Corona-positive Frau besuchte Tochter in Klinik – Anklage erhoben

Gegen eine Frau, die trotz Corona-Symptomen und Quarantäne ihre Tochter im Krankenhaus in Quedlinburg besucht haben soll, ist Anklage erhoben worden (Symbolbild).

Gegen eine Frau, die trotz Corona-Symptomen und Quarantäne ihre Tochter im Krankenhaus in Quedlinburg besucht haben soll, ist Anklage erhoben worden (Symbolbild).

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Quedlinburg.  Die Frau gab an, keine Symptome zu haben. Dabei habe sie kurz zuvor wegen eben solcher Symptome eine Fieberambulanz aufgesucht und sich testen lassen.

Gegen eine Frau, die trotz Corona-Symptomen und Quarantäne ihre Tochter im Krankenhaus in Quedlinburg besucht haben soll, ist Anklage erhoben worden. Der 71-Jährigen würden versuchte gefährliche Körperverletzung und Hausfriedensbruch vorgeworfen, sagte der Sprecher des Landgerichts Magdeburg, Christian Löffler, am Mittwoch auf Nachfrage. Das Amtsgericht Quedlinburg prüft nun, ob die Anklage zugelassen wird und es zum Prozess kommt. Mitte Oktober hatte das Harzklinikum den Fall öffentlich gemacht. Es hatte Anzeige erstattet.

Frau gab an, keine Symptome zu haben – obwohl sie vorher Fieberambulanz aufgesucht hatte

Demnach hatte die corona-positive Frau Anfang Oktober ihre erwachsene, operierte Tochter besucht. Auf der Erklärung, die alle Patienten und Besucher des Klinikums ausfüllen müssen, habe die Frau angegeben, keine Symptome zu haben. Dabei habe sie kurz zuvor wegen eben solcher Symptome eine Fieberambulanz aufgesucht und sich testen lassen. Bis zum Vorliegen des Ergebnisses hätte sie den Angaben zufolge zu Hause bleiben müssen. Einen Tag nach dem Krankenbesuch hatte das Gesundheitsamt dem Klinikum mitgeteilt, dass bei der Frau das Virus nachgewiesen wurde.

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