Castingshow

"The Voice": Sarah Connor bringt Zuschauer gegen sich auf

| Lesedauer: 4 Minuten
Sarah Connor wurde wegen Corona bei "The Voice" nur zugeschaltet.

Sarah Connor wurde wegen Corona bei "The Voice" nur zugeschaltet.

Foto: SAT.1/ProSieben/Christoph Assmann

Berlin  Erst ändert sie die Regeln, dann kann sie wegen Corona nicht physisch an den "Battles" teilnehmen. Sarah Connor dominiert "The Voice".

Die Battles von "The Voice of Germany" starten 2021 nicht nur mit einer Neuerung, sondern auch ohne Coachin Sarah Connor. Nach Aufzeichnung der ersten Proben für die zweite Runde wurde die Sängerin positiv auf das Coronavirus getestet. Entsprechend dürfen bei den Battles nur die männlichen Coaches Mark Forster, Nico Santos und Johannes Oerding wieder auf ihren roten Sesseln im Studio in Adlershof Platz nehmen. Sarah Connor schaut von Zuhause via Videochat zu.

Dass auf ihrem Platz ein kindgroßer Bildschirm steht, der unwesentlich an das Smartphone eines gewissen Herstellers erinnert, ist durchaus irritierend. Noch unangenehmer ist der Sound, der aus dieser Blechbüchse schallt.

"The Voice of Germany": Sarah Connor bricht Regel

Obwohl Sarah Connor nicht vor Ort ist, sorgt sie an diesem Donnerstagabend für den musikalischen Höhepunkt. Mit dem Song "Stand Up" lässt sie die ehemalige ESC-Teilnehmerin Ann Sophie Dürmeyer, Jennifer Williams-Braun und Archippe Mbongue Ombang gegeneinander antreten.

Und weil Sarah Connor die deutsche Queen of Pop ist, setzt sie sich direkt über die erste Neuerung hinweg. Denn in diesem Jahr treten erstmals pro Battle drei Kandidatinnen und Kandidaten gegeneinander an. Nach 48 Stunden wird ein Talent bereits nach Hause geschickt – ohne Auftritt.

Doch nachdem Sarah Connor sich dazu entschließt, Jennifer Williams-Braun aus dem Wettbewerb zu entlassen, bereut sie ihre Entscheidung und macht sie rückgängig. "Das ist hier 'ne beschissene Regel mit dem Rausschmeißen und ich würde mich freuen, wenn du in den Battles singt", sagt sie, als sie die 63-jährige gebürtige Amerikanerin zurückholt.

Empörung macht sich bei "The Voice"-Fans breit

"Beschissene Regel" hin oder her - viele Zuschauende sind mit Connors Alleingang ganz und gar nicht zufrieden. "Hat die Staffel überhaupt Regeln, was Sarah angeht?", fragt sich ein Fan der Sendung. "Wusste gar nicht, dass Regeln für Sarah nicht gelten", kritisiert ein anderer.

Castingshow: Neuerung bei den "Steal Deals"

Damit ist das Battle aus Team Sarah das einzige des Abends, das zu dritt ausgetragen wird. Mit ihrer Version von "Stand Up" schaffen sie es, sowohl die Zuschauenden als auch die Jury zu berühren. Mit viel Gefühl, kunstvollen Adlibs und warmen Stimmfarben – ohne theatralische Show.

"Das ist eine echt schwierige Entscheidung", sagt Sarah Connor. Sie sei sich sicher, dass die beiden, gegen die sie sich entscheide, gestealt würden. Auch da gibt es eine Neuerung, nur wegen Sarah Connor. Die Coaches dürfen nicht direkt auf den Buzzer hauen, um ein ausgeschiedenes Talent für ihr Team zu gewinnen. Sie müssen bis zum Ende der Sendung warten, damit alle die gleichen Chancen haben.

Niveau der "The Voice"-Battles bleibt unter den Erwartungen

Nachdem sich die 41-Jährige für Archippe Mbongue Ombang entschieden hat, entscheiden sich tatsächlich die anderen Coaches, die verbliebenen beiden Talente für ihr Team gewinnen zu wollen. Während Nico Santos Jennifer direkt in sein Team holt, wollen sowohl Johannes Oerding als auch Mark Forster, Ann Sophie Dürmeyer für ihre Teams gewinnen. Via Videotelefonat fällt die Entscheidung: Ann Sophie Dürmeyer schließt sich dem Team Johannes an.

Mit dem Niveau dieses Battles können die anderen bei weitem nicht mithalten, wenngleich ein paar schöne, aber wenig eindrückliche Auftritte dabei sind.

"The Voice" - So liefen die bisherigen Sendungen

Fragen zum Artikel? Mailen Sie uns: redaktion.online-bzv@funkemedien.de

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder