In diesen Bundesländern dürfen Baumärkte jetzt wieder öffnen

Berlin.  Trotz Lockdown sind erste Garten- und Baumärkte offen. Ab Montag gelten zudem bundesweit einheitliche Regeln. Ein Überblick.

Lesedauer: 6 Minuten
Gartenmärkte offen: Für Blumen ins nächste Bundesland fahren

Es wird wohl zu Einkaufstourismus für Frühblüher und Balkonpflanzen kommen. In vielen Bundesländern können die Menschen wieder selbst im Gartencenter einkaufen - in Berlin noch nicht.

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  • Wegen des Lockdowns sind die meisten Geschäfte in Deutschland seit Monaten geschlossen
  • Für Geschäfte mit Waren für den täglichen Bedarf gab es Ausnahmen - und für Baumärkte und Gartencenter. Die Regeln unterschieden sich aber in den einzelnen Bundesländern
  • Beim Corona-Gipfel haben Bund und Länder einheitliche Regeln vereinbart
  • Ein Stufenplan sieht die Öffnung des Einzelhandels vor
  • Was derzeit in welchem Bundesland gilt, erfahren Sie hier

Ihr Angebot ist bei vielen Kunden sehr gefragt - auch und vor allem im Corona-Lockdown: Bau- und Gartenmärkte. Die Temperaturen steigen, Beete wollen gepflegt und Balkonkästen bepflanzt werden. In den meist großzügig gebauten Hallen kann man anderen Menschen zudem gut ausweichen. Gartencenter und Baumärkte sind deshalb schon in einigen Bundesländern geöffnet.

Teilweise war es den Betreibern sogar schon vor den Friseuren gestattet, zu öffnen. Diese dürfen seit 1. März wieder Kunden empfangen. Genau wie für die Friseure soll beim Corona-Gipfel am Mittwoch auch für die Gartencenter und Baumärkte eine einheitliche Regelung beschlossen werden.

Bei den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch ist nun ein bundesweit einheitlicher Stufenplan beschlossen worden, der eine schrittweise Öffnung unter anderem des Einzelhandels vorsieht.

Demnach dürfen Gartenmärkte bundesweit ab dem 8. März wieder öffnen, unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz. Sie können dann mit entsprechenden Hygienekonzepten und einer Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden pro zehn Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche und einem weiteren für jede weiteren 20 Quadratmeter wieder Hobby-Gartenbaubetreibende empfangen.

Grundsätzlich gilt laut Stufenplan außerdem: Zwischen einer Inzidenz von 50 und 100 darf der Einzelhandel Termin-Shopping anbieten. In Baumärkten etwa, die ihre Türen für regulären Verkaufsbetrieb nur bei einer Inzidenz unter 50 öffnen dürfen, können Kundinnen und Kunden dann vorab bestellte Ware abholen. Liegt die Inzidenz unter 50, dann darf der Einzelhandel öffnen muss, den Zutritt aber von der Quadratmeterzahl der Verkaufsfläche abhängig machen.

In rund 350 von etwas mehr als 400 erfassten Kreisen lag die sogenannte Inzidenz unter 100, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts von Donnerstagmorgen hervorgeht. Damit dürften bundesweit am Montag viele Shoppingmöglichkeiten auch in Baumärkten zurückkehren – zumindest vorübergehend.

Was die Bundesländer derzeit für die Baumärkte und Gartencenter in den 16 Bundesländern vorgesehen haben und wo sie bereits wieder geöffnet sind, zeigt dieser Überblick.

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Corona-Lockdown: Hier haben die Baumärkte und Gartencenter wieder geöffnet

  • Bayern: Seit dem 1. März dürfen neben Blumenläden und Gartencentern im Freistaat auch Baumärkte wieder für Privatpersonen öffnen. Das hat der Bayerische Landtag beschlossen.
  • Sachsen-Anhalt: Auch hier können Kunden ohne Gewerbeschein wieder regulär ab dem 1. März Baumärkte und Gartencenter besuchen können.

