Coronavirus: Jetzt schon 692 Infizierte in Deutschland

Berlin.  Das Coronavirus breitet sich aus, in Deutschland sind hunderte Fälle nachgewiesen. Die aktuellen Entwicklungen lesen Sie im Newsblog.

Coronavirus: Was Reisende jetzt wissen müssen

Viele Reisende fragen sich, ob sie aufgrund des Coronavirus den Urlaub stornieren können. Das hängt von bestimmten Faktoren ab.

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  • Das Coronavirus breitet sich weiter aus: Betroffen sind weltweit rund 90 Länder und mehr als 102.000 Menschen, rund 3400 Menschen starben an dem Virus
  • In Deutschland gibt es nach Angaben der Gesundheitsämter der Länder 692 Infizierte
  • Der Erreger Sars-CoV-2 wurde in allen Bundesländern außer Sachsen-Anhalt nachgewiesen
  • Die Lufthansa streicht rund die Hälfte aller Flüge. Umbuchungen von Flügen sind nun kostenlos
  • Weltweit sind mittlerweile rund 3400 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben
  • In Italien und dem Iran bleiben vorerst alle Schulen und Universitäten geschlossen, Italien stoppt Teile der Justiz
  • Mehrere Großveranstaltungen wurden wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt, wie etwa die Hannover Messe, die Leipziger Buchmesse oder die Tourismusmesse ITB in Berlin

Das Coronavirus breitet sich weltweit und in Deutschland weiter aus. Mittlerweile sind rund 90 Länder und über 102.000 Menschen betroffen. Rund 3500 Menschen starben bisher bereits an dem Virus. Die meisten Fälle gibt es in China, wo das Virus ursprünglich ausgebrochen war. Insgesamt haben sich dort mehr als 80.000 Menschen infiziert, fast 3000 sind gestorben. Mehr als 57.000 der Menschen in China, die sich mit dem Coronavirus in China angesteckt hatten, gelten inzwischen als geheilt.

In China ist die Zahl der Neu-Infektionen nach Angaben der chinesischen Behörden inzwischen rückläufig. Anders sieht es in Europa und den anderen Teilen der Welt aus. In Südkorea sind mehr als 6700 Menschen infiziert. Auch die Zahl der Infektionen im Iran steigt weiter – über 4747 nachgewiesene Infektionen und über 100 Tote melden offizielle iranische Stellen dort. Seuchen-Experten vermuten, dass die Zahlen tatsächlich höher liegen könnten.

Italien ist in Europa das Land mit den meisten Infizierten. 4636 Fälle sind dort nachgewiesen, 197 Menschen sind bereits gestorben. In Deutschland sind nach Angaben der Gesundheitsämter der Bundesländer mittlerweile 692 Menschen erwiesenermaßen mit dem Coronavirus infiziert, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen.

Lesen Sie im Newsblog alle weiteren Entwicklungen zum Coronavirus

Samstag, 7. März: Coronavirus-Krise in Italien – Regierung stoppt Teile der Justiz

11.49 Uhr: Alle weiteren aktuellen Nachrichten finden Sie in unserem neuen Coronavirus-Newsblog.

9.15 Uhr: Eine Reisegruppe von Schülern und Lehrern aus Potsdam ist von einem Südtirol-Skiurlaub zurückgekehrt und am Samstag am Gesundheitsamt der brandenburgischen Hauptstadt eingetroffen. Die Rückkehrer sollten auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (Sars-CoV-2) getestet werden. In zwei Reisebusse saßen fast 70 Jugendliche von drei Schulen, 17 Begleitpersonen und zwei Busfahrer.

Die Leiterin des Potsdamer Gesundheitsamts hatte erklärt, einige Schüler hätten in ihrer Unterkunft in Südtirol Symptome eines Infekts gezeigt. Bei manchen Jugendlichen seien sie schon vor der Abreise aufgetreten. Die Testergebnisse sollten spätestens am Mittwoch vorliegen.

7.45 Uhr: Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus stoppt Italien einen Teil der Arbeit der Gerichte. Zunächst für rund zweieinhalb Monate bis Ende Mai sollen zum Schutz der Menschen vor Infektionen Einschränkungen im Justizsystem möglich werden. Das betreffe etwa Prozessen und andere öffentliche Termine, wie die Regierung am frühen Samstagmorgen in Rom mitteilte. Prozesse zu nicht schweren Taten dürfen damit verschoben werden, wie Medien schrieben. Die Details sollten jeweils vor Ort bestimmt werden.

Ausgenommen sind den Berichten nach zum Beispiel eilige Angelegenheiten, etwa in Bezug auf Festnahmen. Auch sollten mehr Anhörungen in Form von Videokonferenzen stattfinden, erläuterte Justizminister Alfonso Bonafede vor der Presse.

Coronavirus-Epidemie: Eishockey-Weltverband berät über Absage der WM im Mai

6.15 Uhr: Wegen der Coronavirus-Epidemie diskutiert der Eishockey-Weltverband IIHF über eine Absage oder Verlegung der Weltmeisterschaft im Mai in Zürich und Lausanne. Weil in der Schweiz vorläufig auch Sport-Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern verboten sind, steht das Turnier auf der Kippe. Die WM soll vom 8. bis 24. Mai stattfinden. „Ich habe immer noch die Hoffnung, dass sie stattfindet“, sagte Franz Reindl, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes und IIHF-Exekutivmitglied der Deutschen Presse-Agentur.

4.32 Uhr: Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft sieht wegen der Auswirkungen der Corona-Epidemie einen immensen wirtschaftlichen Schaden für die Branche. Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei jetzt schon sichtbar, dass die Folgen der Coronakrise auf den Luftverkehr gravierender seien als bei vergleichbaren Krisen, wie etwa dem Nachfrageeinbruch in der Finanz- und Wirtschaftskrise oder in Folge des Sars-Virus. „Unsere Unternehmen passen mit großen Anstrengungen ihr Flugangebot an die einbrechenden Buchungen an, um den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen und Arbeitsplätze zu sichern.“

Coronavirus: Zahl der Infektionen steigt in Südkorea weiter stark an

4.15 Uhr: Die Gesundheitsbehörden in Südkorea haben mehr als 480 neue Infizierungsfälle mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Die Gesamtzahl der Menschen im Land, die bisher positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden, sei am Freitag auf 6767 gestiegen, teilten die Zentren für Gesundheitskontrolle und Prävention am Samstag mit. Die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit dem Virus gebracht werden, kletterte um zwei auf 44.

Freitag, 6. März: Coronavirus – weltweit 100.000 Menschen infiziert

22.31 Uhr: Den Brandenburger Behörden ist eine zweite Ansteckung mit dem Coronavirus gemeldet worden. Es handelt sich um eine im Havelland gemeldete Frau, die allerdings mit ihrem Lebenspartner in Berlin-Reinickendorf lebt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die 43-Jährige und ihr Ehemann wurden demnach beide positiv auf das Virus getestet; sie kamen in häusliche Isolation.

Eine Befragung der Frau ergab den Informationen des Ministeriums zufolge, dass sie in dem für die Infektion relevanten Zeitraum keinen Kontakt zu Menschen im Havelland gehabt hat. Das Paar hatte in Berlin Besuch aus Nordrhein-Westfalen und Hessen. Bei zwei Besuchern hatte sich demnach eine Corona-Infektion herausgestellt.

21.20 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus stellt Österreich für zwei Wochen sämtliche Direktflüge nach Südkorea, Mailand, Bologna und in den Iran ein. Das teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien mit. Außerdem sollen an der Grenze zu Italien punktuell Gesundheitschecks durchgeführt werden, wenn Menschen die Grenze überqueren.

Reisende, die aus Südkorea, dem Iran und Teilen Chinas in die Alpenrepublik wollen, müssen mit einer ärztlichen Bestätigung nachweisen, dass sie nicht mit dem neuen Coronavirus infiziert sind.

Facebook-Mitarbeiter in London mit Coronavirus infiziert

20.50 Uhr: Facebook schließt vorübergehend seine Büros in London, nachdem ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Es habe sich um einen Angestellten aus Singapur gehandelt, der Ende Februar zu Besuch in London gewesen sei, teilte Facebook mit. „Wir schließen unsere London-Büros bis Montag für eine Tiefenreinigung“, sagte ein Sprecher der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge.

Mitarbeiter wurden aufgefordert, bis dahin von Zuhause aus zu arbeiten. Wer mit dem betroffenen Kollegen in Kontakt gekommen sei, werde gebeten, sich vorsorglich in der eigenen Wohnung zu isolieren. Facebook beschäftigt Medienberichten zufolge rund 3000 Mitarbeiter in der britischen Hauptstadt.

19.59 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Nachweise in Deutschland steigt weiter. Das Robert-Koch-Institut (RKI) berichtete am Freitagabend auf seiner Webseite von inzwischen 639 nachgewiesenen Fällen. Außer in Sachsen-Anhalt ist der Erreger Sars-CoV-2 bislang in allen Bundesländern nachgewiesen worden.

19.12 Uhr: Der Bund hat wegen Versorgungsengpässen bei bestimmten Waren im Zuge der Corona-Krise die Länder gebeten, das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen zu lockern. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums bestätigte am Freitag Berichte von „agrarheute“ sowie der „Saarbrücker Zeitung“ (Samstag).

Aufgrund der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus Covid-19 würden verschiedene Waren in stärkerem Maße als gewöhnlich nachgefragt, hieß es. Aufgrund der dadurch entstehenden Lieferengpässe entstünden dem Handel Probleme, die Verfügbarkeit des vollen Warensortiments zu jeder Zeit zu garantieren. Hierzu seien effiziente Lieferketten erforderlich.

Um dieser „Ausnahmesituation“ wirksam begegnen zu können, habe das Bundesverkehrsministerium die Verkehrsministerien der Länder in einem Schreiben gebeten, zunächst bis einschließlich 5. April von einer Kontrolle des Sonn- und Feiertagsfahrverbots abzusehen – soweit und solange Versorgungsengpässe für Waren aufgrund der Folgen der Ausdehnung des Coronavirus bestehen.

Nach der Straßenverkehrsordnung dürfen an Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 0 bis 22 Uhr Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 Tonnen nicht fahren. Das Verbot gilt nicht für den Transport frischer Lebensmittel wie Milch, Fleisch, Fisch und leicht verderblichem Obst und Gemüse.

Für die Überwachung der Straßenverkehrsordnung sind allein die Länder zuständig. Die Straßenverkehrsbehörden der Länder können laut Ministerium in bestimmten Einzelfällen oder allgemein für bestimmte Antragsteller Ausnahmen vom Lkw-Sonn- und Feiertagsfahrverbot erteilen.

WHO sieht Medikamenten-Versorgung nicht gefährdet

18.55 Uhr: Wegen der Coronavirus-Ausbreitung bereitet die Bundesregierung Maßnahmen zur Stützung des Arbeitsmarktes vor. „Wir wollen den Unternehmen und Beschäftigten in dieser Situation Sicherheit geben“, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“. Dem SPD-Politiker zufolge ist geplant, ein ohnehin schon weit gediehenes Arbeitsmarktgesetz erneut zu überarbeiten und der aktuellen Lage anzupassen.

18.09 Uhr: Der italienische Kapitän des Kreuzfahrtschiffs „Diamond Princess“ hat in seiner Heimat den Verdienstorden des Staatspräsidenten bekommen. Gennaro Arma hatte bis zuletzt auf dem Schiff ausgeharrt, auf dem Tausende Passagiere vor Japan wegen der Ausbreitung des Coronavirus festsaßen. Italiens Präsident Sergio Mattarella lobte am Freitag das „vorbildliche Verhalten“ des Mannes.

17.26 Uhr: Die Versorgung mit den wichtigsten Medikamenten ist trotz des Coronavirus-Ausbruchs weltweit nicht gefährdet. Dies gelte, obwohl viele Bestandteile in China hergestellt würden und die Produktion dort zeitweise unterbrochen war, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.

„Die WHO arbeitet eng mit Industrieverbänden, Behörden und anderen Partnern zusammen, um die Risiken im Auge zu behalten, aber wir haben bislang keinen bevorstehenden spezifischen Mangel ausgemacht“, sagte Tedros.

17.21 Uhr: Das NRW-Schulministerium hat landesweit alle Schulen angewiesen, alle Fahrten in vom Robert Koch-Institut benannte Corona-Risikogebiete abzusagen. Das gelte für Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche, teilte das Ministerium am Freitag mit.

Kreuzfahrtunternehmen lockert Stornierungsbedingungen

17.06 Uhr: In Hessen werden zentrale Untersuchungsstellen für Coronavirus-Verdachtsfälle eingerichtet. Am Freitagnachmittag gab es laut Sozialministerium in Hessen 17 bestätigte Fälle. Die neuesten Infektionen betreffen je eine Person im Rheingau-Taunus-Kreis, im Vogelsbergkreis, im Landkreis Gießen und im Hochtaunuskreis.

Die Untersuchungsstellen sollen ab kommenden Montag (9. März) in ausgewählten Stellen des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes eingerichtet werden. Ziel sei es, Hausarztpraxen zu entlasten. In den Untersuchungsstellen sollen Menschen, bei denen der Hausarzt einen begründeten Verdacht geäußert hat, gebündelt auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 getestet werden.

