Lehrer und Erzieher sollen sich selbst auf Corona testen

Berlin.  Kitas und Schulen können künftig eigenständig Schnelltests beziehen und nutzen. Das kündigt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an.

Ein Mitarbeiter eines Kindergartens wird auf Corona getestet.

Ein Mitarbeiter eines Kindergartens wird auf Corona getestet.

Foto: Tamas Vasvari / dpa

Lehrer und Erzieher sollen sich in Zukunft selbst auf das Coronavirus testen dürfen: „Kitas und Schulen beziehungsweise ihre Träger können von Freitag an eigenständig Schnelltests beziehen und nutzen“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unserer Redaktion.

„Lehrerinnen und Lehrer werden sich regelmäßig selbst testen dürfen.“ Ein Antigen-Schnelltest könne helfen, Lehrer und Erzieher und damit auch Kinder besser zu schützen. Bisher dürfe er nur von medizinisch geschultem Personal durchgeführt werden.

Mit einer neuen Verordnung, die am Freitag in Kraft tritt, will Spahn regeln, dass Pädagogen nach vorheriger Schulung selbst testen dürfen. Daneben sollen auch die Schulträger mit geschultem Personal Tests vor Ort durchführen dürfen. Dies sei eine weitere Option, um Kindern den Kita- oder Schulbesuch zu ermöglichen, so Spahn.

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Bisher 636 Corona-Ausbrüche an Schulen

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden dem Robert-Koch-Institut seit Beginn der Pandemie 636 Corona-Ausbrüche in Schulen übermittelt. In den letzten vier Wochen gab es rund 64 Ausbrüche pro Woche. 18 Prozent der Ausbrüche betrafen 6- bis 10-Jährige, 26 Prozent 11- bis 14-Jährige, 31 Prozent 15- bis 20-Jährige und 25 Prozent Personen über 21 Jahre.

Bei 53 Ausbrüchen (8 Prozent) waren nur Erwachsene betroffen. Den Daten zufolge liegt der Anteil der Infektionsfälle an Schulen an allen Corona-Fällen bei etwa zwei Prozent. (jule)

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