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iOS 15: Diese neuen Funktionen bekommen iPhones im Herbst

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iOS 15: Das iPhone bekommt neue Funktionen

iOS 15: Das iPhone bekommt neue Funktionen

Besitzer eines iPhones dürfen sich freuen. Das neue iOS 15 kommt im Herbst und bietet neue Funktionen.

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Berlin.  Live Text bis Fokus-Modus: iOS 15 bringt in Kürze spannende Neuerungen auch auf ältere iPhones. Was Apple-Besitzer wissen sollten.

Am 14. September lädt Apple zur nächsten Produktshow. Was genau der US-Technikriese dort vorstellt, steht wie immer nicht in der Einladung, ist aber ein offenes Geheimnis: Neue iPhones als Nachfolger der iPhone 12-Reihe und vermutlich eine neue Apple Watch fürs Handgelenk – vielleicht auch mehr.

Weniger Rätselraten gibt es darum, was demnächst auf den meisten iPhones zu sehen sein wird: Denn pünktlich zu den neuen Handys wird Apple mit iOS 15 die neueste Version seines Smartphone-Betriebssystems ausrollen. Das kostenlose Update soll für alle Modelle ab dem iPhone 6s sowie den iPhone SE (erste Generation) zur Verfügung stehen – genau wie beim Vorgänger iOS 14.

Auch für ältere iPhones: Was bringt iOS 15 an Neuerungen?

Anders als bei der traditionellen Geheimniskrämerei um kommende Geräte zeigt sich Apple bei der Ankündigung neuer Funktionen recht offen. Bereits zur hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC im Juni wurde vieles rund um die Neuerungen bei Benutzeroberfläche und Apps verraten. Wer wollte, konnte bereits Vorabversionen von iOS 15 herunterladen und in der Praxis testen.

Die ersten Eindrücke zeigen: Mit dem nächsten großen Versionssprung im Herbst spendiert Apple Besitzerinnen und Besitzern eine ganze Reihe neuer sinnvoller Funktionen und zieht bei manch anderen Fähigkeiten zumindest gleich, die Android-Nutzer schon länger von ihren Smartphones kennen.

Facetime und iMessage aufpoliert – Shareplay bringt Nutzer zusammen

So werden die beiden Apps für Videoanrufe und Chats – Facetime und iMessage – um die Funktion Shareplay erweitert. Damit ist es künftig möglich, zeitgleich gemeinsam mit anderen Filme oder Serien zu schauen, Musik zu hören oder den Handybildschirm zu teilen. Stoppt ein Teilnehmer der Gruppe etwa ein Video oder springt darin vor oder zurück, geschieht dies auch auf den Bildschirmen der anderen Zuschauern.

Das Besondere: Das klappt nicht nur unter iPhone-Nutzern. Auch Nutzerinnen und Nutzer von Windows und Android können sich den Gruppen anschließen. Über einen Einladungslink können sie die Videokonferenz über den Web-Browser aufrufen.

Bei Videotelefonaten mit mehreren Personen wurde auch die Akustik verbessert: Der oder die Sprechende soll optisch hervorgehoben werden und klarer zu hören sein. Selbst starke Hintergrundgeräusche werden deutlich ausgeblendet.

Fokus-Modus filtert Benachrichtigungen nach Tagesphase

Neu ist zudem ein Konzentrationsmodus namens Fokus. Eingehende Benachrichtigungen desselben Dienstes werden dabei zusammengefasst, wichtigere landen weiter oben. Das soll beim schnellen Blick aufs Display klarer und aufgeräumter aussehen.

Welche Mitteilungen und Apps bevorzugt angezeigt werden, können Nutzer dabei danach filtern, in welcher Situation sie gerade sind: Bei der Arbeit oder beim Sport können das themenbezogen andere sein als nach Feierabend oder zur Schlafenszeit.

Wer möchte, kann etwa während der Arbeitszeit produktive Apps auf dem Bildschirm anzeigen lassen und nur Anrufe von Kolleginnen und Kollegen klingeln lassen. Zur festgelegten Zeit am Abend kann der Fokus-Modus dann Apps zum Filmeschauen oder Spielen hervorheben und berufliche Kontakte und Nachrichten blockieren. Das soll zu viel Ablenkung vermeiden. Vorteil: Bei Besitzern mehrerer Apple-Geräte wird der persönlich eingestellte Modus auf etwa iPad, Apple Watch und Co. automatisch übertragen.

Live Text erkennt Texte und Schriften auf Fotos

Im Bereich Bild- und Texterkennung zieht Apple im Vergleich zur Konkurrenz lediglich nach: So kann die künstliche Intelligenz auf iPhones künftig auch auf Fotos etwa Texte oder Handschrift wie Namen oder Telefonnummern erkennen. Live Text nennt das der Hersteller. Das Erkannte lässt sich dann schnell kopieren und in die Internetsuche, in Kartendienste oder E-Mails einfügen.

Die schlaue Bilderkennung klappt nicht nur auf bereits geschossenen Fotos. Auch wer die Kamera-App auf dem iPhone öffnet und die Handykamera zum Beispiel auf eine Speisekarte oder ein Straßenschild hält, kann die dort erkannten Texte sofort weiterverarbeiten.

Die Bilderkennung verbessert sich dabei über Texte hinaus: Knipst man mit dem iPhone Aufnahmen etwa von Tieren, Pflanzen, Gemälden oder Sehenswürdigkeiten, erscheinen kurz darauf Zusatzinfos zum Objekt oder Lebewesen auf dem Bildschirm. Gleiches können Android-Nutzer aber mit der App Google Lens schon seit Jahren präzise tun.

Safari-Browser, Wetter-App und Kartendienst aufgeräumt

Mit Apples Browser Safari soll man künftig schneller und einfacher durchs Netz surfen können. Ein aufgeräumtes Design soll dafür sorgen, dass man dabei stets den Überblick behält. Geöffnete Seiten können jetzt als Tab-Gruppe abgespeichert werden.

Die vorinstallierte Wetter-App auf dem iPhone kommt ebenfalls optisch ansprechender und aufgeräumter daher. Gleiches gilt für den Kartendienst Maps, der ausgewählte Sehenswürdigkeiten als 3D-Gebäude zeigt und Verkehrsteilnehmern aktuelle Informationen liefern soll. Ob Apple Maps dann an Google Maps heranreicht, bleibt abzuwarten.

Darüber hinaus hat Apple für iOS 15 etwa Verbesserungen bei der Suchfunktion Spotlight, dem Ortungsdienst „Wo ist?“ und beim Thema Datenschutz angekündigt.

iOS 15 für iPhones: Wie gelange ich an das Update?

Der genaue Erscheinungstermin ist noch nicht bekannt. Aber der Ablauf ist der gleiche wie bei bisherigen Versionssprüngen: Sobald das Update auf iOS 15 verfügbar ist, können es iPhone-Nutzerinnen und -nutzer in den Einstellungen unter dem Punkt Allgemein und Softwareupdate herunterladen und installieren.

Was ist mit anderen Apple-Geräten?

Neue Funktionen hat Apple für den Herbst auch bei weiteren Geräten angekündigt. So erhalten etwa die Betriebssysteme der Apple Watch (watchOS 8), iPad-Tablets (iPadOS 15) und Mac-Computer (macOS Monterey) eine kostenlose Auffrischung sowie Sicherheits-Updates.

Wie Apple bei der Präsentation im Juni zeigte, soll das Arbeiten und Übertragen von Dateien zwischen allen Apple-Geräten künftig noch nahtloser möglich sein. Wie gut das wirklich klappt, wird erst ein Praxistest zeigen.

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