17.02 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat das Luxus-Kreuzfahrtunternehmen „Sea Cloud Cruises“ seine Stornierungsbedingungen gelockert. Reisen im Jahr 2020, die zwischen dem 28. Februar und dem 31. Mai dieses Jahres gebucht wurden oder noch gebucht werden, können bis einen Monat vor Reisetermin kostenlos storniert werden, sollte die Ausbreitung des Virus Anlass zur Sorge geben. Wer vorher gebucht hat, fällt nicht unter diese Regelung. (die bisherigen Coronavirus-Nachrichten finden Sie in unserem vorherigen Newsblog):

16.47 Uhr: In Berlin sind nun 19 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Das sind vier mehr als am Donnerstag. Alle neu Infizierten seien zu Hause in Quarantäne, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Freitag mit. Die meisten der jüngsten Infektionen stünden in Verbindung mit bereits bestätigten Fällen. Die Kontaktpersonen würden nun ermittelt.

Spahn: Auf Reisen in betroffene Regionen in Italien und NRW verzichten

16.39 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Bürger aufgerufen, Coronavirus-Risikogebiete zu meiden. Auf nicht notwendige Reisen in besonders betroffene Regionen in Italien, aber auch in Nordrhein-Westfalen sollte man verzichten, sagte Spahn am Rande eines EU-Treffens in Brüssel. Die Grenzen in der Europäischen Union sollten aber offen bleiben.

Der CDU-Politiker appellierte auch an die Bürger, sich nicht mit Masken oder Schutzkleidung einzudecken, sondern diese für Ärzte und Pflegekräfte zu lassen.

16.23 Uhr: Wegen des Nachfrageeinbruchs infolge des Coronavirus streicht der Lufthansa-Konzern seinen Flugplan noch weiter zusammen. In den nächsten Wochen solle die Kapazität um bis zu 50 Prozent reduziert werden, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Die Maßnahme diene dazu, die finanziellen Folgen des Nachfrageeinbruchs zu verringern, teilte das Unternehmen mit. Die erneute Reduzierung der Flugkapazitäten ergänze die geplanten Sparmaßnahmen im Personalbereich, bei Sachkosten und Projektbudgets sowie weitere Liquiditätsmaßnahmen, erklärte Lufthansa weiter.

Zwölf Infizierte mit dem Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff

16.19 Uhr: Die Zahl der weltweit diagnostizierten Infektionen mit dem Coronavirus ist auf mehr als 100.000 gestiegen. Laut einer auf offiziellen Daten basierenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP lag die Zahl am Freitagnachmittag bei 100.002 Infektionen in 91 Ländern rund um den Globus, 3406 Menschen starben. Seit Donnerstag wurden 2492 neue Fälle registriert.

16.07 Uhr: Ein Bürgermeisterkandidat im schwäbischen Landkreis Augsburg hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Betroffen sei Werner Halank, der in der Gemeinde Bonstetten nordwestlich von Augsburg bei der Kommunalwahl für die Freien Wähler ins Rathaus einziehen will, wie das Landratsamt am Freitag mitteilte. Halank hatte in seinem Wahlkampf Kontakt zu unzähligen Personen. Im Wahlkampf von Tür zu Tür – Kandidat war infiziert

15.46 Uhr: Auf einem Kreuzfahrtschiff auf dem Nil sind nach offiziellen Angaben zwölf Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es handele sich um Ägypter, die auf dem Schiff arbeiteten, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Sie seien zwar positiv getestet worden, zeigten aber keine Symptome. Die Behörden hätten die Tests angeordnet, nachdem das Virus bei einer Touristin aus Taiwan nach ihrer Rückkehr festgestellt worden sei. Damit erhöht sich die offizielle Zahl der Infektionen im bevölkerungsreichsten Land Afrikas auf 15.

Coronavirus: Rasanter Anstieg an Infektionen in der Schweiz

15.31 Uhr: Die Schweiz sieht sich mit der rasant steigenden Zahl von Coronavirus-Infektionen „am Rand einer epidemischen Welle“. Bis Freitag war Sars-CoV-2 bei 210 Menschen nachgewiesen, wie Daniel Koch, Leiter der Abteilung für übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit, mitteilte.

Am Donnerstagabend waren es noch unter 90. Eine Frau war am Donnerstag an der Infektion gestorben. Die Kantone könnten Hilfe bei der Armee beantragen, sagte Gesundheits- und Innenminister Alain Berset. Vier Spitalbataillone stehen nach Angaben eines Armeesprechers bereit.

15.12 Uhr: Die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus ist in Frankreich auf neun gestiegen. Zwei weitere Menschen erlagen den Folgen der Erkrankung, wie das Gesundheitsministerium in Paris mitteilte. „Alte Menschen sind am stärksten gefährdet“, betonte das Ministerium. Präsident Emmanuel Macron besuchte demonstrativ ein Altenheim.

Neben den zwei Toten bestätigte das Gesundheitsministerium zudem mehr als 150 neue Infektionen. Die Gesamtzahl der dokumentierten Fälle liegt damit in Frankreich bei 577. Viele Menschen gelten jedoch bereits wieder als genesen.

Wegen Coronavirus’: Goldene Kamera wird in den November verschoben

14.58 Uhr: Die für den 21. März geplante Goldene Kamera wird wegen einer möglichen Gefährdung durch das Coronavirus verschoben. Die Funke Mediengruppe hat diese Entscheidung auf Grundlage der Risikobewertung von Großveranstaltungen des Robert-Koch-Instituts und der Empfehlungen des Krisenstabs der Bundesregierung in Abstimmung mit dem ZDF und den Partnern der Veranstaltung getroffen.

Wir haben uns schweren Herzens zu diesem Schritt entschieden“, sagt Andreas Schoo, Geschäftsführer der Funke Mediengruppe. „Angesichts der sich täglich ändernden und beschleunigenden Entwicklung mussten wir aber so handeln, denn an erster Stelle steht die Gesundheit unserer Gäste, der Partner, des Publikums sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

„Gemeinsam mit dem ZDF als ausstrahlendem Sender und dem Flughafen Tempelhof als Veranstaltungsort haben wir uns mit dem 12. November bereits auf einen Ausweichtermin verständigt. Wir wollen unseren Preisträgerinnen und Preisträgern einen würdigen Rahmen bereiten und mit all unseren Gästen eine glanzvolle Gala feiern“, so Schoo.

Schüler sollen nach Südtirol-Freizeit in Quarantäne bleiben

14.42 Uhr: Südtirol hat mit Unverständnis auf die Einstufung als Coronavirus-Risikogebiet durch Deutschland reagiert. Wie eine Sprecherin des Landeshauptmanns Arno Kompatscher in Bozen sagte, halte die Provinz in Norditalien alle nationalen und internationalen Vorgaben für Tests auf den Erreger der neuen Lungenkrankheit ein.

Südtirol selbst habe bisher nur zwei Infektionsfälle registriert, sagte Elisabeth Augustin. Südtirol ist ein beliebtes Reiseziel. Wie die Sprecherin weiter betonte, werde Südtirol in Italien selbst nicht als eines der gefährlichen Gebiete eingestuft, im Gegenteil. Man sei mit der deutschen Seite im Kontakt, hieß es.

14.32 Uhr: Wegen eines Coronavirus-Verdachtsfalls wurde am Freitag ein ICE in Braunschweig gestoppt. Der Zug war von Berlin nach Hannover unterwegs. Es gehe laut einem Sprecher der Bundespolizei um einen Mann, der Anzeichen für eine mögliche Coronavirus-Infektion aufwies. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Die anderen Reisenden des ICE mussten in andere Züge umsteigen. Der ICE konnte nicht weiterfahren, da der Zugführer direkten Kontakt zu dem Mann hatte. Mehr dazu hier: Braunschweig: ICE wegen Corona-Verdachtsfalls gestoppt

14.28 Uhr: Derzeit kehren mehrere Schülergruppen von Skifreizeiten aus dem Coronavirus-Risikogebiet Südtirol nach Deutschland zurück – sicherheitshalber sollen sie nun für zwei Wochen zu Hause bleiben. „Das ist eine Vorsichtsmaßnahme“, erklärte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am in Magdeburg.

Zuvor hatten die Gesundheitsämter und das Ministerium bei einer Telefonkonferenz das einheitliche Vorgehen abgesprochen. Die Quarantäne gelte für die Schüler und für ihre Begleitpersonen, auch wenn diese keine Krankheitsanzeichen zeigten.

Sobald jemand Symptome zeige, griffen weitere Maßnahmen, hieß es aus dem Ministerium. Die Gesundheitsämter entschieden, wie im einzelnen Fall vorgegangen werde.

13.54 Uhr: Im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus sind in Niedersachsen an diesem Wochenende mobile Einsatzteams unterwegs. Sie nehmen Abstriche von Menschen, die Kontakt mit Infizierten hatten oder in einem Risikogebiet waren.

Das niedersächsische Gesundheitsministerium rechnet damit, dass in der nächsten Woche alle regionalen Testzentren „am Start sind“, wie eine Sprecherin sagte. Das Land will in allen 37 Landkreisen und 8 kreisfreien Städten regionale Testzentren bei Kliniken oder Gesundheitsämtern einrichten.

13.47 Uhr: Die von den Auswirkungen des Coronavirus schwer getroffene Lufthansa bietet all ihren Kunden bei allen Neubuchungen bis zum 31. März ab sofort die kostenlose Umbuchung an. Die Lufthansa und ihre Töchter – Eurowings, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Air Dolomiti – verzichten bis Ende März weltweit auf die Umbuchungsgebühren, teilte der Konzern am Freitag in Frankfurt am Main mit.

Kunden können demnach einmalig und unabhängig vom Tarif ihr Ticket auf ein neues Datum bis 31. Dezember 2020 umbuchen. Auch bei schon bestehenden Buchungen bis zum 5. März mit Abflugdatum bis 30. April können Kunden kostenlos umbuchen.

Coronavirus: Dänemark sagt alle Großveranstaltungen ab

13.11 Uhr: Nachdem Virologe Christian Drosten zu einer Absage des Bundesliga-Spitzenspiels am Samstag in Mönchengladbach abgeraten hatte, hält die Stadt weiter an der Austragung fest. In Abwägung der Gesamtsituation habe die Stadt so entschieden, „weil wir bei diesem Spiel nicht mit einer Situation rechnen, wo sich übermäßig Leute infizieren“, sagte der Sprecher der Stadt Wolfgang Speen am Freitag. Mönchengladbach sei kein Coronavirus-Hotspot.

Die Stadt gehe davon aus, dass Infizierte isoliert seien, etwa in Quarantäne oder im Krankenhaus. „Also müssen wir davon ausgehen, dass kein positiver Fall sich auf den Weg macht in Richtung Stadion“, sagte Speen. Darüber hinaus müsse jeder Besucher selbst überlegen, in welcher gesundheitlicher Verfassung er sei.

Verein und Stadt rieten Menschen mit einem besonderen Risiko durch Vorerkrankungen und mit Erkältungssymptomen zuhause zu bleiben. Der Verein wird am Spieltag zudem weitere Hygiene- und Informationsmaßnahmen durchführen.

12.31 Uhr: Das Coronavirus hat auch die Slowakei erreicht. Ein 52-jähriger Mann aus einer kleinen Nachbargemeinde Bratislavas habe sich mit dem Virus infiziert, wie Regierungschef Peter Pellegrini am Freitag in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz erklärte.

Der in der Universitätsklinik Bratislava behandelte Patient sei zuletzt auf keiner Auslandsreise gewesen, es müsse sich also um eine „sekundäre Übertragung“ handeln, ergänzte der Sozialdemokrat. Vermutlich habe er sich von seinem Sohn angesteckt, der kürzlich in Venedig war, selbst aber keine Krankheitssymptome aufweise. Der Krankheitsverlauf beim Patienten selbst sei offenbar sehr mild, er befinde sich bereits auf dem Weg der Besserung, berichtete Pellegrini.

12.27 Uhr: In Dänemark sollen aus Sorge vor der Ausbreitung des Coronavirus alle größeren Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abgesagt oder verschoben werden. Dazu fordere man die Organisatoren auf, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Freitag in Kopenhagen. Die Maßnahme solle zunächst bis Ende März gehen.

Laut Frederiksen wurden in Dänemark bisher 21 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen. Zudem gibt es zwei weitere Fälle auf den zum Königreich Dänemark zählenden Färöer-Inseln.

Zahl der Toten steigt im Iran sprunghaft an

12.23 Uhr: Das Auswärtige Amt rät nun wegen des Coronavirus’ von nicht erforderlichen Reisen in die Regionen Südtirol, Emilia-Romagna und Lombardei sowie in die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien ab.

12.21 Uhr: Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Toten nach Angaben des Gesundheitsministeriums innerhalb von 24 Stunden von 107 auf 124 gestiegen. Mit Sars-CoV-2 infiziert seien landesweit insgesamt 4747 Menschen – 1234 mehr als am Vortag – sagte Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur am Freitag in Teheran.

Unter den Toten ist auch der ehemalige iranische Vizeaußenminister Hussein Scheicholislam. 913 Patienten seien mittlerweile geheilt und aus den Krankenhäusern entlassen worden, so der Sprecher.

11.59 Uhr: In Sachsen wurde eine zweite Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Ein Mann aus Leipzig sei am Donnerstagabend positiv auf das Virus getestet und umgehend isoliert worden, wie das s Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte.

Der Patient sei zuvor in Südtirol gewesen. Die wichtigsten Kontaktpersonen seien bereits ermittelt worden. Der Gesundheitszustand des Mannes sei stabil. Am Montag war in Sachsen eine erste Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden.

Es handelte sich um einen 67 Jahre alten Rentner aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Er war zuvor mit einer Gruppe Busreisender in Italien gewesen.

Niederlande meldet ersten Todesfall in Zusammenhang mit Coronavirus

11.37 Uhr: In den Niederlanden gibt es den ersten Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es handelt sich um einen 86 Jahre alten Mann, der in einem Krankenhaus in Rotterdam behandelt wurde, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit.

Wo der Mann sich mit dem neuartigen Virus angesteckt hat, ist nicht bekannt. Die Zahl der Coronavirus-Fälle lag in den Niederlanden zuletzt bei 82. Bisher waren die meisten Coronavirus-Nachweise in den Niederlanden auf Reisen nach Norditalien zurückzuführen.

11.23 Uhr: Im Vatikan gibt es die erste Coronavirus-Infektion. Wie Vatikan-Sprecher Matteo Bruni am Freitag mitteilte, stellte der ambulante Dienst des Kirchenstaates deshalb am Morgen seine Arbeit teilweise ein. Nachdem es am Vortag bei einem Patienten in der Ambulanz des Vatikans einen positiven Coronavirus-Befund gegeben habe, müssten Desinfektionsmaßnahmen ergriffen werden.

Die Notaufnahme bleibe jedoch weiter offen, ergänzte Bruni. Die zuständigen italienischen Behörden seien informiert und weitere Schutzmaßnahmen eingeleitet worden, erläuterte der Sprecher. Der Vatikanstaat liegt in der italienischen Hauptstadt. Er verfügt über eigene Gesundheitsdienste.

Frankreich verordnet Höchstpreise für Desinfektionsmittel

11.21 Uhr: Frankreich hat Höchstpreise für Desinfektionsmittel verordnet. Eine 100-Milliliter-Packung Desinfektionsgel darf im Laden nicht mehr als drei Euro kosten. Das geht aus einem Dekret der französischen Regierung hervor, das am Freitag im Amtsblatt veröffentlicht wurde. Der Preisbann für „Wasser-Alkohol-Gele“ gilt bis zum 31. Mai.

11.05 Uhr: In Düsseldorf wurde eine Flüchtlingsunterkunft geräumt, um in den Räumlichkeiten eine Quarantänestation. Die rund 100 Flüchtlinge werden laut Stadt auf freie Plätze in anderen Unterkünften verteilt. Am Freitag sollte der Umzug nach zwei Tagen abgeschlossen werden, sagte ein Sprecher.

Die Quarantäne-Station solle benutzt werden, falls zum Beispiel Touristen als Coronavirus-Verdachtsfälle in Düsseldorf stranden oder es Düsseldorfer gibt, die nicht in häuslicher Quarantäne verbleiben können. Wann erste Menschen in Quarantäne dort untergebracht werden könnten, blieb zunächst unklar. Laut Stadt wäre Platz für bis zu 150 Personen.

10.57 Uhr: In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen bis Freitag (Stand 10.00 Uhr) auf 324 gestiegen. Die Zahl hatte am Donnerstagnachmittag nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums noch bei 302 gelegen.

Während die Fall-Zahl im Kreis Heinsberg unverändert bei 197 lag, gab es einen auffälligen Anstieg in Stadt und Kreis Aachen von 33 am Vortag auf 41 am Freitagmorgen. Dort hatte ein Testzentrum für Verdachtsfälle die Arbeit aufgenommen.

26 Schüler müssen nach Südtirol-Klassenfahrt in Quarantäne

10.58 Uhr: Weil sich einige Schüler bei einer Skifreizeit nach Südtirol erkältet haben, muss die ganze Reisegruppe für zwei Wochen in häusliche Quarantäne – um eine mögliche Verbreitung des Coronavirus’ zu verhindern.

Die 23 Zwölftklässler und drei Lehrkräfte eines Gymnasiums in Hoya (Landkreis Nienburg/Weser) kehren am Wochenende von einer Klassenfahrt in Italien zurück, wie ein Landkreissprecher sagte. In der Region seien Fälle des Coronavirus nachgewiesen worden, außerdem zeigten einige Schüler „die für Skifreizeiten üblichen Erkältungssymptome“. Zunächst hatte die „Kreiszeitung“ berichtet.

10.15 Uhr: Das Robert-Koch-Institut hat Südtirol zum Risikogebiet erklärt. Das teilte Lothar Wieler, Leiter des RKI, am Freitagvormittag in einer Pressekonferenz mit. Daneben gelten auch die italienischen Regionen Emilia-Romagna, Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien als Risikogebiete – ebenso wie Regionen in China, Südkorea und dem Iran.

In Südtirol gehen die Behörden bisher von zwei Infizierten in ihrem Gebiet aus. Einer davon befinde sich schon auf dem Weg des Gesundwerdens.

9.45 Uhr: Christian Drosten, Chef-Virologe der Berliner Charité, spricht sich wegen der vielen Coronavirus-Fälle im Kreis Heinsberg für die Absage von Bundesligaspielen in der Region aus. „Volle Stadien mit Zehntausenden von Fans – gerade in Gegenden wie dem vom Coronavirus jetzt stark betroffenen Rheinland – müssten aus medizinischer Sicht eigentlich gestoppt werden“, sagte Drosten.

Das Stadion von Borussia Mönchengladbach liegt keine zehn Kilometer vom Kreis Heinsberg entfernt, der bundesweit am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Die Behörden hatten dennoch entschieden, dass das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund am Samstag stattfinden kann.

Mehrheit der Deutschen sieht sich durch Coronavirus nicht gefährdet

9.31 Uhr: In Schleswig-Holstein bleibt am Freitag eine Schule wegen eines Coronavirus-Verdachts geschlossen. Ein Kind habe am Wochenende Kontakt zu einer mittlerweile positiv auf Corona getesteten Person gehabt, sagte eine Sprecherin des Kreises am Freitagmorgen. Die Schule in Notorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde wird von rund 100 Kindern besucht.

Das betroffene Kind sei in häuslicher Quarantäne und habe bisher keine Symptome. Es sei auf das Coronavirus getestet worden. Die Ergebnisse sollen im Laufe des Tages vorliegen, dann wird das weitere Vorgehen beschlossen, wie die Sprecherin weiter mitteilte.

9.06 Uhr: Die Mehrheit der Deutschen sieht sich durch das Coronavirus nicht gefährdet. In dem am Freitag veröffentlichten ZDF-„Politbarometer“ gaben mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Befragten an, dass sie ihre Gesundheit nicht für gefährdet halten.

Im Februar vertraten noch 90 Prozent diese Auffassung. Eine Mehrheit der Deutschen hält zudem die Präventionsmaßnahmen in Deutschland für ausreichend. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der Befragten waren der Ansicht, es werde genug gegen die Ausbreitung des Virus getan.

Allerdings hält ein Viertel (26 Prozent) die Schutzmaßnahmen für nicht ausreichend. Dieser Anteil lag im Februar noch bei 14 Prozent. Für das ZDF-„Politbarometer“ befragte die Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1276 Menschen.

Bundesarbeitsminister Heil hält Kurzarbeit für möglich

8.46 Uhr: Im südlichen Westjordanland bei Betlehem haben sich sieben Palästinenser mit dem Coronavirus infiziert. Es handele sich um Mitarbeiter eines Hotels, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah am Donnerstagabend mit. Präsident Mahmud Abbas rief für einen Monat den Notstand für das gesamte Westjordanland aus.

Die Maßnahme trat am Freitagmorgen (Ortszeit) in Kraft. Für diesen Zeitraum bleiben alle Bildungseinrichtungen geschlossen, außerdem alle Nationalparks und alle „touristischen und religiösen Bereiche“, wie die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete. Alle Hotelübernachtungen für Touristen würden storniert. Jegliche Art von Zusammenkünften, Feiern und Demonstrationen seien untersagt.

Israel riegelte zudem nach eigenen Angaben in Absprache mit der Palästinenserbehörde die Stadt Bethlehem komplett ab. Es ist nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums nicht möglich, die Stadt zu verlassen oder zu betreten.

8.04 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hält es für möglich, dass es wegen möglicher Lieferengpässe durch das Coronavirus zu Kurzarbeit kommen könnte. „Wenn es zu Lieferengpässen infolge des Coronavirus kommt, die zu Arbeitsausfällen führen, kommt für die Beschäftigten ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld in Betracht“, sagte Heil den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Freitag.

„Auch wenn ein Betrieb auf behördliche Anordnung schließen muss, kann Kurzarbeit greifen“, so Heil. Insgesamt hält der Minister die Auswirkungen der Coronavirus-Ausbreitung auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland für beherrschbar. „Wir sind gut aufgestellt und behalten die Entwicklung aufmerksam im Blick. Mit dem Kurzarbeitergeld haben wir ein starkes Instrument, das sich bewährt hat.“

Behindertenwerkstatt stellt Schutzmasken für Kliniken her

7.45 Uhr: Der querschnittsgelähmte Schauspieler Samuel Koch (32) befindet sich wegen einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus in häuslicher Isolation. Eine Woche habe er schon hinter sich, sagte der ehemalige Stuntman der „Bild“-Zeitung. Insgesamt 14 Tage werden von den Behörden vorgeschrieben. Bisher sei er nicht positiv auf das Virus getestet worden.

Wegen seiner körperlichen Einschränkung hat Koch laut „Bild“ nicht so starke Lungen wie andere. Die Lungenkrankheit Covid-19 ist vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen und einem schwachen Immunsystem gefährlich. Lesen Sie hier mehr zu den Risikogruppen für eine Coronavirus-Infektion.

Koch bleibt optimistisch: „Ich habe schon einige Lungenentzündungen überstanden.“ Ende Februar sei er auf einem Kongress in Karlsruhe gewesen, an dem auch ein infizierter Mann teilgenommen hatte. Der Kongress sei vorzeitig beendet worden. Jeden Tag kämen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, um seinen Zustand zu kontrollieren.

7.01 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus steigt die Nachfrage nach medizinischen Schutzmasken. Zwar haben viele Krankenhäuser Vorräte, doch Nachbestellungen seien mitunter schwierig, wie der Sprecher der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Joachim Odenbach, in Berlin sagt.

Das St. Marien Hospital in Friesoythe im Kreis Cloppenburg hat deshalb die nahe gelegene Behindertenwerkstatt beauftragt, Mundschutzmasken für den OP-Bereich herzustellen. „Wir müssen vorsorgen für den Notfall. Die Lieferungen sind bereits verzögert“, sagt Christian Schepers vom Einkauf des Krankenhauses.

„Derzeit haben wir Aufträge für mehr als 3000 Schutzmasken,“ so Einrichtungsleiter Ludger Rohe. Zudem gebe es Anfragen von weiteren Krankenhäusern, Arztpraxen und der Feuerwehr. Er rechne mit neuen Aufträgen. „Wir können am Tag 300 bis 400 Masken nähen.“

Die Masken seien aus grau-meliertem Stoff und lassen sich über türkisfarbene Bänder am Kopf befestigen. Sie können gewaschen, sterilisiert und mehrfach verwendet werden, wie der 61-jährige Rohe sagt. Daher können sie im Gegensatz zu den üblichen Einwegmasken mehrmals verwendet werden.

Zahl der Coronavirus-Toten in China und Südkorea gestiegen

5.17 Uhr: Viele Deutsche haben sich aus Angst vor dem Coronavirus mit haltbaren Lebensmitteln und Hygieneprodukten eingedeckt. Das Nürnberger Forschungsinstitut GfK ermittelte, die Verkaufsumsätze mit Fertigsuppen seien im Lebensmitteleinzelhandel um 112 Prozent im Vergleich zur Vorwoche gestiegen.

„Solche Ausschläge haben wir sonst nirgends“, sagte GfK-Experte Robert Kecskes der Deutschen Presse-Agentur. Bei Fisch- und Obstkonserven habe der Anstieg jeweils 70 Prozent betragen, bei Teigwaren wie Nudeln 73 Prozent. Gemüsekonserven gingen gar um 80 Prozent in die Höhe. Der gesamte Lebensmitteleinzelhandel habe damit in der vorigen Woche über alle Waren ein Plus von 14 Prozent verzeichnet.

4.35 Uhr: In Südkorea ist die Zahl der Infizierten um 518 auf 6248 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte um sieben auf 42. In keinem anderen Land außerhalb Chinas wurden bisher mehr Infektionsfälle gemeldet.

Auch in China ist die Zahl der Toten gestiegen – im Vergleich zum Vortag kamen 30 Opfer hinzu. 29 Todesfälle wurden in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei registriert, wo das Virus ursprünglich in der Millionenmetropole Wuhan ausgebrochen war. Ein weiteres Opfer meldete die südchinesische Inselprovinz Hainan.

Donnerstag, 5. März: Schulen und Kindergärten bleiben in Kreis Heinsberg weiter geschlossen

21.44 Uhr: Die Schulen und Kindergärten im besonders vom Coronavirus betroffenen Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen sollen bis zum 15. März geschlossen bleiben. Das teilte Landrat Stephan Pusch am Donnerstagabend in einer Videobotschaft mit.

Die stetig steigenden Infektionszahlen im Kreis ließen keine andere Möglichkeit zu. Am Donnerstagabend lagen dort nach Angaben der Pressestelle des Kreises 195 laborbestätigte Fälle einer Infektion mit Sars-CoV-2 vor.

