Eintrachts neue Unberechenbarkeit

Braunschweig  An den ersten vier Spieltagen haben sich bereits sechs Akteure in die Torschützenliste eingetragen. „Wir sind unberechenbarer geworden“, ist Orhan Ademi überzeugt.

Orhan Ademi im Spiel gegen den SC Paderborn.

Foto: Joachim Mottl/regios24

Orhan Ademi im Spiel gegen den SC Paderborn. Foto: Joachim Mottl/regios24

In der vorigen Saison war er in aller Munde: der K&K-Sturm der Braunschweiger Eintracht. Dennis Kruppke und Domi Kumbela schossen und köpften mehr als die Hälfte aller 37 Tore, die der Fußball-Zweitligist am Ende der Spielzeit auf seinem Konto hatte.

Nicht zuletzt deshalb machten sich Marc Arnold, der sportliche Leiter der Blau-Gelben, und Trainer Torsten Lieberknecht auf Suche nach Verstärkung für die Abteilung Attacke. Vor allem ein torgefährlicher Mittelfeldspieler stand auf der Wunschliste ganz oben.

Der sollte in Björn Kluft gefunden sein, der von Preußen Münster kam. Doch gleich im ersten Testspiel für den neuen Arbeitgeber zog er sich eine böse Knieverletzung zu und muss immer noch pausieren.

Dennoch, als hätte allein seine Verpflichtung für mehr Torgefahr aus dem Mittelfeld gesorgt: Eintracht steht an der Tabellenspitze, hat sieben Tore erzielt und nur eines – das Siegtor gegen Paderborn durch Dennis Kruppke – steuerte der K&K-Sturm bei.

„Wir sind unberechenbarer geworden. Das zeigt dem Gegner: Jeder bei uns kann Tore schießen“, sagt Orhan Ademi. Der Neuzugang selbst steuerte schon ein ganz wichtiges Tor bei, das 1:0 am ersten Spieltag gegen den 1. FC Köln.

Die anderen bisherigen Treffer gingen auf das Konto von Mirko Boland (2) und Norman Theuerkauf – alle in Aalen – sowie zwei Standards: Gegen Paderborn jagte Deniz Dogan einen Kopfball (nach Ecke von Kevin Kratz) ins Netz. Bei Union Berlin verwandelte Marc Pfitzner den alles entscheidenden Elfmeter.

Dass Ademi sich erstmal mit der Joker-Rolle begnügen muss, ist ihm klar. Zweimal kam der Schweizer bisher zu kürzeren Einsätzen, einmal spielte er eine Halbzeit.

„Ich kann mich dem Trainer im Training immer nur wieder mit guten Leistungen anbieten. Die Saison ist lang. Ich bin sicher, jeder bekommt seine Chance“, sagt Ademi, der sich deshalb immer auf Testspiele wie das am Sonnabend gegen Darmstadt freut, gibt es da doch genügend Spielzeit.

In Braunschweig, seiner neuen beruflichen Heimat, fühlt sich der 23-Jährige, der das Trikot mit der Nummer neun trägt, sehr wohl, wie er sagt. „Ich bin super aufgenommen worden. Noch besser, als ich erwartet hatte.“ Und was ebenso beiträgt zur Zufriedenheit: „Meine Wohnung ist endlich komplett eingerichtet.“

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