Allofs beim VfL Wolfsburg: Ich bin froh, hier zu sein

Wolfsburg  Der Neue ist da: Klaus Allofs steht von heute an in Diensten des VfL Wolfsburg. In einer Pressekonferenz stellte der Club am Morgen seinen neuen Manager vor. Die Erwartungen sind groß.

Dienstantritt von Klaus Allofs beim VfL Wolfsburg: Der 55-Jährige wurde am heutigen Donnerstag als neuer Manager der "Wölfe" vorgestellt.

Um 11.01 Uhr trat Allofs sein neues Amt an. Zusammen mit den VfL-Aufsichtsräten Francisco Javier Garcia Sanz und Stephan Grühsem betrat der neue Geschäftsführer Sport des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten das Podium im Presseraum der VW-Arena. Blitzlicht flackerte auf, Fotoapparate klickten, die Fernsehjournalisten richteten die Kameras auf den neuen starken Mann der Grün-Weißen. Nach wenigen Minuten des Posierens für die Medienleute nahm Allofs Platz und stellte seinen Plan für den "neuen" VfL vor.

Dass der Manager dabei vor allem die großen Linien seiner zukünftigen Arbeit umriss und weniger ins Detail ging, ist nicht überraschend. Erst am Mittwoch hatte er in Bremen seinen Abschied verkündet. "In den nächsten Wochen werde ich mir in Wolfsburg vor allem erstmal einen Überblick verschaffen und die Strukturen des VfL kennenlernen", sagte Allofs. Erst danach will er Entscheidungen in den wichtigen Fragen treffen.

Das gilt besonders für den Trainerposten. "Es ist normal, dass wir in den kommenden Tagen und Wochen mit Gerüchten leben müssen", sagte Allofs. "Aber klar ist, dass es noch keine Gespräche mit Trainern gab. Erst einmal werde ich mit Lorenz-Günther Köstner sprechen."

Für den Interimstrainer gab es denn auch gleich Lob von höchster Stelle. "Lorenz-Günther Köstner genießt unser absolutes Vertrauen. Er hat die Mannschaft in einer schweren Situation übernommen und Ruhe rein gebracht", sagte Garcia Sanz, der ebenfalls dementierte, dass es bereits Kontakt zu potenziellen Trainerkandidaten wie Thomas Schaaf und Mirko Slomka gegeben habe.

Das Führungs-Trio hat klare Vorstellungen, wie es mit dem VfL langfristig weitergehen soll. "Nachhaltigkeit und Stabilität sind uns wichtig", sagte Grühsem. "Wir wollen uns nachhaltig einen festen Platz in den Herzen der Fans erobern. Denn Dinge wie Jugendarbeit, Scouting oder der Kontakt zu den Fans sind es doch, die den Fußball ausmachen. Sie sind nicht minder wichtig als der sportliche Erfolg. Das Thema Identifikation ist der Grund, warum wir Klaus Allofs geholt haben."

Der freut sich auf seine neue Aufgabe. "Ich bin froh, hier zu sein. Das sind nicht nur leere Worte. Ich bin sicher, dass mir diese Aufgabe Spaß machen wird. Der VfL ist ein Verein mit großen Ambitionen, doch die sind hier auch mit Möglichkeiten hinterlegt", spielte er auf die Finanzkraft des Klubs an.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
Leserkommentare (92)
    Weitere Artikel aus diesem Ressort