Coronavirus: Drei Viertel der Todesopfer 80 Jahre oder älter

Berlin.  Einige Dutzend Menschen sind in Deutschland an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das ist über die Todesfälle bekannt.

Videografik: So werden Patienten im Krankenhaus isoliert

In der Coronavirus-Krise werden Infizierte isoliert, um die Ausbreitung des potenziell tödlichen Erregers zu verhindern. Krankenhäuser halten für Patienten Spezialräume mit Unterdruck bereit.

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Das Coronavirus breitet sich weltweit rasant aus, die Weltgesundheitsorganisation bezeichnet Europa mittlerweile als das „Epizentrum“ der Pandemie. In Deutschland sind bereits mehr als 14.000 Infizierte bestätigt worden (Stand 19.3., 17 Uhr), mehr als 40 Todesfälle führen Mediziner auf eine Infektion mit dem Coronavirus zurück.

Legt man diese Zahlen zugrunde, beträgt die Sterblichkeitsrate in Deutschland zurzeit unter 0,3 Prozent. In vielen Ländern liegt sie deutlich höher, in Italien laut Experten der Johns Hopkins University aus Baltimore (USA) sogar bei knapp 8 Prozent.

Coronavirus-Todesfälle: Viele Menschen hatten Vorerkrankungen

Das Risiko, dass eine Covid-19-Erkrankung einen tödlichen Verlauf nimmt, besteht besonders für Menschen im hohen Alter. Knapp drei Viertel der Patienten in Deutschland, die an Covid-19, der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Krankheit, gestorben sind, waren 80 Jahre oder älter. Das erste deutsche Todesopfer war eine 89-jährige Frau aus Essen.

Auffällig ist, dass bei rund zwei Dritteln der Todesfälle nachweislich Vorerkrankungen eine Rolle gespielt haben. 13 Todesopfer in Nordrhein-Westfalen seien sogar alle „schwer vorerkrankte Menschen“ in hohem Lebensalter gewesen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Lesen Sie hier, welche Menschen mit Vorerkrankungen besonders gefährdet sind.

Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 wird nach WHO-Daten von einem Infizierten im Mittel an zwei bis zweieinhalb Menschen weitergegeben – und damit an mehr als bei der Influenza. Ähnlich wie bei der Grippe ist die Ausprägung der Infektionskrankheiten: Beide sind von einem Virus verursachte Atemwegserkrankungen, deren Verlauf sehr unterschiedlich sein kann - von symptomlos oder mild bis hin zu sehr schwer, mitunter gar tödlich. (mbr/dpa)

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