21.41 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Deutschland und weltweit steigt weiter. Allein in der Bundesrepublik sind inzwischen mehr als 540 Menschen infiziert. Unsere interaktive Karte zeigt den Stand:

21.09 Uhr: Der US-Kongress stellt für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus neue Finanzmittel in Höhe von 8,3 Milliarden US-Dollar bereit. Nach dem Repräsentantenhaus nahm am Donnerstag auch der Senat ein entsprechendes Nothilfegesetz mit überwältigender Mehrheit an. Das Gesetz sieht unter anderem drei Milliarden Dollar für die Entwicklung von Therapien und Impfstoffen vor. 2,2 Milliarden Dollar sollen für präventive Maßnahmen bestimmt sein. 435 Millionen Dollar sind für Hilfe im Ausland vorgesehen.

20.08 Uhr: Deutsche Infektionsforscher könnten auf der Suche nach einem Medikament gegen die Lungenerkrankung Covid-19 einen entscheidenden Schritt nach vorne gekommen sein. Nun wollen sie ein Medikament testen, das in Japan bei Entzündungen der Bauchspeicheldrüse eingesetzt wird. Lesen Sie hier, was die Forscher entdeckt haben.

Neue Fälle in Berlin – Zahl der nachgewiesenen Infektionen steigt auf 15

19.57 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird die Plenarsitzung des Europäischen Parlaments kommende Woche von Straßburg nach Brüssel verlegt. Dies bestätigten mehrere Fraktionsvorsitzende am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

19.50 Uhr: In Berlin gibt es zwei neue Corona-Fälle. Die Gesamtzahl der Infizierten steigt damit auf 15. Das hat die Gesundheitsverwaltung der rbb-Abendschau bestätigt. Nähere Angaben, ob die neuen Fälle mit den bislang bekannten Corona-Infizierten zusammenhängen, gibt es von den Behörden bislang nicht.

19.32 Uhr: Großbritannien hat seinen ersten Todesfall durch das Coronavirus gemeldet. Der Chef der Gesundheitsbehörden in England, Chris Whitty, gab den Tod des Infizierten am Donnerstag bekannt.

Der Patient, der in einem Krankenhaus in Reading westlich von London behandelt wurde, sei schon älter gewesen und habe unter Vorerkrankungen erlitten, fügte Whitty hinzu. IIn Großbritannien gibt es mittlerweile 115 Coronavirus-Fälle. Zuletzt waren in England 25 weitere Patienten positiv auf das Virus getestet worden.

18.41 Uhr: Zahlreichen Zuschauern ist beim DFB-Pokalspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Werder Bremen das mitgeführte Desinfektionsmittel abgenommen worden. Ein Sprecher des Fußball-Bundesligisten sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, die davon am Donnerstag berichtete, dass es an zwei Eingängen zur Commerzbank-Arena diese Vorfälle gegeben habe. Man prüfe, wie es zu den Beschlagnahmungen gekommen sei.

Besucher hatten zum Schutz vor dem neuartigen Coronavirus Fläschchen mit dem Sterillium zur Desinfektion der Hände dabei. Diese waren offensichtlich kleiner als die in der Stadionordnung verbotenen Behälter mit leicht entflammbaren Flüssigkeiten von mehr als einem halben Liter.

Verschiedene Besucher berichteten der „FAZ“, dass das Mittel ihnen abgenommen wurde. Den 2:0-Viertelfinal-Sieg der Eintracht am Mittwochabend verfolgten 51.000 Zuschauer.

Wegen Coronavirus: Starbucks verbietet Mitbringen eigener Kaffeebecher

18.37 Uhr: Aus Furcht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus hat die US-Kaffeehauskette Starbucks ihren Kunden untersagt, eigene Kaffeebecher mitzubringen. Trotzdem werde die umweltfreundliche Geste nach wie vor mit dem gewohnten Mini-Rabatt von zehn Cent belohnt, teilte Vize-Chefin Rossann Williams mit.

18.33 Uhr: Im Raum Stockholm hat sich die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus innerhalb von einem Tag beinahe verdoppelt. Am Donnerstag wurde das Virus nach Angaben der Region Stockholm bei weiteren 28 Personen nachgewiesen, womit die Gesamtzahl rund um die schwedische Hauptstadt auf 59 stieg. Schwedenweit gibt es damit insgesamt bislang 94 bestätigte Fälle.

Auch in Norwegen kamen am Donnerstag mindestens 30 Erkrankungen hinzu, womit die Zahl der bestätigten Fälle in dem Land auf 86 anstieg. Im kleinen Island waren es bis zum Donnerstagabend bislang 34, in Dänemark 20 und in Finnland zwölf Fälle. Insgesamt ist das Sars-CoV-2-Virus damit bei fast 250 Menschen in Skandinavien nachgewiesen worden. Todesfälle gab es hier bislang nicht.

18.31 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Toten in Italien ist um 41 auf 148 gestiegen. Insgesamt seien 3858 Menschen infiziert, erklärte der Zivilschutz am Donnerstag in Rom. Am Vorabend waren es noch knapp 3100. Auch die Zahl der Genesenen stieg an – auf 414 von 276.

Coronavirus: Infizierte in Seniorenheim in Madrid

18.16 Uhr: In einem Seniorenheim in Madrid sind elf Fälle des Coronavirus bestätigt worden. Zehn Bewohner der Residenz und eine Pflegerin seien infiziert, berichtete das spanische Fernsehen unter Berufung auf die Behörden.

In dem Heim leben Medienberichten zufolge etwa 70 ältere Menschen um die 80 Jahre. Keiner der Patienten liegt aber im Krankenhaus: Die mit dem Covid-19-Erreger infizierten Bewohner wurden in dem Gebäude selbst isoliert. Eine Pflegerin befindet sich zu Hause in Selbstisolation. Wie das Virus in die Residenz gekommen ist, war noch unklar. In Spanien insgesamt lag die Zahl der Fälle am Donnerstag bei knapp 240.

17.58 Uhr: Der Soldat der Flugbereitschaft am Militärflughafen Köln-Wahn, der mit dem Coronavirus infiziert war, hat das Koblenzer Bundeswehrzentralkrankenhaus wieder verlassen können. „Unser Soldat ist gestern Nachmittag als geheilt entlassen worden“, teilte Matthias Frank, Sprecher des Sanitätsdienstes der Bundeswehr in Koblenz mit.

Der Soldat wohnt in Gangelt im Kreis Heinsberg. Dort soll er sich im Karneval mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt haben.Der 41-Jährige gehört nach früheren Angaben zur Flugbereitschaft am Militärflughafen Köln-Wahn, aber nicht zum fliegenden Personal. Seit Mittwoch vergangener Woche war er im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt worden.

17.41 Uhr: Zu viele Länder der Welt sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch nicht angemessen auf eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus vorbereitet. „Wir sind besorgt, dass manche Länder dies entweder nicht ernst genug nehmen oder entschieden haben, dass sie eh nichts tun können“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag in Genf.

„Wir sind besorgt, dass der Umfang des politischen Engagements und die dafür nötigen Maßnahmen dem Umfang der Bedrohung, der wir uns alle gegenübersehen, nicht entsprechen.“ Die Regierungen müssten geschlossen und mit allen Ministerien hinter dem Kampf gegen das Virus stehen, verlangte Tedros.

Die WHO verspricht zusammen mit der Weltbank allen Ländern Unterstützung bei den Vorbereitungen. Wie tödlich das Virus letztendlich sei, hänge auch davon ab, wie gut die Länder vorbereitet seien, Infektionen zu erkennen, Patienten zu isolieren und Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Coronavirus: NDR-Moderator in Zwangspause

17.39 Uhr: Die italienische Regierung verschiebt ein wichtiges Verfassungsreferendum wegen des Coronavirus-Ausbruchs und kündigt mehr Mittel für den Umgang mit der Krise an. Das Referendum sollte am 29. März stattfinden, dabei geht es um die Reduzierung der Zahl der Parlamentarier. Einen neuen Termin nannte Regierungschef Giuseppe Conte am Donnerstag nicht.

Derweil will Rom die Mittel für ein geplantes Maßnahmenpaket zur Milderung der wirtschaftlichen Auswirkungen auf 7,5 Milliarden Euro verdoppeln. Das Geld soll den nationalen Gesundheitsdienst, die Polizei und den Zivilschutz unterstützen, sagte Finanzminister Roberto Gualtieri. Auch Hilfen für Unternehmen und Arbeitnehmer sollen darin enthalten sein. „Das Ziel ist, dass niemand seinen Job wegen des Coronavirus verliert“, sagte Gualtieri.

17.34 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infizierten ist in Nordrhein-Westfalen deutlich gestiegen und zwar auf 302 Fälle.

17.28 Uhr: NDR-Moderator Carlo von Tiedemann (76) hat mit Blick auf das Coronavirus vorsorglich eine 14-tägige Zwangspause verordnet bekommen. Von Tiedemann war kürzlich aus einem mehrtägigen Familienurlaub in Italien zurückgekommen.

„Es handelt sich bei dieser „Urlaubsverlängerung“ um eine reine Vorsichtsmaßnahme“, sagte ein Sprecher des Norddeutschen Rundfunks (NDR). Die Sendungen des Radio-Moderators sollen in der kommenden Woche von Kolleginnen und Kollegen übernommen werden.

Wegen Coronavirus: Nürnberg für Absage des Länderspiels am 31. März

16.34 Uhr: In den Niederlanden hat sich die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Fälle innerhalb eines Tages mehr als verdoppelt. Sie liegt jetzt bei 82, wie Gesundheitsminister Bruno Bruins in Den Haag mitteilte. Am Vortag waren es noch 38 Infizierte. Es gebe aber keinen Anlass für besondere Maßnahmen, sagte der Minister.

16.03 Uhr: Die Stadt Nürnberg macht sich wegen der Ausbreitung des Coronavirus für eine Absage des Länderspiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am 31. März gegen Italien stark. „Nach heutigen Erkenntnissen wird sich die Stadt Nürnberg für eine Absage des Länderspiels einsetzen. Es werden viele Fans auch aus den Risikogebieten Norditaliens erwartet“, sagte Umwelt- und Gesundheitsreferent Peter Pluschke bei einer Pressekonferenz.

Ob die Begegnung wirklich abgesagt wird, soll im Laufe der kommenden Woche in enger Absprache mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Stadionbetreibergesellschaft entschieden werden.

15.54 Uhr: In Frankreich ist die Zahl der Toten durch das Coronavirus auf sechs gestiegen. Zwei weitere Menschen starben an den Folgen der Krankheit, wie das Gesundheitsministerium in Paris mitteilte. Zugleich bestätigten das Ministerium 92 neue Infektionsfälle.

Frankreich ist nach Italien und vor Deutschland das Land mit den meisten bestätigten Coronavirus-Infektionen in der EU.

Coronavirus-Test für 70 Schüler aus Potsdam nach Südtirol-Reise

15.32 Uhr: Die Schülergruppe aus Potsdam, die derzeit auf einer Skifreizeit in Südtirol ist, soll in Deutschland vorsorglich auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet werden. Insgesamt 87 Menschen, darunter 70 Schüler von 3 Schulen, sollten am Samstag am Gesundheitsamt Potsdam empfangen werden, kündigte Amtsleiterin Kristina Böhm am Donnerstag an.

„Alle Kinder, die Lehrer und auch die Busfahrer werden einen Abstrich bekommen auf das Coronavirus.“ Eine Handvoll Schüler habe Infektsymptome gezeigt, einige davon aber schon vor Abreise, sagte die Amtsleiterin.

Es gebe bisher keinen Verdacht, da die Region laut Robert Koch-Institut kein Risikogebiet sei, aber wegen der Verunsicherung von Eltern und Bevölkerung werde getestet. Alle Mitfahrer sollen danach in häusliche Isolation kommen, bis die Testergebnisse vorlägen, also 24 bis 48 Stunden. Sei auch nur ein Test positiv, blieben alle bis zum 21. März in Quarantäne.

15.24 Uhr: Wegen der scharfen Einreiseverbote im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat der Lufthansa-Konzern nun auch seine Flüge nach Israel gestrichen. Ab Sonntag (8. März) sind alle Verbindungen nach Tel Aviv und Eilat bis zum Auslaufen des Winterflugplans am 28. März abgesagt, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Auch das chinesische Festland und Iran werden derzeit nicht von den Konzern-Fluggesellschaften angeflogen.

Wegen Coronavirus: 300 Millionen Kinder gehen weltweit nicht zur Schule

15.12 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus besuchen derzeit rund 300 Millionen Kinder weltweit nicht die Schule. Nach der Schließung aller Schulen und Universitäten in Italien weitete am Donnerstag auch der Iran das Unterrichtsverbot auf alle Schulen und Hochschulen aus. Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Stefanie Hubig, sieht dafür in Deutschland derzeit keine Notwendigkeit.

14.32 Uhr: Bei 21 Teilnehmern einer griechischen Reisegruppe ist das Coronavirus nachgewiesen worden. Die insgesamt mehr als 50 Touristen waren nach Israel und Ägypten gereist. Nach ihrer Heimkehr nach Griechenland war am Mittwoch zunächst bei einem 66 Jahre alten Mann im Krankenhaus Covid-19 festgestellt worden. Anfang der Woche lag die Zahl der mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten in Griechenland noch unter zehn.

„Wir erwarten in den kommenden Woche einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen“, sagte der Virologe Sotiris Tsiodras im griechischen Fernsehen. Es werde davon ausgegangen, dass die Reisenden seit ihrer Rückkehr mehr alsmit anderen Menschen gehabt hätten.

Coronavirus: Mehrere neue Fälle in Berlin

14.20 Uhr: Die Berliner Senatsgesundheitsverwaltung hat Details zu den weiteren Erkrankten bekannt gegeben. Demnach bestätigte sie den zehnten, elften und zwölften Fall in Berlin offiziell. Den 13. Fall erwähnte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) zuvor im Abgeordnetenhaus. Die Zahl werde noch weiter steigen, betonte sie.

Der zehnte Fall ist den Angaben zufolge eine Schülerin aus Friedrichshain-Kreuzberg. Sie hatte Kontakt zu einem Lehrer aus Marzahn-Hellersdorf, der in Italien war und im Krankenhaus liegt. Er wurde als zweiter Fall in Berlin gemeldet.

Der elfte Fall ist ein Mann aus Friedrichshain-Kreuzberg, der in Verbindung steht zu dem ersten in Berlin bekannt gewordenen Fall. Der zwölfte Fall ist ein Mann in Reinickendorf. Über den 13. Fall ist noch nichts bekannt.

14.09 Uhr: Das Ölkartell Opec will angesichts der Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft eine deutliche Verringerung der aktuellen Rohölförderung erreichen. Die Opec forderte am Donnerstag laut einer Mitteilung eine Förderkürzung um 1,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl pro Tag für das zweite Quartal. Eine Million Barrel sollen dabei die 14 Opec-Staaten einsparen, 500.000 Barrel die zehn Kooperationspartner, darunter Russland. Die Kürzung entspräche insgesamt rund 1,5 Prozent der weltweiten Ölproduktion. Ob Russland dem zustimmt, ist fraglich. Am Freitag beraten die Opec-Staaten mit ihren Kooperationspartnern über den Vorschlag.

Wegen Coronavirus’: Condor streicht Umbuchungsgebühren bei Flügen

13.48 Uhr: Auch von der Alfred-Nobel-Schule in Potsdam sind Schüler auf der Ski-Klassenfahrt in Südtirol. Mit Jugendlicher zweier anderer Potsdamer Schulen befinden sie sich in einem Hotel. Einige mitgereiste Schüler sollen nach der Ankunft in Deutschland auf das Coronavirus getestet werden, hieß es heute Mittag.

Die Alfred-Nobel-Schule teilte jetzt jedoch mit, dass ihre 12 Schüler und drei Lehrer nicht betroffen seien. Fünf Schüler hätten nach der Ankunft Erkältungssymptome gezeigt. Bis auf zwei seien jetzt aber wieder alle beim Skikurs. Laut der Mitteilung gebe es keinen begründeten Verdachtsfall. Nach der Rückkehr sollen daher die Schüler und Lehrer der Alfred-Nobel-Schule nicht automatisch getestet werden. Das Gesundheitsamt der Stadt und die Schulleitungen wollten sich am Nachmittag zur Beratung treffen.

13.40 Uhr: In Hamburg gibt es drei neue Fälle von Covid-19-Erkrankungen. Die Infektionen seien in der Nacht zum Donnerstag bestätigt worden, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Die drei Betroffenen befänden sich in Isolation, hieß es. Die Gesundheitsämter ermittelten die Kontaktpersonen der Infizierten.

13.39 Uhr: Condor streicht ab sofort die Umbuchungsgebühren. Das gelte für alle Neubuchungen zu allen Zielen und in allen Klassen bis 20. März, teilte die Fluggesellschaft am Donnerstag mit. Ausgenommen sind allerdings Tickets des Economy-Light-Tarifs.

In der Economy-Klasse müssen Flugreisende in der Regel eine Gebühr zahlen, wenn sie ihren Flug umbuchen möchten. Viele Urlauber sind wegen Covid-19 derzeit verunsichert und warten mit Reisebuchungen ab. Aus diesem Grund bieten auch immer mehr Reiseveranstalter kulante Stornierungs- und Umbuchungsoptionen an.

Coronavirus – mindestens 270 Infizierte in Nordrhein-Westfalen

13.35 Uhr: Irans Gesundheitsminister hat angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus die Bevölkerung aufgefordert, weniger mit Bargeld zu bezahlen. „Besonders Bargeld sollte vermieden werden, da auch Banknoten und Münzen eine Gefahr sein könnten“, sagte Saeid Namaki in Teheran.

Um die Verbreitung der Erkrankung Covid-19 einzudämmen, werden auf Anweisung des Gesundheitsministeriums auch öffentliche Verkehrsmittel, Straßenschilder sowie die Eingänge der Behörden regelmäßig desinfiziert. Außerdem werden an Eingängen von größeren Einkaufspassagen Fieber-Tests bei Kunden vorgenommen. Die gleichen Tests sollen nun auch auf einigen Landstraßen gemacht werden, damit Infizierte nicht in andere Provinzen einreisen können.

12.53 Uhr: In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Infizierten wieder stark gestiegen – auf mindestens 270 Fälle. Das ging am Donnerstag aus Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums und des Kreises Heinsberg hervor. Das Ministerium teilte am Donnerstagvormittag insgesamt 230 Fälle für das bevölkerungsreichste Bundesland mit. Davon seien 151 Fälle im Kreis Heinsberg registriert.

Der Kreis machte aber deutlich, dass diese Zahl mit Stand 11 Uhr schon überholt war: Nach dem Eingang eines „Schwungs“ neuer Untersuchungsergebnisse sei die Zahl auf 195 gestiegen, sagte eine Sprecherin. Am Vorabend hatte das NRW-Gesundheitsministerium die Zahl der landesweiten Infektionen mit 172 angegeben.

In Aachen stiegen die nachgewiesenen Infektionen leicht auf 33 Fälle. Stadt und Region sind damit landesweit am zweitstärksten betroffen. Da aber die ersten Testergebnisse des gestern gestarteten Untersuchungszentrums erwartet werden, sei mit einer weiteren Zunahme zu rechnen, teilte die Stadt Aachen mit.

55 Kinder aus Osnabrück sollen vorbeugend aus Skifreizeit zurückgeholt werden

12.41 Uhr: Zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus hat die Stadt Osnabrück vorbeugend 55 Kinder aus einer Skifreizeit in Südtirol zurückgeholt. Am Donnerstag habe sich ein Konvoi aus mehreren Bussen und Feuerwehrfahrzeugen mit zwei Ärzten, Rettungsassistenten, Fahrern und zwei Eltern auf den Weg nach Südtirol gemacht, teilte die Stadt mit.

Ein Kind der Gruppe der Gesamtschule Eversburg habe zunächst Fieber bekommen und sei vom Vater vorzeitig abgeholt worden. Inzwischen seien weitere zwei Kinder erkrankt. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Kinder sich mit dem Coronavirus infiziert hätten.

„Die schnellstmögliche Rückholung der Kinder ist aus medizinischer Sicht alternativlos“, sagte der Leiter des Gesundheitsdienstes, Gerhard Bojara. Der Konvoi soll sofort wieder zurückfahren und wird am Freitag wieder in Osnabrück erwartet. Gesunde und erkrankte Kinder sollen bei der Fahrt auf zwei Busse verteilt werden, um die Ansteckungsgefahr zu verringern.

12.38 Uhr: Nachdem Italien am Mittwoch bereits angekündigt hatte, dass alle Schulen und Universitäten vorerst geschlossen bleiben werden, geht auch der Iran diesen Schritt. Die Vorsichtsmaßnahme gelte nun für alle Schulen und Hochschulen im Land bis zum Ende des iranischen Jahres am 19. März, sagte Gesundheitsminister Said Namaki am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Teheran.

Am 19. März beginnen im Iran Neujahrsferien, die bis zum 3. April dauern. Die Universitäten des Landes ebenso wie die Schulen in mehreren Provinzen sind bereits seit knapp zwei Wochen geschlossen. Die Zahl der Infizierten ist im Iran auf 3513 gestiegen – das sind 591 Fälle mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesopfer stieg den Angaben zufolge um 15 auf 107.

14 deutsche Schüler und eine Lehrkraft auf Südtirol-Reise mit Symptomen

12.03 Uhr: Mindestens 14 Schüler und eine Lehrkraft aus Potsdam, die sich auf einer Skireise in Südtirol befinden, sollen auf das Coronavirus getestet werden. Die Gruppe von insgesamt mehr als 50 Schülern von verschiedenen Schulen befindet sich noch in Südtirol und soll nach Angaben der Stadt vom Donnerstag am Wochenende zurückkehren.

Die 14 kranken Schüler litten an Erkältungssymptomen und einige auch an Fieber. Das Gesundheitsamt der Stadt und die Schulleitungen wollten sich am Donnerstag treffen um zu beraten, wo die Jugendlichen getestet werden und wie mit ihnen verfahren werden soll, wie eine Sprecherin sagte. Zunächst hatten die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ (Donnerstag) berichtet. Die Gruppe war am vergangenen Wochenende zu der Reise aufgebrochen.

12.02 Uhr: In Betlehem wird die Geburtskirche wegen Coronavirus-Verdachtsfällen vorsorglich geschlossen. Die Entscheidung sei wegen Verdachtsfällen in der Region im Westjordanland getroffen worden, teilte ein Kirchenvertreter am Donnerstag mit. „Sicherheit geht vor“, betonte er.

Am Donnerstagmorgen war die Kirche, die als Geburtsort von Jesus Christus gilt, allerdings noch geöffnet, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

11.39 Uhr: Entwarnung für Jörg Kachelmann – Der Meteorologe und Moderator hat auf seinem Twitterprofil verkündet, dass er sich nicht mit dem Coronavirus infiziert hat. Gestern hatte Kachelmann bekannt gegeben, dass er aufgrund von Krankheit die Aufzeichnungen für die MDR-Sendung „Riverboat“ absagen musste und sich auf das neuartige Virus hat testen lassen.

11.36 Uhr: Viele Menschen sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus besorgt. Über Deutschland rollt derzeit aber auch die Grippewelle hinweg – bisher gibt es knapp 13.300 Erkrankte und bereits 130 Tote.

Zahl der Infizierten in Berlin auf 13 gestiegen

11.35 Uhr: In Berlin ist die Zahl der Infizierten auf 13 gestiegen. Das sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. „Wir müssen davon ausgehen, dass wir noch weitere Fälle haben werden“, sagte Kalayci.

Das Tempo der Ausbreitung könne aber niemand vorhersagen. „Auf eines sollten wir uns einstellen, dass das Thema Coronavirus uns einige Jahre beschäftigen könnte“, sagte die Gesundheitssenatorin bei der Plenarsitzung.

Neue Fälle wurden auch aus Schleswig-Holstein und Hessen gemeldet. Im Norden stieg die Zahl der Infizierten auf sechs, in Hessen auf 13.

11.25 Uhr: In Israel befinden sich derzeit rund 100.000 Menschen in Heimquarantäne. Der Staat hatte gestern die Verschärfung der Einreisebestimmungen angekündigt. Reisende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Spanien dürfen nach einer Entscheidung des Gesundheitsministeriums nicht mehr einreisen – es sei denn, sie können glaubhaft versichern, dass sie eine zweiwöchige häusliche Quarantäne einhalten können.

Davon nicht betroffen sind Personen, die mit Transitflügen über diese fünf Länder nach Israel kommen. Die Auflagen gelten von Freitag um 07.00 Uhr (MEZ) an. Touristen, die sich bereits im Land aufhalten, können ihre Reise fortsetzen, solange sie keine Krankheitssymptome aufweisen.

Polnischer Coronavirus-Patient war zuvor im Kreis Heinsberg

10.36 Uhr: Der erste polnische Coronavirus-Patient hat sich zuvor längere Zeit im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen aufgehalten. „Der Mann hat uns in einem Gespräch erklärt, dass er etwa zwei Wochen während der Karnevalssaison dort war“, sagte die Sprecherin der Universitätsklinik in Ziolona Gora am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Warschau.

10.28 Uhr: Das Beatles-Festival „Come Together - The Hamburg Beatles Experiment“ in Hamburg ist wegen des Coronavirus abgesagt worden. „Es wäre grob fahrlässig, die Gefahr einer fortschreitenden Pandemie zu ignorieren“, sagte der Veranstalter laut Mitteilung. Zudem sei unklar, welche Auflagen bei welcher Gefahrenlage von den Gesundheitsämtern eingefordert werden würden.

Das dreitägige Festival sollte vom 27. bis zum 29. März mit Konzerten von etwa 40 Künstlern in rund 20 Clubs auf St. Pauli stattfinden. Eine komplette Absage müssen Beatles-Fans indes zunächst nicht fürchten. „Wir sind sehr bemüht, zeitnah einen neuen Termin zu finden“, hieß es weiter. Vor 60 Jahren haben die berühmten Liverpooler in Hamburg ihre Weltkarriere gestartet.

Erster Todesfall durch Covid-19 in der Schweiz

10.23 Uhr: In der Schweiz ist erstmals ein mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben. Das teilte die Polizei im Kanton Waadt am Donnerstag mit. Der 74-jährige Mann sei ein Risikopatient gewesen, weil er Vorerkrankungen hatte. Er wurde seit dem 3. März im Krankenhaus in Lausanne am Genfersee behandelt.

