seien, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch.

Die Strafen richten sich demnach gegen Fox TV, KRT, Tele 1, Halk Tv und Haber Türk. Die Sender hätten sich unter anderem abwertend über die Reaktion der Regierung Erdogan auf die Feuer geäußert. In dem Gremium haben die islamisch-konservative Regierungspartei AKP und ihr ultranationalistischer Partner MHP eine Mehrheit. Rtük hatte vor ein paar Wochen bereits eine Warnung an Medien hinsichtlich der Berichterstattung über die Brände ausgesprochen.

In der Türkei sorgen die Feuer besonders an der Mittelmeerküste seit zwei Wochen für riesige Schäden. Unter anderem die Opposition kritisierte von Beginn an das Krisenmanagement der Regierung - etwa dass anfangs keine einsatzfähigen Löschflugzeuge zur Verfügung standen. Die Regierung wies die Kritik zurück - Präsident Recep Tayyip Erdogan nannte sie "Lügen-Terror".

Berichte: Rentner bei Waldbränden in Süditalien gestorben

17.38 Uhr: In Italien ist Medienberichten zufolge ein Rentner im Zusammenhang mit den Waldbränden ums Leben gekommen. Der Mann kam in dem Örtchen Grotteria in der süditalienischen Region Kalabrien auf seinem Grundstück ums Leben, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch berichtete. Binnen weniger Minuten hätten Flammen sein Haus umringt, so dass er nicht mehr entkommen konnte. "Ein weiteres Opfer der Brände", schrieb der Bürgermeister der Metropolregion Reggio Calabria im äußersten Süden Kalabriens, Giuseppe Falcomatà, auf Facebook.

Ende vergangener Woche starben ein Mann und eine Frau ebenfalls in Kalabrien im Zusammenhang mit den Bränden, als es auf ihrem Bauernhof brannte. "Wieder Flammen, wieder Gefahr, wieder unkalkulierbare Schäden, unsere Berge und unsere Hügel brennen weiter", schrieb Falcomatà.

Italien: Minister fordert bessere Koordinierung bei Brandbekämpfung

15.31 Uhr: Im Kampf gegen die Waldbrände in Italien hat Landwirtschaftsminister Stefano Patuanelli bessere Absprachen gefordert. Es fehle nicht an Personal, aber es fehle vielleicht an Gerätschaften und besserer Koordinierung, sagte der Politiker der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung bei seinem Besuch auf der Insel Sizilien. "Vielleicht sind auch die Pläne der Regionen nicht immer aktuell", erklärte der 47-Jährige weiter.

Patuanelli wollte am Mittwoch die Lage im stark von Bränden heimgesuchten Sizilien begutachten. Einen Tag zuvor war er bereits an der Westküste Sardiniens, wo Brände seit Ende Juli immer wieder schwere Zerstörungen angerichtet hatten.

Zahl der Todesopfer bei Waldbränden in Algerien auf 65 gestiegen

13.26 Uhr: Die Zahl der Todesopfer durch die Waldbrände in Algerien ist auf 65 gestiegen. Unter den Opfern seien 28 Soldaten, berichtete das Staatsfernsehen des nordafrikanischen Mittelmeerlandes am Mittwoch. Die meisten Opfer gab es demnach im Verwaltungsbezirk Tizi Ouzou. Zwölf bei den Rettungseinsätzen schwer verletzte Soldaten schwebten in Lebensgefahr. Am Dienstag hatte die algerische Regierung noch von mindestens 42 Todesopfern, darunter 25 Soldaten, gesprochen.

Im Norden Algeriens waren nach Regierungsangaben seit Montag mehr als 70 Feuer ausgebrochen. Die meisten Brände wüteten in der Kabylei, einer stark bewaldeten Bergregion östlich der Hauptstadt Algier.

Die Waldbrände ereignen sich inmitten brütender Sommerhitze, die Wasserbestände werden knapp. Der wichtigste Staudamm der Region, Taksebt, ist praktisch ausgetrocknet.

