Es ist amtlich: Wolfsburgs Dejagah wechselt nach Fulham

Wolfsburg  Jetzt ist es offiziell: VfL-Profi Ashkan Dejagah wechselt mit sofortiger Wirkung zum englischen Erstligisten FC Fulham – und auch zwei weitere Spieler lässt Magath ziehen.

Felix Magath hat sich vom Chefeinkäufer der Fußball-Bundesliga zu einem Verkäufer verwandelt. Vor dem Niedersachsen-Duell gegen Hannover 96 an diesem Sonntag (15.30 Uhr) trennte sich der Trainer des VfL Wolfsburg von drei Profis: Peter Pekarik (Hertha BSC), Patrick Ochs (1899 Hoffenheim) und am Samstag auch Ashkan Dejagah (FC Fulham).

Dejagah wechselt mit sofortiger Wirkung zum englischen Erstligisten FC Fulham. Der Transfer, der sich in den vergangenen Tagen bereits abgezeichnet hatte, wurde am Samstag perfekt gemacht. Der 26 Jahre alte Flügelspieler unterschrieb bei dem englischen Premier-League-Club einen Dreijahresvertrag mit der Option auf eine weitere Spielzeit. Über die Höhe der Ablösesumme für den Außenbahnspieler vereinbarten beide Vereine Stillschweigen. Der Betrag wird auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt. Dejagah war 2007 von Hertha BSC nach Wolfsburg gekommen und erzielte in 132 Bundesliga-Spielen 18 Tore für den deutschen Meister von 2009.

„Gerne lassen wir Ashkan Dejagah nicht ziehen, aber wir haben seinem Wunsch, auf die Insel zu wechseln, entsprochen“, teilte Magath mit. Der VfL-Trainer hätte seine Kader am liebsten noch weiter reduziert. Doch für Makoto Hasebe und Marco Russ, die ebenfalls auf der Transferliste standen, fanden sich zunächst keine Käufer. In einigen Ländern wie etwa Russland schließen die Listen aber erst in der nächsten Woche.

Für Dejagah dürfte gegen Hannover 96 der Portugiese Vieirinha spielen. In den Mittelpunkt des Interesses rückt VfL-Innenverteidiger Emanuel Pogatetz. Der Österreicher spielte zwei Jahre erfolgreich in Hannover, hat dort noch viele Freunde und wechselte dennoch zum 90 Kilometer entfernten VfL Wolfsburg. 96-Manager Jörg Schmadtke stimmte dem Wechsel letztlich zu. „Er wollte nicht, dass ich den Verein verlasse“, sagte Pogatetz.

Hannover 96 konnte bisher nur einmal in Wolfsburg gewinnen. Der souveräne 5:1-Sieg gegen Slask Breslau in der Europa League machte aber Mut für ein erfolgreiches Abschneiden. Das Team von Trainer Mirko Slomka ist nach sechs Saison-Pflichtspielen noch unbesiegt. „Unser Gegner hat unter der Woche international mit einem klaren Sieg überzeugt, das spricht für sich. Wir wissen, dass wir eine der besten Mannschaften der Liga bei uns zu Gast haben“, lobte Magath den Nachbarn. dpa

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
Leserkommentare (6)
    Weitere Artikel aus diesem Ressort