Schweizweit gehen die Behörden inzwischen von mehreren Dutzend Infektionen aus. Rund 60 wurden bereits von einem Referenzlabor in einem zweiten Test definitiv bestätigt. Bei weiteren etwa 40 Menschen wurden das Virus in einem ersten Test nachgewiesen.

10.18 Uhr: In Österreich ist die Zahl der mit dem neuen Coronavirus Infizierten auf 37 gestiegen. Das bedeute ein Plus von acht Fällen gegenüber Mittwoch, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Unterdessen konnten die ersten beiden österreichischen Coronavirus-Patienten die Innsbrucker Universitätsklinik nach zehn Tagen gesund wieder verlassen.

10.04 Uhr: Das Robert-Koch-Institut hat am Donnerstagvormittag die neuen Fallzahlen bekanntgegeben. Insgesamt gibt es 349 bestätigte Coronavirus-Fälle in Deutschland. Rund 175 davon sind allein in Nordrhein-Westfalen gemeldet worden.

Coronavirus: Erste Infektion in Ungarn festgestellt

9.22 Uhr: In Ungarn wurden erstmals Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt. Infiziert sind zwei Studenten aus dem Iran, wie das ungarische Gesundheitsamt mitteilte. Wahrscheinlich hätten sich die beiden im Iran infiziert, erklärte die Behörde weiter. Sie wurden in ein Budapester Krankenhaus gebracht. Einer der beiden Patienten studiert den Angaben zufolge in Budapest, der andere in der westungarischen Stadt Györ.

9.03 Uhr: Die Zahl der in Nordrhein-Westfalen nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus ist bis zum Mittwochabend auf 172 gestiegen. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Donnerstagmorgen mit.

Die Zahlen stiegen wohl weiter, da Ergebnisse zahlreicher Teste eingingen, sagte ein Sprecher. Mittwochnachmittag waren 129 Fälle bekannt, am Vortag 101. Bei insgesamt vier Patienten gab es schwere Krankheitsverläufe. Der weiterhin besonders betroffene Kreis Heinsberg hatte am Mittwochabend 134 nachgewiesene Infektionen gemeldet.

Tausende Menschen sitzen wegen Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff fest

8.21 Uhr: Vor der Küste Kaliforniens sitzen Tausende Menschen auf einem Kreuzfahrtschiff fest. Mehrere Passagiere und Crewmitglieder hatten zuvor Symptome der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19 gezeigt.

An Bord der „Grand Princess“, die auf dem Weg von Hawaii nach San Francisco war, sei vorher ein 71-jähriger Mann gewesen, der wenig später an den Folgen der Krankheit gestorben war. Das bestätigte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom der Nachrichtenagentur AFP.

Derzeit befinden sich nach Angaben von Newson rund 2500 Passagiere und 1150 Crewmitglieder an Bord des Kreuzfahrtschiffes, das zum gleichen Unternehmen wie die im Februar vor Japans Küste unter Quarantäne gestellten „Diamond Princess“ gehört.

Rezessionsgefahr steigt in Deutschlands wegen des Coronavirus

8.04 Uhr: Im niedersächsischen Stade ist ein Lehrer eines Gymnasiums positiv auf das Coronavirus getestet worden. Einen Unterrichtsausfall am Vincent-Lübeck-Gymnasium halte das Gesundheitsamt des Landkreises allerdings nicht für nötig, teilte der Landkreis in der Nacht zum Donnerstag mit. In Niedersachsen steigt die Zahl der Infizierten damit auf elf.

Mit der Entscheidung, den Unterricht nicht ausfallen zu lassen, berufen sich Mediziner und Landkreis nach eigenen Angaben auf die Richtlinien des Robert Koch-Instituts, wonach eine Ansteckungsgefahr ab zwei Tage vor den ersten Symptomen bestehe. Der Lehrer sei zuletzt am vergangenen Freitag in der Schule gewesen und hatte am Montag grippeähnliche Symptome gezeigt.

Daher gingen die Mediziner nicht von einer Ansteckung von Schülern oder Lehrern in der vergangenen Woche aus. Laut Landkreis Stade habe die Schulleitung den Eltern der jüngeren Schüler und den Schülern der oberen Jahrgangsstufen freigestellt, ob sie zum Unterricht kommen wollen.

6.52 Uhr: Die Industrie sieht die Gefahr einer Rezession in Deutschland angesichts massiver Folgen für die Wirtschaft durch das neuartige Coronavirus erheblich gestiegen. „Das wirtschaftliche Wachstum droht fast zum Erliegen zu kommen“, heißt es im neuen Quartalsbericht des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Dieser liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Komme es nicht zu einer wirtschaftlichen Normalisierung in den von der Corona-Epidemie betroffenen Ländern im zweiten Quartal, erwartet der BDI für Deutschland für das Gesamtjahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung.

Es wäre die erste Rezession der lange Jahre von Wachstum verwöhnten deutschen Wirtschaft seit 2009. Damals waren alle wichtigen Volkswirtschaften in der Folge der globalen Finanzkrise massiv eingebrochen.

Coronavirus: Linken-Fraktionschef fordert Steuerentlastung für kleine und mittlere Einkommen

5.31 Uhr: Zur Stärkung der Wirtschaft in der Corona-Krise fordert Linksfraktionschef Dietmar Bartsch die Bundesregierung auf, beim Koalitionsgipfel am kommenden Sonntag eine schnelle Steuerentlastung für Arbeitnehmer anzuschieben. Dazu sollte der steuerliche Grundfreibetrag, der 2020 bei 9408 Euro liegt, „auf deutlich über 10.000 Euro“ angehoben werden, sagte Bartsch unserer Redaktion. Der Grundfreibetrag steht jedem Steuerzahler zu und sichert das Existenzminimum. Bis zu dieser Grenze müssen keine Steuern gezahlt werden.

Daneben sollte es Konjunkturhilfen für die Wirtschaft sowie dank Milliardenüberschüssen mehr Investitionen des Bundes geben, um die durch die weltweite Corona-Ausbreitung erwartete Wirtschaftsflaute abzubremsen. „Höhere Investitionen und Entlastungen können die Konjunktur in dieser Phase stützen und die Binnennachfrage stärken. Beides wäre auch ohne Corona sinnvoll“, sagte Bartsch. Er erwarte, dass Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) zügig ein Konjunkturpaket auf den Tisch legten. An diesem Sonntag kommen die Koalitionsspitzen im Kanzleramt zusammen.

4.45 Uhr: Die Zahl der Sars-CoV-2-Infektionen in Südkorea steigt unvermindert an. Seit Mittwoch seien 438 Fälle hinzugekommen, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit. Damit sei die Gesamtzahl auf bisher 5766 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte demnach seit dem Vortag um drei auf 35.

3.39 Uhr: 31 weitere Menschen sind in China der Lungenkrankheit Covid-19 sind zum Opfer gefallen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Donnerstag mitteilte, wurden alle neuen Opfer in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei registriert, wo das neuartige Coronavirus ursprünglich in der Millionenmetropole Wuhan ausgebrochen war. Zudem kamen 139 neu bestätigte Infektionen mit dem Erreger hinzu. Mehr als 3000 Menschen sind auf dem chinesischen Festland bislang an dem Virus gestorben. Von insgesamt 80.409 Infizierten wurden nach offiziellen Angaben bislang 52.045 geheilt.

Kalifornien ruft Notstand wegen Coronavirus aus

2.58 Uhr: Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat am Donnerstag wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand ausgerufen. Seine Entscheidung erfolgte nur wenige Stunden nach Bekanntwerden des ersten Todesfalls in dem Westküsten-Staat. „Mit 53 positiv getesteten Fällen ist dieses (Virus) nicht mehr nur in einem Teil unseres Staates isoliert“, sagte Newsom.

Per Notstandserklärung können im Ernstfall rasch Gelder und andere Hilfsmittel mobilisiert werden. In Kalifornien wird bei Naturkatastrophen wie Waldbränden oder Erdbeben oft der Notstand ausgerufen, um Soforthilfe besser zu koordinieren.

US-Kongress einigt sich auf Milliardenpaket gegen Coronavirus

0.51 Uhr: 8,3 Milliarden Dollar (7,5 Milliarden Euro) will der US-Kongress für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus bereitstellen. Republikaner und Demokraten vereinbarten, Notfallmaßnahmen gegen die Epidemie zu finanzieren, wie die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Mit den Geldern sollten koordinierte und umfassende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Erregers ermöglicht werden, erklärte die Demokratin.

In den USA haben sich inzwischen mehr als 130 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Elf Patienten erlagen bislang der von dem Erreger verursachten Lungenkrankheit Covid-19. Alle bisherigen Corona-Todesfälle in den USA traten an der Westküste auf. Zehn Patienten starben im Bundesstaat Washington. Einen ersten Todesfall gab es zuletzt in Kalifornien, wie Gouverneur Gavin Newsom mitteilte.

Mittwoch, 4. März: Coronavirus – Jörg Kachelmann muss MDR-Sendung absagen

21.51 Uhr: Die durch die Coronavirus-Epidemie ausgelöste Verlangsamung der industriellen Produktion in China wird nach Angaben der Vereinten Nationen in den kommenden Monaten zu einem Einbruch der weltweiten Exporterlöse führen. Diese könnten sich in den kommenden Monaten um insgesamt rund 50 Milliarden Dollar (rund 44,8 Milliarden Euro) verringern, heißt es in einem am Mittwoch in Genf vorgestellten Bericht der UN-Welthandels- und Entwicklungskonferenz (Unctad). Am stärksten werde es die EU, USA und Japan treffen.

18.19 Uhr: Italien schließt wegen der Verbreitung des neuartigen Coronavirus die Schulen im ganzen Land. Sie sollen von Donnerstag bis 15. März geschlossen bleiben, bestätigte Schulministerin Lucia Azzolina am Mittwoch.

18.16 Uhr: „No Time To Die“, der neue James-Bond-Film, soll nicht wie geplant im April, sondern erst im November 2020 in die Kinos kommen. Die Produzenten von MGM, Universal und Bond, Michael G. Wilson und Barbara Broccoli hätten sich n„nach sorgfältiger Überlegung und gründlicher Bewertung des weltweiten Kinomarktes“ zu diesem Schritt entschieden, heißt es auf dem Twitter-Profil der Kult-Filmreihe.

Ob es einen direkten Zusammenhang mit dem weltweiten Ausbruch des neuen Coronavirus gibt, blieb nach der Mitteilung zunächst unklar. Wegen des Coronavirus war zuvor schon die gesamte Werbetour in China abgesagt worden. Anfang der Woche hatten die Autoren des einflussreichen James-Bond-Blogs eine Verschiebung des Kinostarts gefordert.

18.13 Uhr: In Italien ist die Zahl der Toten auf über 100 gestiegen. Es gebe 107 bestätigte Todesopfer, teilte der italienische Zivilschutz am Mittwoch mit. Mehr als 3000 Menschen seien landesweit an dem Virus erkrankt.

17.58 Uhr: Die israelische Fluggesellschaft El Al plant, 1000 Mitarbeiter zu entlassen. Grund dafür ist der Ausbruch des Coronavirus. „Das Coronavirus hat einen deutlichen Rückgang der Aktivitäten von El Al und der Nachfrage nach Flügen bewirkt“, hieß es in einer Mitteilung der Fluggesellschaft.

Außerdem solle das Gehalt von Führungsmitgliedern um 20 Prozent gekürzt werden. Dies gelte seit dem 1. März. Es werde bis auf Weiteres keine Neueinstellungen geben. Der Zeitung „Times of Israel“ zufolge hat El Al 6300 Mitarbeiter, davon 3600 Festangestellte. Nach Angaben des Sprechers sind von den Entlassungen sowohl Festangestellte als auch Zeitarbeiter betroffen.

Mindestens zwei EU-Mitarbeiter mit Coronavirus infiziert

17.04 Uhr: Mindestens zwei EU-Mitarbeiter haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Beim ersten Fall handele es sich um einen Mitarbeiter der Europäischen Verteidigungsagentur (EDA) in Brüssel, der am 23. Februar von einer Italien-Reise zurückgekommen sei, teilte eine EDA-Sprecherin.

Ein zweiter Mann, der für den Sicherheitsdienst des Europäischen Rates tätig sei, habe sich vermutlich bei dem EDA-Beamten angesteckt, erklärten EU-Vertreter. „Alle erforderlichen Maßnahmen“ seien ergriffen worden, „um die Übertragungsrisiken zu begrenzen“. Der Rat plane bislang nicht, anstehende Veranstaltungen wie den EU-Gipfel am 26. März abzusagen.

17.00 Uhr: In Berlin ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen leicht gestiegen. Am Mittwoch kamen zu den sechs bekannten Fällen zwei weitere hinzu, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit mit. Sie stehen im Zusammenhang mit dem ersten Patienten. Zwei Frauen aus Friedrichshain-Kreuzberg haben beide mit dem 22-Jährigen in einem Großraumbüro zusammengearbeitet.

16.52 Uhr: Meteorologe und Moderator Jörg Kachelmann hat am Mittwoch Aufzeichnungen für die MDR-Sendung „Riverboat“ absagt. Wie er auf Twitter verkündete, sei er auf das Coronavirus getestet worden und warte derzeit auf das Ergebnis.