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Lockdown-Lockerung: In diesen Bundesländern haben nur Gartencenter wieder geöffnet

  • Niedersachsen: Während im angrenzenden Schleswig-Holstein auch die Baumärkte wieder öffnen, ändert sich in Niedersachsen für Privatkunden nichts. In dem Bundesland haben Gartencenter bereits seit dem 13. Februar wieder geöffnet. Die Gartenabteilungen von Baumärkten dürfen ebenfalls öffnen, die übrige Verkaufsfläche bleibe jedoch weiter gesperrt. Das Sortiment ist teilweise allerdings begrenzt. Welche Läden genau geöffnet sind und was verkauft wird, darüber informieren die Betreiber der Märkte im Internet.
  • Bremen: In dem kleinen Bundesland haben Gartencenter bereits seit 22. Februar 2021 wieder geöffnet. Auch hier ist das Sortiment teilweise minimiert, die Anbieter informieren darüber auf ihren Webseiten.

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  • Nordrhein-Westfalen: In Nordrhein-Westfalen haben Gartencenter seit Mitte Februar wieder geöffnet. Auch im bevölkerungsreichsten Bundesland grenzen viele Gartenmärkte ihr Sortiment ein.
  • Schleswig-Holstein: Seit dem 1. März dürfen auch Privatkunden Gartencenter und Blumenläden wieder zu den regulären Öffnungszeiten besuchen.
  • Hessen: Auch in Hessen öffneten die Gartencenter schon Mitte Februar wieder ihre Türen für Privatkunden. Es gelten dieselben Einschränkungen wie in den anderen Bundesländern.

Lesen Sie hier: Alle Lockerungen der Corona-Maßnahmen in den Bundesländern zum 1. März

  • Brandenburg: Hier dürfen seit dem 1. März Gartenbaumärkte wieder für Kunden ohne Gewerbeschein öffnen.
  • Mecklenburg-Vorpommern: In dem Nord-Bundesland sind seit Montag neben den Friseuren auch die Gartenbaucenter und Baumschulen geöffnet.
  • Rheinland-Pfalz: Hier dürfen Gartencenter und Baumärkte im Freien wieder ihre Türen für Kundschaft öffnen. Außenbereiche der Baumärkte dürfen nur „gartencentertypisches Sortiment“ verkaufen.
  • Saarland: Außenbereiche von Gärtnereien, Gartenbaubetrieben und Gartenmärkten dürfen öffnen.
  • Thüringen: Auch in dem mitteldeutschen Bundesland traten zum Monatswechsel Lockerungen in Kraft. Seitdem dürfen Baumschulen, Gartenmärkte, Gärtnereien- und Floristikbetriebe wieder aufmachen.
  • Baden-Württemberg: In Baden-Württemberg hat die Frage nach Lockerungen der Corona-Maßnahmen gut zwei Wochen vor der Landtagswahl eine besondere Brisanz. Am Montag öffneten hier neben Friseuren auch Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden. Baumärkte sollen ab dem 8. März öffnen dürfen.

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Corona-Maßnahmen: In einigen Ländern bleibt es bei „Click and Collect“

In Hamburg sind Gartencenter und Baumärkte noch geschlossen. Die Beschlüsse der Bund-Länder-Beratungen werden aber auch in der Hansestadt gelten – und Baumärkte wie Gartencenter (entsprechende Inzidenz vorausgesetzt) wieder öffnen. Lesen Sie auch:

In Berlin gab es ebenfalls zunächst noch keine weiteren Lockerungen für Baumärkte und Gartencenter. Das galt auch für Hessen und Sachsen. Privatkunden können bei vielen Baumärkten allerdings Ware abholen, die sie online bestellt haben. Nach dem Stufenplan dürfen die Geschäfte nun auch in diesen Bundesländern wieder öffnen.

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