Mysteriöser Tod eines 17-Jährigen am Ringgleis

Braunschweig  Ein 17-Jähriger wurde schwerverletzt in Braunschweig unweit der sogenannten Graffiti-Brücke gefunden und starb in der Klinik.

Die Polizei Braunschweig untersucht die Umstände des rätselhaften Todes eines 17-jährigen Schülers. Der Junge war am Dienstagmorgen am Ringgleis an der Münchenstraße sterbend gefunden worden.

Ein Mitarbeiter eines Unternehmens aus dem anliegenden Gewerbegebiet hatte den 17-Jährigen gegen 4 Uhr auf der Fahrbahn unweit der sogenannten Graffiti-Brücke entdeckt. Polizei und Rettungsdienst wurden verständigt. Der Junge wurde ins Krankenhaus gefahren. Der Kampf um sein Leben war erfolglos. Der Schüler starb am Dienstagabend an seinen Verletzungen.

Mittwochmittag durchkämmten 30 Beamte der Bereitschaftspolizei das Gebiet rund um die Brücke und ihre Böschungen. Dabei wurde das vermisste Handy des Jungen gefunden. Polizeisprecher Joachim Grande sagt: „Alle Wertgegenstände sind vorhanden. Dass der Junge Opfer eines Raubüberfalls wurde, ist darum wenig wahrscheinlich.“

Auch dass der Junge von der acht Meter hohen Brücke sprang oder gestoßen wurde, glaubt die Polizei nicht: „Die Entfernung zwischen dem Fuß der Brücke und der Fundstelle des Jungen ist nach unserer Ansicht zu groß.“ Die Polizei schließt Fremdverschulden nicht aus. Die Ermittlungen führt darum das Fachkommissariat für Kapitaldelikte.

Zeugen dringend gesucht

Weitere Ermittlungen der Polizei haben ergeben, dass der Junge mit einem Fahrrad unterwegs gewesen war. Das Rad wurde an der Brückenböschung gefunden. Grande sagt: „Die Kette war abgesprungen. Das Fahrrad wies allerdings keine Schäden auf, wie sie zum Beispiel für einen Unfall typisch wären.“ Gleichwohl hat die Polizei das Fahrrad des 17-Jährigen sichergestellt.

Nicht erklären kann sich die Polizei, warum der Junge mit bloßem Oberkörper gefunden wurde. Wie Grande berichtete, habe das Hemd nur wenige Meter neben dem Jungen auf der Straße gelegen. „Wir stehen erst am Anfang der Ermittlungen und suchen nun dringend Zeugen.“

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