Corona-Fall an Schule in Göttingen – Neuntklässler bleiben daheim

Göttingen.  An der Göttinger Bonifatiusschule II gibt es einen Corona-Fall. Allen nicht betroffenen Eltern ist freigestellt, ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Die Schulen in Niedersachsen und Bremen starteten am 26. August aufgrund der Corona-Pandemie in einem eingeschränkten Regelbetrieb.

Die Schulen in Niedersachsen und Bremen starteten am 26. August aufgrund der Corona-Pandemie in einem eingeschränkten Regelbetrieb.

Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

An der Bonifatiusschule II in Göttingen gibt es einen Corona-Fall. Die beiden neunten Klassen der katholischen Oberschule sind vorsorglich vom Schulbesuch befreit worden, weil sich eine Schülerin mit dem Coronavirus infiziert hat. Nach dem Corona-Fall bleibt es allen Eltern anheimgestellt, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Die Neuntklässler sind vorsorglich vom Unterricht befreit. Die Hintergründe im Folgenden.

Die Kinder bleiben zu Hause, bestätigt Schulleiterin Daniela Breckerbohm. Die Schule sei vom Gesundheitsamt informiert worden, dass eine Neuntklässlerin positiv getestet worden sei. Der betroffene Jahrgang bleibe der Schule vorerst fern, man warte auf weitere Instruktionen der Behörde. Auch für die Parallelklasse finde kein Präsenzunterricht statt, da es wegen gemeinsamer Wahlpflichtkurse eine mögliche Durchmischung gebe, teilt Breckerbohm mit.

Eltern entscheiden selbst

In Rücksprache mit dem Bistum als Schulträger seien alle Lehrer und Eltern der 320 Schüler der katholischen Oberschule informiert worden. Den Eltern sei freigestellt worden, ihre Kinder freiwillig zur Schule zu schicken oder nicht – auch wenn es keinen Kontakt zu der getesteten Schülerin gegeben habe.

„Wir halten uns an die Auflagen des Gesundheitsamtes und werden natürlich alles tun, damit es nicht zu einer weiteren Gefährdung von Schülern und Lehrern kommt“, sagt Bistumssprecher Volker Bauerfeld.

Corona in Osterode- Ein Überblick über die Situation vor Ort

CDU will Einsatz von mehr Schulbussen prüfen lassen

In der ersten Sitzung nach dem Start des Schuljahres 2020/2021 im eingeschränkten Regelbetrieb hat die CDU-Fraktion im Wirtschaftsausschuss vom 31. August unterdessen eine Anfrage an die Verwaltung gestellt. Die CDU möchte wissen, ob der Landkreis mit den Verkehrsbetrieben besonders belastete Strecken ermittelt hat. Darüber hinaus will man in Erfahrung bringen, wie überfüllte Schulbuslinien etwa durch den Einsatz weiterer Fahrzeuge entlastet werden können und ob die Möglichkeit besteht, dass das Land Niedersachsen sich an zusätzlichen Kosten beteiligt.

Dazu die wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU, Susanne Mackensen-Eder aus Osterode: „Mit unserer Anfrage möchten wir sicherstellen, dass sowohl der Landkreis als auch die Verkehrsbetriebe Sorge tragen, je nach Corona-Lage die Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten. Direkt zu Beginn des Schuljahres sollte bedacht werden, dass das Fahrgastaufkommen erfahrungsgemäß in den kälteren Monaten steigen wird.“

Der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Jens Haepe ergänzt: „Zur Zeit nutzen noch viele Schülerinnen und Schüler das Fahrrad. Das Problem der jetzt schon vollen Busse wird größer, wenn es bald morgens dunkel und regnerisch wird.“ Die hohen Hygiene- und Abstandsregeln, die in den Schulen eingehalten werden, erfüllten ihre Wirkung nur dann, wenn sie auch für den Schulweg gelten.

Kürzlich gab es einen Corona-Ausbruch in einer Kita in Duderstadt – mindestens 100 Menschen mussten in Quarantäne: Erster Corona-Ausbruch in Kindergarten im Landkreis Göttingen

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder