Harz: Brand bei Thale ist wohl gelöscht

Thale.  An der Rosstrappe in Thale hat es seit Sonntag gebrannt. Nach Hubschraubereinsätzen ist der Brand nun gelöscht.

In Thale brannte die Rosstrappe. Weil das Gelände mit 80 Prozent Steigung schwer zugänglich ist, wurden Hubschrauber zum Löschen eingesetzt.

In Thale brannte die Rosstrappe. Weil das Gelände mit 80 Prozent Steigung schwer zugänglich ist, wurden Hubschrauber zum Löschen eingesetzt.

Foto: Rudolf Karliczek

Wegen eines nun gelöschten Brandes in einem schwer zugänglichen Waldstück an der Rosstrappe in Thale (Landkreis Harz) haben die Rettungskräfte auch einen Hubschrauber eingesetzt. Der Brand in der Nähe des beliebten Ausflugsziels war nach Angaben der Polizei aus noch ungeklärter Ursache am Sonntag ausgebrochen.

Dienstagnacht musste der Löschvorgang abgebrochen werden

Aufgrund des unwegsamen Geländes in der Mittelgebirgsregion seien alle Löschversuche am Boden gescheitert, sagte ein Sprecher am Dienstag. Verletzt wurde nach Angaben der Behörden niemand.

Brand bei Thale am Dienstagvormittag unter Kontrolle, Mittwochvormittag gelöscht

Nun wurde der Waldbrand an der schwer zugänglichen Rosstrappe in Thale wohl gelöscht. „Unter Vorbehalt: Das Feuer ist aus“, sagte ein zuständiger Feuerwehrmann am Mittwochmorgen am Einsatzort. Vermutlich gebe es keine Glutnester und damit auch kein erneutes Aufflammen des Brandes mehr. Eine Brandwache soll dennoch am Mittwoch vor Ort bleiben. Ob auch in der Nacht zu Donnerstag Feuerwehrleute in dem Waldstück unterhalb des beliebten Ausflugsziels ausharren müssten, sei noch nicht klar. Die Einsatzkräfte müssten sich zunächst besprechen, hieß es. Bereits am Sonntag brannte ein kleines Stück Wald an der Rosstrappe. Am Dienstagmorgen stand laut Feuerwehr eine Fläche von insgesamt 100 Mal 300 Metern in Flammen. Die Polizei ging von rund 7000 Quadratmetern aus. Aufgrund des steilen Geländes mit Bäumen und Büschen konnte eine genaue Zahl nicht genannt werden. Zwischenzeitlich wurde das Feuer aus der Luft mit Hubschraubern gelöscht. Nach Feuerwehrangaben kamen allein in der Nacht zu Mittwoch rund 60.000 Liter Wasser zum Einsatz. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

Touristisch gibt es keine Konsequenzen

„Es ist eine Katastrophe“, sagt der Ortsbürgermeister Thomas Balcerowski. Man habe wegen der Trockenheit bereits mit Waldbränden gerechnet. Die betroffenen Wanderwege seien nach Ende des Einsatzes wieder freigegeben.

Rund 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und THW waren seit Montag täglich im Einsatz, um das Feuer zu löschen.

Im Harz ist die Gefahr von Waldbränden derzeit besonders hoch. Einen Grund dafür sehen manche in der Umweltpolitik in Sachsen-Anhalt darin, dass in den teilweise schwer zugänglichen Wäldern des Mittelgebirges tonnenweise durch Dürren und Schädlinge abgestorbenes Holz liegt. Naturschützer befürworten das und fordern, den Wald sich selbst zu überlassen. Kritiker warnen hingegen, dass das Totholz Waldbrände begünstige.

Unstrittig ist hingegen die erhöhte Gefahr durch die geringen Niederschläge. Meteorologen warnen bereits vor dem nächsten Dürre-Sommer. Am Mittwoch rechnete der Deutsche Wetterdienst im Harz außerdem mit schweren Gewittern der Stufe 2 von 4. red/dpa

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