Eine Sprecherin des MDR bestätigte, dass der Schweizer Moderator erkrankt ist und daher die Sendungen am 6. und 13. März nicht moderieren kann. Ob ein Verdacht auf Coronavirus besteht, konnte die Sprecherin nicht sagen. Axel Bulthaupt werde Kachelmann in den beiden Sendungen vertreten, schrieb der Sender auf Twitter. Kachelmann moderiert die MDR-Talkshow gemeinsam mit Kim Fisher.

Italienische Regierung will Schulen und Universitäten schließen

15.56 Uhr: Israel hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus neue Einreisebestimmungen verhängt. Wie Regierungschef Benjamin Netanjahu am Mittwoch mitteilte, müsse sich jeder israelische Rückkehrer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Spanien für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben.

Der Gesundheitsminister Jakov Litzman sagte, man werde Versammlungen mit mehr als 5000 Teilnehmern verbieten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus mittlerweile bei 15 Personen in Israel nachgewiesen. Tausende Israelis befinden sich nach offiziellen Angaben in häuslicher Quarantäne. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst.

14.37 Uhr: Die italienische Regierung plant die sofortige Schließung aller Schulen und Universitäten in ganz Italien bis Mitte März. Die Entscheidung dazu ist nach Aussagen der italienischen Schulministerin jedoch noch nicht gefallen. „Bisher gibt es keine Schließungen“, sagte Lucia Azzolina laut Angaben der Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos. Eine Entscheidung solle erst in den kommenden Stunden fallen. Zuvor hatte unter anderem die Zeitung „La Repubblica“ berichtet, die Schließung sei beschlossen. Gestern wurde bereits beschlossen, dass alle Sportveranstaltungen für einen Monat ausgesetzt werden sollen.

Lesen Sie hier: Diese Karte zeigt die Coronavirus-Risikogebiete

Jens Spahn über Coronavirus: „Höhepunkt ist noch nicht erreicht“

13.06 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn hat am Mittwoch eine Regierungserklärung zur aktuellen Lage abgegeben. Er sagte, dass sich die Situation geändert habe, seitdem das Coronavirus auch in Europa und Deutschland angekommen ist: „In Deutschland hat eine Epidemie begonnen.“

Das Ziel sei es, die Ausbreitung zu verlangsamen und einzudämmen. Es gelte aber auch, die richtige Balance zu finden zwischen notwendigen Einschränkungen und dem Alltag der Bürger. Spahn sagt auch, dass der Höhepunkt der Epidemie noch nicht erreicht und eine abschließende Bewertung des Virus noch nicht möglich sei. Der Großteil der Infektionen verlaufe jedoch symptomfrei bis milde.

Trotzdem zeigte Spahn ein mögliches Szenario auf, das eintreten könnte, sollte sich das Coronavirus weiter ausbreiten. Demnach würden alle Kapazitäten auf Patienten mit schwereren Verläufen konzentriert werden, Infizierte mit keinen bis leichten Symptomen würden sich zu Hause auskurieren müssen.

Der Gesundheitsminister lobt den größtenteils „besonnenen“ Umgang der deutschen Bürger, bezeichnet die die aktuelle Lage jedoch auch als „Herausforderung“ für die Gesellschaft. Die Folgen von Angst können größer sein als die des Virus selbst, so Spahn. Einen besonderen Dank richtete er auch an Ärzte und medizinisches Personal.

Zum Abschluss wies Spahn nochmals auf Präventionsmaßnahmen hin, die bei der Eindämmung des Coronavirus helfen sollen – Hände waschen, in die Armbeuge oder ein Taschentuch husten, bei Verdacht den Hausarzt anrufen und nicht einfach in die Praxis gehen. „Das ist nicht banal, das ist wichtig“, so der Gesundheitsminister.

12.41 Uhr: Die offizielle Zahl der Coronavirus-Toten und -Infizierten im Iran ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums erneut gestiegen. Die Zahl der Toten habe sich innerhalb von 24 Stunden von 77 auf 92 erhöht, sagte Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur in Teheran.

Insgesamt sind laut Dschahanpur 2922 Menschen – 586 mehr als am Vortag – positiv auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gleichzeitig seien 552 Patienten geheilt und aus den Krankenhäusern entlassen worden, so der Sprecher.

12.30 Uhr: Unbekannte haben offenbar aus Angst vor dem Coronavirus bis zu 200 Liter Hände-Desinfektionsmittel aus dem Lübecker Universitätsklinikum (UKSH) gestohlen. Die Mittel wurden in der vergangenen Woche aus verschiedenen Bereichen des Klinikums entwendet, wie UKSH-Sprecher Oliver Grieve am Mittwoch sagte. Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass es sich bei den Tätern um eigene Mitarbeiter handele. Zuvor hatte der NDR darüber berichtet.

Coronavirus-Verdachtsfall: ICE in Frankfurt gestoppt

12.03 Uhr: Wegen eines Coronavirus-Verdachtsfalls ist in Frankfurt ein ICE gestoppt worden. Das teilte die Bundespolizeiinspektion mit. Am Vormittag sei die Meldung eingegangen, „dass sich in einem ICE aus Kiel eine männliche Person mit Verdacht auf den Coronavirus befinden würde“, hieß es in der Mitteilung. Der Zug war unterwegs nach Stuttgart, an Bord seien 300 Reisende.

„Da der ICE sich auf der Fahrt in Richtung Frankfurt Hauptbahnhof befand wurde er auf Anordnung der Bundespolizei in Frankfurt am Main Süd gestoppt und am Gleis 8 von Einsatzkräften abgesperrt.“ Bei der Person handelt es sich laut einem Sprecher um einen Arzt. Er sei im Zug isoliert und das Gesundheitsamt informiert worden. Der Zug konnte daraufhin seine Fahrt Richtung Stuttgart fortsetzen.

Wegen Coronavirus: Frankreich deckelt Preise für Desinfektionsmittel

11.38 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus sind Schutzmasken in Frankreich nur noch auf Rezept erhältlich. Frankreichs Regierungssprecherin Sibeth Ndiaye sagte im Radiosender France Inter, die Apotheken seien angewiesen worden, „Masken nur noch auf ärztliche Verschreibung oder an Gesundheitspersonal weiterzugeben“. Damit kämen die Masken „Menschen zu Gute, die infiziert sind oder stark gefährdet sind, sich zu infizieren“.

Außerdem deckelt Frankreich die Preise für Desinfektionsgel. Damit reagiert das Land auf „einzelne Fälle“ von Wucherpreisen, wie Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Mittwoch im Sender BFM Business sagte. Nach seinen Angaben will die Regierung im Tagesverlauf ein entsprechendes Dekret erlassen. Zur Höhe des Preisdeckels äußerte er sich nicht.

11.24 Uhr: Wegen der anhaltenden Ausbreitung des Coronavirus verschieben die Veranstalter der Hannover Messe die weltgrößte Industrieschau. Das Branchentreffen mit rund 6000 Ausstellern, das vom 20. bis 24. April in der niedersächsischen Landeshauptstadt geplant war, soll jetzt vom 13. bis 17. Juli stattfinden. Dies teilte die Deutsche Messe AG am Mittwoch mit.

Auch die Musikmesse Frankfurt soll verschoben werden, wie der Veranstaltung in einer Pressemitteilung verkündete. Die Messe, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert, sollte ursprünglich vom 2. - 4. April 2020 in Frankfurt am Main stattfinden. Ein neuer Termin ist noch nicht bekannt.

Bundesregierung verbietet wegen Coronavirus Export von Atemschutzmasken

11.22 Uhr: Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus untersagt die Bundesregierung den Export von Atemmasken und anderer Schutzausrüstung. Ein entsprechendes Verbot wurde am Mittwoch im Bundesanzeiger veröffentlicht, wie der Krisenstab aus Gesundheits- und Innenministerium mitteilte. Betroffen sind etwa auch Handschuhe und Schutzanzüge. Mehr dazu hier: Coronavirus: Deutschland verbietet Export von Atemmasken

11.03 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus in Nordrhein-Westfalen ist deutlich auf 129 gestiegen. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwochmorgen in Düsseldorf. Davon seien 87 Fälle im Kreis Heinsberg festgestellt worden. Bei insgesamt vier Patienten gebe es schwere Krankheitsverläufe.

Coronavirus: RKI meldet 240 Infektionen in Deutschland

10.47 Uhr: Nordrhein-Westfalen kauft wegen des Coronavirus eine Million Atemschutzmasken. Mit der Großbestellung will das Land dafür sorgen, dass es Ärzten und Pflegern bei der Behandlung möglicher Coronavirus-Infizierter nicht an Schutzbekleidung fehlt. „Wir werden heute die Kaufverträge unterschreiben, dass das Land Nordrhein-Westfalen eine Million Masken kauft“, kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) an.

In der Zwischenzeit werde das Land dem besonders betroffenen Kreis Heinsberg mit Material helfen. Ärzte aus dem Kreis Heinsberg hatten in einem schriftlichen Hilferuf kritisiert, die Versorgung der niedergelassenen Ärzte mit Schutzmasken sei katastrophal.

10.06 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet nun insgesamt 240 Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland. In Bayern stiegen die Zahlen auf 48 und in Baden-Württemberg auf 44. Sachsen-Anhalt bleibt das einzige deutsche Bundesland, in dem bisher kein Fall gemeldet wurde.

Coronavirus offenbar von Deutschland nach Polen ausgebreitet

10.01 Uhr: Offenbar von Deutschland aus hat sich das Coronavirus auch nach Polen ausgebreitet. Die erste Infektion in Polen sei bei einem Mann nachgewiesen worden, der sich zuvor in Deutschland aufgehalten habe, sagte der polnische Gesundheitsminister Lukasz Szumowski bei einer Pressekonferenz in Warschau.

Der Mann sei mit starkem Fieber und anderen Symptomen der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Vor der Diagnose habe der Patient „relativ wenige Kontakte“ zu seinem Umfeld gehabt. In Polen sind derzeit außerdem 68 Menschen im Krankenhaus, bei denen ein Coronavirus-Verdacht geprüft wird. Etwa 500 weitere Menschen stehen unter Quarantäne.

7.14 Uhr: Die Kreisklinik Groß-Gerau in Hessen hat wegen des Coronavirus laut einem Bericht des „Gießener Anzeigers“ einen sogenannten „Corona-Drive-In“ eingerichtet. Menschen, bei denen es einen Verdacht auf eine Infizierung mit dem Coronavirus gibt, können mit ihrem Auto an der Klinik vorfahren. Eine medizinische Fachkraft entnimmt dann direkt im Auto einen Nasenabstrich. Der Patient bleibt quasi in seiner eigenen Quarantäneumgebung. Die Kreisklinik Groß-Gerau ist damit bundesweit Vorreiter.

Coronavirus: In China steigt die Zahl der Toten auf fast 3000

6.42 Uhr: Amazon hat einen Coronavirus-Fall an seinem Hauptsitz in Seattle an der US-Westküste. Bei einer Person sei die Infektion nachgewiesen worden, wie der weltgrößte Online-Händler am Mittwoch unter anderem dem Fernsehsender CNBC und dem Technologieblog „The Verge“ bestätigte. Die Amazon-Büros sind über die Innenstadt von Seattle verteilt. Die infizierte Person arbeitete den Angaben nach in einem Gebäude, das nicht zum Kern-Hauptquartier gehört. Amazon hat mehr als 50.000 Mitarbeiter in der Region.

Das Gebiet rund um Seattle entwickelte sich in den vergangenen Tagen zu einem Schwerpunkt von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in den USA.

5.35 Uhr: In China, wo das Virus erstmals festgestellt worden war, stieg die Zahl der Toten auf fast 3000. Die Gesamtzahl der offiziell erfassten Ansteckungen in Festlandchina seit Beginn der Epidemie im Dezember kletterte auf mehr als 80.000. Von ihnen haben 50.000 die Krankenhäuser wieder verlassen. Experten gehen allerdings in China von einer hohen Dunkelziffer aus.

5.26 Uhr: Facebook will keine Verbreitung von falschen Informationen und Verschwörungstheorien über das neuartige Coronavirus zulassen. Das Online-Netzwerk werde sie entfernen und dabei den Einschätzungen globaler Gesundheitsorganisationen folgen, kündigte Gründer und Chef Mark Zuckerberg an. Zudem werden keine Werbung zugelassen, mit der die Krise ausgenutzt werden solle – etwa mit der Behauptung, die Produkte könnten die Krankheit heilen.

Wegen Coronavirus: Konferenz Google I/O abgesagt

4.18 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus ist in Südkorea auf mehr als 5300 gestiegen. Die Zahl der Menschen, die sich bisher mit dem Virus angesteckt hätten, sei um 516 auf 5325 gestiegen, teilten die Gesundheitsbehörden in Seoul am Mittwoch mit.

Nach einer Änderung der Zählmethode schlossen die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention dabei 374 Fälle ein, die zunächst schon am Dienstagnachmittag bekanntgegeben worden waren. In keinem anderen Land außerhalb Chinas wurden bisher mehr Infektionsfälle gemeldet.

3.56 Uhr: Die Coronavirus-Krise nimmt Tech-Konzernen in diesem Jahr die übliche Bühne für ihre großen Ankündigungen. Nach Facebook sagte auch Google seine für Mai geplante Entwicklerkonferenz in Kalifornien ab. Man werde stattdessen andere Wege suchen, um mit den Software-Entwicklern im Gespräch zu bleiben, erklärte Google am Dienstag. Die Konferenz Google I/O war in diesem Jahr vom 12. bis 14. Mai in Nähe der Konzern-Zentrale in Mountain View geplant.

