Washington. Im US-Wahlkampf gab es Berichte über mögliche Hackerangriffe seitens Russland. Jetzt will sich Barack Obama die Sache genauer ansehen.

Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat seine Geheimdienste und Sicherheitsbehörden angewiesen, einen umfassenden Bericht zu den Hackerangriffen im Wahlkampf vorzulegen. Das bestätigte Obamas Sprecher Eric Schultz am Freitag.

Es gehe darum, die aus den Attacken gewonnenen Erkenntnisse zu erfassen und an Mitglieder des Kongresses und andere Stellen weiterzugeben, sagte Obamas Sicherheitsberaterin für Heimatschutz, Lisa Monaco.

Russland am Pranger

Die US-Regierung beschuldigt Russland, hinter Angriffen auf Computersysteme politischer Organisationen und Institutionen zu stehen, und sich damit in den Wahlkampf eingemischt zu haben. Der Kreml streitet das ab.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte im August gehackte E-Mails von Mitgliedern und Mitarbeitern des Parteivorstandes der Demokraten veröffentlicht. Später wurde bekannt, dass der Hackerangriff noch umfangreicher war. Schon damals verdächtigten Experten und Regierungskreise russische Hacker mit Verbindungen zu Regierungsorganisationen. (dpa)