Tausende Dörfer verschwinden in Rauchwolke in Russland

12.17 Uhr: Angesichts der verheerenden Waldbrände in Russland breitet sich der Rauch immer weiter aus. Mittlerweile litten die Menschen in Hunderten Dörfern und Dutzenden Städten in mehreren Landesteilen nach Angaben der Behörden vom Mittwoch unter dem für die Gesundheit gefährlichen Qualm. Allein in der Region rund um die Stadt Irkutsk am Baikalsee seien 736 Dörfer betroffen. Die Kohlenmonoxid-Grenzwerte seien aber nicht überschritten worden. In der Region Krasnojarsk in Sibirien sprachen die Behörden von 944 Dörfern, die im Rauch versunken seien.

Es gibt bereits Auswirkungen auf den Flugverkehr. Am Flughafen der Stadt Krasnojarsk im Süden Sibiriens kam zu Verspätungen und Flugausfällen. Besonders schlimm wüten die Feuer seit Wochen in der Region Jakutien (Republik Sacha) im Osten des Landes. Der Rauch dieser Feuer zog Behördenangaben zufolge bereits über Tausende Kilometer ins Landesinnere. Die Menschen sind aufgerufen, sich möglichst nur im Haus aufzuhalten und Fenster und Türen abzudichten.

Leichte Entspannung bei Bränden in Griechenland

10.15 Uhr: In Griechenland hat sich die Lage bei den Großbränden leicht entspannt. Auf der zweitgrößten griechischen Insel Euböa gab es am Donnerstag weiterhin viele, aber kleinere Brände. Weil die Rauchentwicklung nicht mehr so stark war, konnten die Löschflugzeuge und -hubschrauber am Morgen besser löschen, wie griechische Medien berichteten.

Auf der Halbinsel Peloponnes wütet das Feuer ebenfalls weiter, doch auch dort hat sich die Lage am Donnerstag leicht entspannt, wie der griechische Feuerwehrchef Stefanos Kolokouris dem Fernsehsender Skai sagte. Das liege nicht zuletzt an den vielen internationalen Helfern, in der Region sind vor allem tschechische, britische und auch deutsche Kräfte.

Italien vor dem nationalen Notstand

6.59 Uhr: Viele Teile Italiens erwarten am Mittwoch erneut erhöhte Waldbrandgefahr. Vor allem im Süden und auf den großen Urlaubsinseln Sizilien und Sardinien wird eine Hitzewelle mit Temperaturen teils weit über 40 Grad Celsius erwartet. Gepaart mit der Trockenheit und Winden dürfte das die Brandgefahr weiter steigen lassen.

Die Zivilschutzbehörde Siziliens stufte quasi die gesamte Insel für Mittwoch in die höchste Brandrisiko-Stufe ein. Hitzewarnungen gelten zudem für die Provinzen um die Städte Palermo und Catania. Regionalpräsident Nello Musumeci kündigte noch am Dienstagabend an, die Regierung in Rom am Mittwoch darum zu bitten, den nationalen Notstand auszurufen. Sizilien hatte bereits den Krisenstand ausgerufen und konnte so zum Beispiel geschädigten Landwirten schneller helfen.

42 Menschen sterben bei Waldbränden in Algerien

06.49 Uhr: Die Brände im Mittelmeerraum bleiben extrem gefährlich: Bei Feuern in Algerien kamen 42 Menschen ums Leben. Darunter waren 25 Soldaten, sagte Regierungschef Ayman Ben Abdel Rahman am Dienstagabend im Fernsehen. Sie seien bei Rettungseinsätzen in den betroffenen Gebieten gestorben, teilte Präsident Abdelmadjid Tebboune bei Twitter mit. Ihnen sei es aber gelungen, mehr als 100 Menschen aus den Flammen zu befreien. Die Feuer tobten demnach in den Regionen Tizi Ouzou und Bejaia östlich der Hauptstadt Algier.

Nachrichten am Dienstag, 10. August: Kilometerlange Flammenfront auf der Peloponnes

22.10 Uhr: Auf der griechischen Halbinsel Peloponnes sind die Waldbrände wieder außer Kontrolle geraten. Am Dienstagabend war die Feuerfront in der Gemeinde Gortynia im Westen rund zehn Kilometer lang, berichteten griechischen Medien. Per Not-Sms wurden bisher 19 Dörfer evakuiert, im Ort Pirris brannten Häuser. Die Einsatzkräfte wurden noch in der Nacht ständig verstärkt, um Richtung Norden eine Barriere zu bilden, damit die Flammen sich nicht weiter in Richtung der Präfektur Ilia vorarbeiten können, wo auch das antike Olympia liegt. Winde erschwerten die Löscharbeiten.

Am Dienstagabend meldete die griechische Feuerwehr 54 neue Waldbrände binnen der vorhergegangenen 24 Stunden. Auch auf der zweitgrößten Insel Euböa blieb die Lage angespannt. Nachdem abends die Löschflugzeuge und- hubschrauber bei einbrechender Dunkelheit den Dienst einstellen mussten, entfachten die Brandherde am Boden stellenweise wieder stärker. Zuvor waren dort 14 Löschhubschrauber im Einsatz, um die fast 900 Einsatzkräfte am Boden zu verstärken. Vielfach handelt es sich bei den Feuerwehrleuten um internationale Helfer.

Für Mittwoch sagt der Wetterdienst mancherorts mehrstündige Regenfälle vorher, unter anderem in von Bränden betroffenen Teilen Euböas und der Peloponnes.

Feuer bedroht Ort in Süditalien – Bewohnende evakuiert

19.50 Uhr: Die Behörden der süditalienischen Gemeinde Mesoraca haben Bewohner wegen drohender Waldbrände evakuiert. Die Feuer brannten dicht an Wohnhäusern der kleinen Gemeinde, wie auf einem Video der Feuerwehr vom Dienstagabend zu sehen war. Dicker Rauch zog über dem Ort auf. Ein Löschflugzeug warf Wasser über den Bränden ab, wie das Video weiter zeigte. Mesoraca liegt in der Region Kalabrien zwischen der Hauptstadt Catanzaro und Crotone. Wie viele Menschen in Sicherheit gebracht wurden, teilte die Feuerwehr zunächst nicht mit.

In der etwas mehr als 70 Kilometer südwestlich gelegenen Gemeinde Tiriolo rückten die Flammen nach Feuerwehr-Angaben auf das Stadtzentrum zu. In Kalabrien bedrohen die Waldbrände zudem Teile des Nationalparks Aspromonte am Ende der italienischen Stiefelspitze. Regionalpräsident Nino Spirlì bekräftigte am Dienstagabend, dass alle verfügbaren Einsatzkräfte dort seien, um die Flammen zu bekämpfen.

Feuerwehrleute aus NRW in Griechenland eingetroffen

18.17 Uhr: Nach einer mehr als zweitägigen Reise ist das Waldbrandkontingent der Feuerwehrleute aus Nordrhein-Westfalen in Griechenland eingetroffen. Die 57 Helfer mit ihren 19 Fahrzeugen würden auf Weisung der örtlichen Einsatzleitung in den westlichen Teil der Halbinsel Peloponnes verlegt, teilte die Feuerwehr Bonn am Dienstag mit. Das konkrete Ziel solle noch zugewiesen werden, sagte ein Sprecher. Die Mitglieder der Feuerwehren Bonn, Königswinter und Leverkusen hatten sich am Sonntagmorgen auf den Weg gemacht, um in Griechenland gegen die Waldbrände zu kämpfen.

Auf dem Weg hatten die Helfer in Österreich in der Landesfeuerwehrschule Tirol übernachtet. Von dort fuhren sie in die italienische Hafenstadt Ancona und setzten auf einer Fähre nach Griechenland über. Die Zeit auf dem Schiff sei zur Erholung und zu Fortbildungen an Einsatzgeräten und Handwerkzeugen genutzt worden, teilte die Feuerwehr mit.

Weitere Brände in Süditalien – Nationalpark warnt vor Katastrophe

17.50 Uhr: In Teilen Süditaliens breiten sich neue Waldbrände aus. In Zomaro im kalabrischen Nationalpark Aspromonte wurden am Dienstag weitere Feuer gemeldet. Die Flammen seien bis auf einen Kilometer vor einen der wichtigsten Schätze der Artenvielfalt im Park vorgerückt, teilte der Präsident des Parco Nazionale Aspromonte, Leo Autelitano, am Dienstagnachmittag mit. Die anderen Feuer in dem Park breiteten sich weiter aus oder flammten wieder auf. "Wir brauchen dringend Flugzeuge an allen Fronten, sonst wird der ganze Park in einer beispiellosen Katastrophe verbrannt sein", sagte Autelitano weiter.

Der Park ist wegen seiner Landschaft und Lage unter den Global Geoparks der UN-Kulturbehörde Unesco gelistet. Auf einem Video war zu sehen, wie dichter Rauch an einem bewaldeten Hang aufstieg und sich Flammen durch die Vegetation fraßen. Die Feuerwehr meldete, in der Gegend um San Luca im Westen des Parks mit zwei Löschflugzeugen im Einsatz zu sein. Dort bargen die Rettungskräfte Ende der vergangenen Woche zwei Tote nach einem Brand auf einem Bauernhof.

Athen bringt Hilfen für Brandgeschädigte auf den Weg

16.42 Uhr: Die griechische Regierung will den Wiederaufbau der vom Feuer zerstörten Häuser im Land mit bis zu 150.000 Euro unterstützen. Geschädigte können vom 18. August an online einen entsprechenden Antrag stellen und erhalten schon wenige Tage später erste finanzielle Hilfen, wie der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis am Dienstag in Athen sagte. Unklar ist noch, wie viele Menschen, Immobilien und auch Unternehmen betroffen sind, zumal es auf der Insel Euböa und der Halbinsel Peloponnes weiterhin brennt.

Die Antragsstellung soll leicht und unbürokratisch sein, versprach Mitsotakis. Schon wenige Tage später sollen Betroffene je nach angegebener Schadenshöhe zunächst zwischen 5000 und 20.000 Euro erhalten, bevor der Antrag dann im Detail überprüft wird. Unternehmen können außerdem 70 Prozent des Wertes zerstörter Maschinen, Materialien und Waren geltend machen. Von der angegebenen Schadenshöhe sollen sie sofort 20 Prozent erhalten. Geschädigte Landwirte hingegen sollen vom Landwirtschaftsministerium entschädigt werden, wie es auch bei Ernteschäden üblich ist, und bekommen zusätzlich einmalig 4000 Euro.

Abschließend sollen all jene, die aufgrund der Brände im Moment keine Bleibe mehr haben, einen Mietzuschuss von 500 Euro monatlich erhalten, bis ihr Haus wieder aufgebaut ist. Außerdem werden für die Geschädigten bis auf weiteres Renten- und Krankenkassenzahlungen sowie die Grundsteuer und die Zahlung von Steuerschulden ausgesetzt.

Erneut Evakuierung auf Euböa – 873 Feuerwehrleute im Einsatz

16.20 Uhr: Im Norden der Insel Euböa wüten weiterhin Waldbrände. Am Dienstagmittag wurden die Bewohner der Ortschaften Istiaia und Asmini per Not-SMS aufgerufen, ihre Dörfer zu verlassen. Es seien 873 Feuerwehrleute im Einsatz, darunter zahlreiche internationale Helfer, teilte die Feuerwehr mit. Aus der Luft wurden die Flammen von 14 Löschhubschraubern bekämpft. Sie kamen unter anderem aus Serbien, der Schweiz und Ägypten.

Der griechische Zivilschutzchef Nikos Chardalias gab derweil am Mittag teilweise Entwarnung. Zwar gebe es nach wie vor viele Brände, aber sie seien aktuell alle von Rettungskräften eingekreist und könnten sich deshalb nicht ausbreiten, sagte er.

Auf der Halbinsel Peloponnes brennt es ebenfalls weiter. Nach Angaben der Feuerwehr wurden dort am Dienstag die Löscharbeiten aus der Luft verstärkt. In der Region des antiken Olympia sind demnach drei Löschhubschrauber und neun Löschflugzeuge im Einsatz.