Coronavirus auch in Argentinien und Chile nachgewiesen

3.15 Uhr: Erstmals ist in Argentinien bei einem Patienten das Coronavirus nachgewiesen worden. In Buenos Aires sei ein Mann positiv getestet worden und stehe nun in einem Krankenhaus unter Quarantäne, teilte der argentinische Gesundheitsminister Ginés González García am Dienstag mit. Der Patient sei am Sonntag aus Italien eingereist.

2.34 Uhr: In Chile wurde eine Infektion bei einem 33 Jahre alten Arzt nachgewiesen. Der Mann war zuvor einen Monat lang durch Südostasien gereist, unter anderem nach Singapur. Er befinde sich derzeit in einer Klinik, könne aber bald nach Hause und werde dort weiter überwacht, teilte das Gesundheitsministerium in Santiago de Chile mit.

In Südamerika wurden bislang in vier Ländern Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 bestätigt. In Ecuador wurden sieben Fälle und in Brasilien zwei Fälle registriert.

0.18 Uhr: Die Weltbank will vom Coronavirus-Ausbruch betroffene Länder mit einem Hilfspaket in Höhe von zwölf Milliarden Dollar unterstützen. Ziel sei es, den Staaten „schnell“ und „effektiv“ zu helfen, sagte Weltbank-Präsident David Malpass am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

Malpass betonte, es sei wichtig anzuerkennen, dass das Coronavirus für arme Länder eine „zusätzliche Last“ bedeute. Arme Staaten seien am wenigsten gut ausgestattet, um die weitere Ausbreitung des Virus aufzuhalten. Laut einer Erklärung der Weltbank kann das Geld für medizinische Ausstattung und Gesundheitsdienste eingesetzt werden. Ein Teil der Hilfsgelder geht demnach an einige der ärmsten Länder der Welt.

Dienstag, 3. März: Coronavirus – Verdacht bei CDU-Abgeordneten nicht bestätigt

20.04 Uhr: Der Coronavirus-Verdacht bei einem Abgeordneten der Thüringer CDU-Landtagsfraktion hat sich nicht bestätigt. Das teilte das Landesgesundheitsministerium in Erfurt am Dienstagabend mit. Für ihn sei keine weitere Quarantäne notwendig.

Die für Mittwoch angesetzte Plenarsitzung zur Wahl eines Ministerpräsidenten finde damit wie geplant statt, teilte der Thüringer Landtag mit. Der frühere Amtsinhaber Bodo Ramelow (Linke) stellt sich erneut zur Wiederwahl als Ministerpräsident. Gegen ihn tritt AfD-Fraktionschef Björn Höcke an.

19.46 Uhr: Zwei weitere Corona-Patienten sind am Dienstagabend in die Düsseldorfer Universitätsklinik eingeliefert worden. Beide stammen aus dem Kreis Heinsberg und sind schwer krank. Die Universitätsklinik habe besondere Erfahrung im Umgang mit Patienten mit Infektionskrankheiten und übernehme jene, für die in anderen Krankenhäusern keine ausreichenden Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Die Universitätsklinik behandelt nun insgesamt vier Coronavirus-Patienten mit schweren Krankheitssymptomen. Die beiden anderen Patienten sind der 47-jährige Mann, der als Erstinfizierter in NRW gilt, und seine ein Jahr jüngere Frau. Der Zustand des Ehepaares habe sich nicht signifikant geändert, teilte die Klinik mit: Beim Mann sei er ernst, aber unverändert stabil, bei der Frau hätten sich die Symptome gebessert.

18.37 Uhr: Der sechste Coronavirus-Fall ist in Berlin nachgewiesen worden. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Dienstagabend mit. Bei einem Mann aus Mitte war ein positives Testergebnis festgestellt worden.

Er habe in einem Großraumbüro mit dem 22-Jährigen zusammengearbeitet, bei dem erstmals in Berlin eine Infektion nachgewiesen worden war. Die Senatsgesundheitsverwaltung hat die zuständigen Amtsärzte aufgefordert, alle Personen in dem Großraumbüro zu testen. Bis Dienstagnachmittag waren fünf Coronavirus-Infektionen in Berlin bekannt.

Gesundheitsminister von Bund und Ländern kommen am Mittwoch zusammen

18.36 Uhr: Wegen der weiteren Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland kommen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch in Berlin zusammen. Bundesminister Jens Spahn (CDU) und die Vorsitzende der Länderminister, die Berliner Senatorin Dilek Kalayci (SPD), wollen nach dem Treffen über die aktuelle Lage und das Krisenmanagement informieren.

Zuvor gibt Spahn im Bundestag auch eine Regierungserklärung dazu ab. Am Vormittag will der Minister zudem erneut mit Spitzenvertretern von Ärzten, Kliniken, Apotheken und Krankenkassen über die Lage beraten.

18.25 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Italien steigt weiterhin stark an. Insgesamt haben sich 2502 Menschen in dem Mittelmeerland mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Das waren knapp 500 mehr als am Montag. Die Zahl der Toten stieg laut Behörden auf 79.

18.00 Uhr: Der Mangel an Atemschutzmasken und anderen medizinischen Schutzausrüstungen behindert nach Angaben der WHO den Kampf gegen das Coronavirus. „Die Vorräte gehen rapide zur Neige“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf.

Und weiter: „Wir können Covid-19 nicht aufhalten, ohne unsere Gesundheitspersonal zu schützen.“ Tedros sagte, dass die weltweite Versorgung mit persönlicher Schutzausrüstung um 40 Prozent gesteigert werden müsse, und forderte die Regierungen auf, den Herstellern Anreize zu bieten. Nach Schätzung der WHO werden jeden Monat etwa 89 Millionen Atemschutzmasken gebraucht und 76 Millionen Untersuchungshandschuhe.

Coronavirus nun auch bei zwei Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen

17.51 Uhr: Die Entzündung des Olympischen Feuers soll wegen der Ausbreitung des Coronavirus nicht abgesagt werden – obwohl noch nicht feststeht, ob die Sommerspiele im Juli und August 2020 in Tokio stattfinden werden.

Das teilte am Dienstag das Griechische Olympische Komitee in Athen mit. „Die Zeremonien zur Entzündung des Feuers am 12. März und zur Übergabe der Fackel am 19. März finden wie geplant statt“, hieß es in einer Mitteilung des Komitees. Allerdings werde es weniger Teilnehmer geben, um dem Coronavirus keine Chance zu geben.

17.42 Uhr: Erstmals sind auch in Mecklenburg-Vorpommern zwei Patienten nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Die beiden Personen aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald seien umgehend zuhause isoliert worden, teilte die zuständige Amtsärztin Marlies Kühn am Dienstag in Greifswald mit.

Damit ist der Erreger nun in allen Bundesländern außer in Sachsen-Anhalt nachgewiesen worden. Derzeit sind die Verantwortlichen laut Kühn damit beschäftigt, die Kette der Ansteckung nachzuverfolgen und mögliche Kontaktpersonen zu ermitteln. Der Verwaltungsstab des Landkreises habe Maßnahmen eingeleitet, um einer Ausbreitung des Virus möglichst wirksam zu begegnen.

Ärzte aus dem Kreis Heinsberg senden Hilferuf – medizinische Versorgung in Gefahr

17.25 Uhr: Die Ärzte im besonders stark von dem Coronavirus betroffenen Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen haben in einem Hilferuf vor den Folgen des Coronavirus für die gesundheitliche Versorgung gewarnt.

Die „medizinische Situation im Kreis Heinsberg eskaliert und nimmt bedrohliche Ausmaße an“, heißt es in dem Brief, der auch vom Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) unterschrieben ist. Ein Zusammenbruch der medizinischen Versorgung an der Basis und in den Krankenhäusern sei nicht mehr auszuschließen.

„Wir brauchen dringend Hilfe (...)“, hieß es in einem Brief an die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein. Durch die vom Robert Koch-Institut (RKI) vorgeschriebenen Quarantänemaßnahmen würden die Krankenhäuser hochgradig behindert. Ärzte und Mitarbeiter seien deshalb nicht arbeitsfähig. Notdienste könnten nur mit Mühe und auch nur eingeschränkt besetzt werden. Nach der RKI-Regelung muss im Fall einer Infektion in der Belegschaft automatisch das ganze Team in eine 14-tägige Quarantäne.

Die Belastung durch verunsicherte Patienten sei enorm. Die Versorgung der niedergelassenen Ärzte mit Schutzmasken sei katastrophal. Der Handel liefere nicht mehr. Die kleine Lieferung durch das NRW-Gesundheitsministerium sei sofort vergriffen gewesen. In den Praxen sei so gut wie nichts angekommen. „Wir brauchen ganz dringend entsprechende Schutzmaterialien, da wir zurzeit unter Gefährdung der Gesundheit von Ärzten und Mitarbeitern arbeiten“, hieß es in dem Brief.

Saarland meldet ersten Coronavirus-Fall

17.15 Uhr: Im Iran hat sich der Leiter der nationalen Rettungsdienste mit dem Coronavirus infiziert. Das sagte ein Sprecher der Behörde der Nachrichtenagentur AFP. Am Montag hatte die Nachrichtenagentur Tasnim berichtet, Mohammad Mirmohammadi, ein ranghoher Regierungsbeamter und Berater der iranischen Führung, sei den Folgen der Viruserkrankung erlegen.

Eine Woche zuvor war bereits der stellvertretende iranische Gesundheitsminister Iradsch Harirtschi positiv auf das Virus getestet worden.

17.07 Uhr: Auch in Bremen steigt die Zahl der Infizierten. Zwei weitere Menschen sind dort positiv auf das Coronavirus getestet worden, insgesamt gibt es in dem Bundesland nun drei bestätigte Fälle. Bei einem der beiden neuen Fälle handele es sich um einen Fernfahrer, teilte ein Sprecher des Gesundheitsressorts am Dienstag mit.

Er werde in einem Klinikum behandelt, zwei Kontaktpersonen seien in häuslicher Quarantäne. Der zweite Infizierte habe nach der Rückkehr aus dem Skiurlaub in Südtirol über Symptome geklagt. Er befinde sich mit seiner Ehefrau, die ebenfalls Symptome aufweise, in häuslicher Quarantäne.

16.51 Uhr: Im Saarland ist erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus festgestellt worden. Das teilte das saarländische Gesundheitsministerium am Dienstag mit.

Coronavirus: US-Notenbank senkt Leitzins

16.33 Uhr: In Niedersachsen gibt es den dritten bestätigten Coronavirus-Fall. Es handele sich um einen Mann aus dem Landkreis Cuxhaven, teilte der Landkreis am Dienstag mit. Hintergrund sei eine Reise nach Norditalien.

Der Erkrankte sei in häuslicher Quarantäne, seine Frau als Kontaktperson ebenso. Hinweise darauf, dass das Virus in der Bevölkerung des Landkreises zirkuliere, gebe es nicht. Zuvor war ein weiterer Coronavirus-Fall aus dem Landkreis Ammerland bekanntgeworden, ein junger Mann und seine Mutter sind dort in Quarantäne.

16.08 Uhr: Die US-Notenbank hat wegen der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Auswirkungen des neuen Coronavirus ihren Leitzins überraschend um einen halben Prozentpunkt gesenkt. Der Leitzins liege nun im Korridor von 1 bis 1,25 Prozent, teilte die Notenbank Federal Reserve (Fed) am Dienstag mit.

15.54 Uhr: Der französische Staat wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle Atemschutzmasken beschlagnahmen. „Wir beschlagnahmen alle Vorräte sowie die Produktion von Schutzmasken“, verkündete Präsident Emmanuel Macron am Dienstag auf Twitter. Die Masken sollen nach seinen Angaben an das Gesundheitspersonal und mit dem Virus infizierte Franzosen verteilt werden.

Berliner Kliniken richten Anlaufstellen für Coronavirus-Tests ein

15.29 Uhr: Berliner Kliniken richten Anlaufstellen für Coronavirus-Tests ein. Am Dienstagmorgen hatte die Charité bereits eine Anlaufstelle eröffnet. Um die Mittagszeit habe es bereits eine Schlange mit rund 100 Patienten gegeben, sagte der Ärztliche Direktor der Charité, Ulrich Frei.

Nun haben auch die Vivantes-Kliniken angekündigt, Anlaufstellen im Wenckebach-Klinkum in Tempelhof und im Prenzlauer Berg einrichten zu wollen, wie eine Sprecherin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Vivantes sei derzeit dabei, die Einrichtungen zu organisieren.

15.22 Uhr: Saudi-Arabien rät von Reisen nach Deutschland und Frankreich ab. Grund ist die Ausbreitung des Coronavirus. Zuvor hatte das saudische Gesundheitsministerium wegen des Virus bereits empfohlen, soweit möglich nicht mehr nach Italien oder Japan zu reisen. Reisen nach China, wo Sars-CoV-2 ausgebrochen war, hatte das Königreich bereits vor mehreren Wochen gestoppt.

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Im Dezember sollen sich in der chinesischen Region Wuhan die ersten Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben. Doch ist das Virus auch für die deutsche Bevölkerung gefährlich? Hier lesen Sie die wichtigsten Fragen und Antworten: Was man über die Lungenerkrankung und das Coronavirus wissen muss.

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(dpa/afp/sid/fmg)

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