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"The Voice": Coach setzt zur spektakulären Aufholjagd an

| Lesedauer: 5 Minuten
The Voice of Germany: das Wichtigste zur neuen Staffel

The Voice of Germany: das Wichtigste zur neuen Staffel

Endlich ist es soweit: Seit Donnerstagabend läuft die Musiksendung “The Voice of Germany” wieder im Fernsehen. In der Jury sitzen dieses Mal zwei neue Gesichter. Die wichtigsten Infos zur Sendung im Überblick.

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Berlin  Erstmals ist Johannes Oerding – wie auch Sarah Connor – Coach bei "The Voice of Germany". Eine ernüchternde Erfahrung für den Sänger.

  • Bei "The Voice" liefen die sechsten Blind Auditions ab
  • Vor allem ein Coach sieht wie der große Verlierer des Abends aus
  • Doch dann setzt er zu einer Aufholjagd an

Nicht besonders sensibel gehen die "The Voice of Germany"-Coaches am Sonntagabend in der sechsten Blind Audition miteinander um. Denn immer wieder geht einer leer aus: Johannes Oerding. "Woran hängt’s?", will Mark Forster von dem Sänger wissen. Er könne es auch nicht sagen. Aber so richtig vom Hocker hätte ihn diesmal auch noch nichts gehauen. Das nutzt Mark Forster als Steilvorlage: "Ja, du aber auch noch keinen!"

Immer wieder dreht sich der 39-jährige Oerding für Talente um, doch niemand scheint ihn ernsthaft als Coach in Betracht zu ziehen. Dass in der diesjährigen Staffel der Promi-Faktor nicht so hoch ist und vor allen Dingen wenig vielfältig, wird immer deutlicher. Schließlich machen alle Coaches bis auf Nico Santos deutsche Pop-Musik. Kein Rapper ist mehr dabei, kein Rocker, kein Soul-Sänger – wie es in den bisherigen Staffeln unter anderem Bosshoss, Die Fantastischen Vier, Sido oder auch Xavier Naidoo (vor seiner schlimmen Schwurbel-Phase) waren.

Kein Mitleid für "The Voice"-Coach Johannes Oerding

Obwohl Mark Forster in den vorangegangenen Staffeln oft der Coach war, der Schwierigkeiten hatte, gegen Rea Garvey, Yvonne Catterfeld und Samu Haber Talente für sein Team zu gewinnen, hat er wenig Mitleid mit Johannes Oerding. "Mal gucken, ob das noch was wird heute bei dir", frotzelt er, als sich beide für Timea Göghova, die Nina Hagens "TV Glotzer (White Punks On Dope)" singt, umdrehen. Die 42-Jährige steht mit Nietengürtel, Tigerleggins und einem Ed-Hardy-gleichem Top, auf dem "Fly away" steht, auf der Bühne.

Mit operngleichem Gesang versucht Oerding die 42-Jährige für sein Team zu gewinnen. Und trotzdem: "Ich stehe auf Brillen und so", fällt ihre Entscheidung für Mark Forster. Dass Johannes Oerding es nun schon mit "Bitte komm in mein Team"-Arien probiert, kommentiert Mark Forster mit einem "Du bist so verzweifelt!" und geht auf seine Bitte, ihm unter die Arme zu greifen, nicht ein.

"Ich dachte eigentlich, das wird mein Ding heute, mein Tag", macht der Wahl-Hamburger Oerding seiner Resignation Luft – bis er sich wieder aufrafft. "Mein Motto ist, die Biene sticht von hinten."

Mark Forster gibt Erfolgstipps

Den nächsten Versuch unternimmt Oerding bei Marco Spöri: mit Lewis Capaldis "Bruises" kann der 24-Jährige alle Coaches außer Nico Santos von sich überzeugen. Nachdem Sarah Connor ihre übliche Strategie fährt und für den Schweizer singt, tun es ihm Mark Forster und Johannes Oerding gemeinsam gleich. Nur wirkt das irgendwie unkoordiniert und ein wenig verzweifelt. Späri entscheidet sich schließlich für das Team Mark.

"Johannes, alles, was du brauchst, ist eine Strategie", gibt daraufhin Mark Forster seinem Kollegen einen mehr oder weniger großherzigen Tipp. Eine Steilvorlage, die Sarah Connor nutzt: "Wie oft hast du nochmal gewonnen?", fragt sie kokett bei Forster nach – denn obwohl Mark Forster bereits das fünfte Jahr in Folge in der Jury sitzt, stand er noch nie auf dem Siegerpodest.

Sarah Connor: "Blitz-verknalllt" in Johannes Oerding

Mit Gregor Meyles "Jetzt" bringt Schreiner Simon Fetzewohl eine der gefühlvollsten Performances an diesem Abend auf die Bühne und macht damit die vielen schiefen Töne der anderen Talente in dieser Sendung wett. Johannes Oerding dreht sich für ihn um, erst auf den letzten Ton folgt Mark Forster. "Wenn du mir heute das Herz brechen willst, dann geh zu Mark Forster", jammert da der Sänger. Doch der Fluch scheint gebrochen, er bekommt Simon Fetzewohls Zuschlag: "Ich breche keine Herzen mehr."

Offenbar entfesselt, gewinnt er direkt das nächste Teammitglied: Alisha Popat ist erst vor acht Monaten nach Deutschland gekommen – der Liebe wegen. Davor hatte sie eine Karriere als Sängerin in Kenia. "Wir haben eine echte Gemeinsamkeit", sagt ihr Johannes Oerding nach ihrer vielseitigen Interpretation von "Wicked Game". Das sei einer seiner Lieblingssongs.

Um das zu beweisen, trägt er seine Version vor – und berührt damit nicht nur Alisha Popat. "Ich hätte mich jetzt als Talent auch auch ein bisschen blitz-verknallt", gibt Sarah Connor zu. Als sich Popat für Team Johannes entscheidet, scheinen die anderen fast ungläubig. "From Zero To Hero!", stellt Nico Santos fest. Oder wie sagte Johannes? "Die Biene sticht von hinten."

„The Voice“ - So liefen die bisherigen Sendungen

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