Putin ordnet verstärkten Einsatz gegen Waldbrände in Sibirien an

15.33 Uhr: Im Kampf gegen die sich weiter ausbreitenden Waldbrände in Sibirien hat Russlands Präsident Wladimir Putin einen verstärkten Einsatz gegen die Feuer angeordnet. Er wies das Notfallministerium an, die Maßnahmen zur Brandbekämpfung in der besonders betroffenen Region Jakutien in Nordsibirien zu verstärken, wie der Kreml am Dienstag erklärte. Nach Angaben der örtlichen Behörden sind in der dünn besiedelten Region derzeit mehr als 4200 Feuerwehrleute im Einsatz.

Die Situation bleibe jedoch "schwierig", teilte der russische Wetterdienst Rosgidromet mit. Die seit Wochen anhaltenden Waldbrände haben nach Behördenangaben bereits knapp 8,7 Millionen Hektar Wald zerstört. Viele der Feuer seien nur schwer zugänglich. Laut der US-Raumfahrtbehörde Nasa hat der Rauch der Brände in Jakutien inzwischen den 3000 Kilometer entfernten Nordpol erreicht. Dies sei eine Premiere seit Beginn der Aufzeichnungen. Auf ihren Satellitenaufnahmen sei zudem zu sehen, wie dichter Rauch "den größten Teil Russlands" bedecke.

Zwischenbilanz: In Griechenland bisher 90.000 Hektar verbrannt

9.03 Uhr: Während die Flammen vielerorts noch lodern, gibt es in Griechenland erste Untersuchungen zum Ausmaß der Schäden. Das geologische Institut der Universität Athen geht aktuell von 90.000 Hektar verbrannter Fläche im ganzen Land aus. Zum Vergleich: In Deutschland verbrannten laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung im vergangenen Jahr durch Waldbrände 368 Hektar Fläche. Im Dürresommer 2018 mit für Deutschland ungewöhnlich schweren Waldbränden vor allem in Ostdeutschland waren es 2350 Hektar.

"Die Daten ändern sich ständig, weil die Ereignisse noch im Gange sind", sagte Niki Evelpidou, an der Athener Uni Professorin für Geologie und Geo-Umwelt am Dienstag der Tageszeitung "Kathimerini". Die größte Fläche ist den Wissenschaftlern zufolge bisher auf der Insel Euböa verbrannt, wo die Feuer noch nicht einmal gelöscht sind: Rund 51.000 Hektar Wald liegen dort bereits in Asche. Auch die Halbinsel Peloponnes ist stark betroffen, dort sollen in der Region des antiken Olympia 10.000 Hektar verbrannt sein.

Euböa: Helfer versuchen, Menschenkette gegen Flammen zu bilden

8.03 Uhr: Auf der griechischen Insel Euböa spielten sich am Montagabend dramatische Szenen ab, dort brannte es die achte Nacht in Folge. Vor der Ortschaft Kamatriades rückten am frühen Abend Hunderte Freiwillige an, um gemeinsam mit den Anwohnern und Feuerwehrleuten eine Menschenkette gegen die Wand aus Flammen zu bilden, die sich dem Ort näherte. Fernsehbilder zeigten große Gruppen junger Männer mit Rucksäcken und Masken, die sich einreihten.

Neben Kamatriades wurden die Ortschaften Istiaia und Avgaria in derselben Region evakuiert. Strom und Wasserversorgung sind in den Brandgebieten ausgefallen, die Feuerwehr musste das Wasser in Löschwagen anliefern. Viele der Helfer waren lediglich mit Zweigen bewaffnet, um die nahenden Flammen auszuschlagen. Löschflugzeuge und -hubschrauber können bei Dunkelheit nicht fliegen.

Nachrichten am Montag, 9. August: Italienische Gewerkschaft fordert gnadenlose Strafen für Brand-Verantwortliche

  • Angesichts der verheerenden Waldbrände in Italien hat die Gewerkschaftsvereinigung Cisl die Politik der Regierung zum Naturschutz kritisiert. Der Waldbestand müsse stärker überwacht werden, sagte Generalsekretär, Luigi Sbarra, am Montag. Er forderte gnadenlose Strafen für die Verantwortlichen der Brände und mehr Investitionen in den angeschlagenen Forst-Sektor.
  • Bayern hat der griechischen Regierung Hilfe bei der Bekämpfung der schweren Waldbrände angeboten.
  • Nach den Großbränden im Norden Athens sind dort am Montag weiterhin rund 10.000 Haushalte ohne Strom.
  • Urlauber und Bewohner in Italien müssen sich in den kommenden Tagen auf extreme Hitze einstellen. Für Dienstag und Mittwoch gab das Gesundheitsministerium am Montag für einige Teile Italiens die höchste Hitze-Stufe drei heraus.
  • Ankara schickt zwei Löschflugzeuge nach Griechenland, um dort den Kampf gegen die großen Waldbrände zu unterstützen. Das teilte der griechische Außenminister Nikos Dendias am Montag nach einem Telefonat mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu mit.
  • Nach über einer Woche Kampf gegen unzählige Großbrände im ganzen Land hat sich die Situation in Griechenland am Montag leicht entspannt. Unter anderem sorgte das Wetter für eine Atempause.
  • Die Lage in den von Waldbränden betroffenen Küstenregionen der Türkei hat sich lokalen Behörden zufolge entspannt. Laut einem Sprecher der betroffenen Gemeinde Milas seien die Brände weitestgehend unter Kontrolle.
  • Im Kampf gegen die verheerenden Waldbrände in Russland ist die Zahl der Einsatzkräfte verstärkt worden. In der besonders betroffenen Region Jakutien (Republik Sacha) im Osten des Landes seien 500 weiterer Helfer hinzugekommen, teilten die Behörden am Montag mit.
  • Auf der griechischen Insel Euböa bedrohen die verheerenden Waldbrände die Kleinstadt Istiea.
  • Die Lage wird immer bedrohlicher: Auf der griechischen Insel Euböa stehen auch am siebten Tag gewaltige Waldflächen in Flammen, die Brände breiten sich unkontrolliert aus. Auch im südwesttürkischen Mugla kämpften Einsatzkräfte und freiwillige Helfer in der Nacht zum Montag gegen Feuer. In Italien wurden an der Adria-Küste Hunderte Menschen wegen Bränden evakuiert.
  • Nicht nur auf dem europäischen Kontinent wird gegen verheerende Feuer gekämpft. Auch im US-Bundesstaat Kalifornien wüten erneut heftige Waldbrände. Das im Norden des Staates wütende "Dixie Fire" hat sich nun zum zweitgrößten Waldbrand in der Geschichte Kaliforniens ausgeweitet.

Nachrichten am Sonntag, 8. August: Griechische Wasserballer spenden Hälfte der Olympiaprämie an Opfer der Feuerkatastrophe

  • Die griechischen Wasserballer wollen die Hälfte ihrer Prämie für ihren erfolgreichen Auftritt bei den Olympischen Spielen in Tokio an die Opfer der Feuerkatastrophe spenden.
  • Hunderte Bewohner und Touristen sind wegen Feuern um die italienische Adria-Gemeinde Campomarino aus ihren Unterkünften gebracht worden. Die Behörden evakuierten am Sonntag Hotels, Campingplätze und Wohnhäuser im Ortsteil Campomarino Lido am Meer, wie die Feuerwehr am Abend mitteilte.
  • Die italienische Zivilschutzbehörde entsendet weitere Verstärkung in die stark von Waldbränden betroffene Region Kalabrien.
  • Ein kleines griechisches Löschflugzeug vom Typ PZL ist am Sonntagabend wegen eines Motorschadens auf der Insel Zakynthos notgelandet. Der Pilot sei wohlauf, berichtete das griechische Staatsfernsehen (ERT) unter Berufung auf die Zivildienstzentrale in Athen.
  • In Italien drohen mit der bevorstehenden Hitzewelle weitere Brände. Für Dienstag und Mittwoch rechnete die Zivilschutzbehörde mit Temperaturen bis zu 45 Grad.
  • Wegen der massiven Waldbrände in Russland haben die Behörden nun auch in der Stadt Sarow mit dem nationalen atomaren Forschungszentrum den Ausnahmezustand verhängt.

(fmg/dpa/afp)

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