„Let’s Dance“ 2020: Finalisten stehen fest – Kandidat weint

Köln.  Ein Tanzprofi am Boden, ein fassungsloser und auch ein weinender Kandidat: Das war das Halbfinale bei der RTL-Sendung „Let’s Dance“.

"Let's Dance": Diese fünf Dinge muss man über die Show wissen

Wer saß bereits in der Jury und welche Paare waren die Gewinner: Fünf fakten über die RTL-Show "Let's Dance".

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So stark war das Halbfinale bei „Let’s Dance“ noch nie. Neben den fehlenden Zuschauern, was es so auch noch nie gegeben hatte, sorgten Moritz Hans, TIjan Njie, Lili Paul-Roncalli und Luca Hänni für ein außergewöhnliches Kopf-an-Kopf-Rennen. Letztendlich stimmten die Anrufer mit der Bewertung der Jury überein.

„Das war der beste Jive ever“, lobte der sonst sehr kritische Tanzjuror Joachim Llambi den Auftritt von Hänni gemeinsam mit seiner Tanzpartnerin Christina Luft. Man müsse den beiden eigentlich mehr als zehn Punkten geben. Auch, wenn das nicht möglich ist, reichte es für den Schweizer Sänger für die Führung: Mit 87 Punkten setzte er sich nach drei Tänzen – dem Jive, einem Tango und dem „Impro Dance“ Cha Cha Cha – an die Spitze der vier Kandidaten, die schon seit einigen Folgen als Favoriten galten.

Neben der Performance beeindruckte die Körperhaltung beim Cha Cha Cha: elegant, gestreckt, akzentuiert. Und dazu eine Tanzpartnerin, die sich nicht anmerken lässt, dass sie mitten in der Performance einen Schuh verliert. In der letzen Folge muss Comedian Ilka Bessin, besser bekannt als „Cindy aus Marzahn“, die Show verlassen.

„Let’s Dance“ mit Special: Der „Impro Dance Even More Extreme”

Wie schon in den vergangenen Wochen, gab es auch im Halbfinale wieder ein „Special“ – der „Impro Dance Even More Extreme“. Soll heißen, jeder Kandidat zieht zufällig einen Tanz, 90 Sekunden gibt es zum Umziehen in das passende Outfit. Währenddessen hört nur der Profi die ausgewählte Musik. Dann müssen 30 Sekunden reichen, um sich noch einmal kurz an die Performance zu erinnern, die bei den Proben schon vorbereitet wurde.

Der Großteil der Paare meisterte dieses Special sehr erfolgreich. Bis auf Njie, dessen Wiener Walzer Llambi so gar nicht gefiel. „Sei doch nicht so streng“, forderte Moderatorin Victoria Swarovski und sorgte damit für eine Argumentationsflut des 55-Jährigen, warum er so kritisch bewerte. Schließlich seien alle Paare sehr stark und dicht beieinander. Auch von Njies Quickstep war er nicht begeistert. „Etwas poltermäßig“ beschrieb er ihn. Und obwohl der Paso Doble gut war, war Hans‘ Version besser. Die aktuelle Staffel der Tanzshow startete am 21. Februar.

Überraschung bei Moritz Hans und Renata Lusin

Hans teilte sich mit insgesamt 78 Punkten den dritten Platz mit Njie. Fragte man sich noch zu Beginn der Staffel, wer dieser „Ninja Warrior“ Sieger denn sei, hat sich der 24-Jährige zu einem echten Lieblingskandidaten gemausert. Als verkündet wurde, wer ins Finale einzieht, ist Hans wohl derjenige, der am meisten überrascht war, dass mehr Zuschauer für ihn als für den „Alles was zählt“-Darsteller angerufen hatten. Seine Tanzpartnerin Renata Lusin verschlug es nicht nur die Sprache, sie sank auch noch zu Boden. Es ist ihre erste Final-Show seit sie bei der Tanzsendung als Profi mittanzt.

Fünf Mal sorgten sie bislang in der Staffel für die volle Punktzahl: Lili Paul-Roncalli und Massimo Sinató. Schon seit der ersten Sendung war klar, dass dieses Paar zu den Favoriten für den Titel galt. Die beiden lieferten von Beginn an starke Performances ab. Und obwohl die anderen aufholten, enttäuschen sie auch jetzt nicht.

Wenn man Paul-Roncalli beim Contemporary tanzen sieht und dabei ihre Beine sich in die scheinbar unmöglichsten Himmelsrichtungen strecken, dann ist das zum einen faszinierend, aber auch emotional. „Ich will mehr. Das war so wunderschön“, zeigte sich auch der am Freitag für seine Verhältnisse schlicht gestylte Juror Jorge González begeistert.

„Let’s Dance“ 2020: Wer gewinnt die RTL-Show?

Zwar konnten die Salsa und der „Impro Dance“ Charleston nicht ganz mit dem Contemporary mithalten, dennoch reichte es für das Paar für ein weiteres Mal volle Punktzahl und insgesamt 82 Punkte – und damit den zweiten Platz. Anfangs stand besonders eine Kandidatin im Fokus – Laura Müller, die blutjunge Verlobte von Schlagerstar Michael Wendler. Die Aufmerksamkeit hat nur bedingt geholfen, Laura flog bereits raus.

Es war wohl selten so unklar, wer der beste Tänzer der Sendung ist und mit dem Pokal nachhause gehen darf. Bereits nächsten Freitag steht das Finale an. Getanzt wird neben dem Lieblingstanz des Paares, ein von der Jury ausgewählter Tanz „mit mehr Regeln“ (keine Hebefiguren, mindestens 30 Sekunden Grundschritt) – wie Llambi betont - und eine Kür. Mit dabei: Lili Paul-Roncalli, Moritz Hans und Luca Hänni.

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