Wolfsburg. Pokémon-Karten erfreuen sich immer noch großer Beliebtheit. Wir verraten, wo in Wolfsburg sich Fans vier Stunden lang zum Tauschen, Reden und Spielen treffen.

5,275 Millionen US-Dollar – so viel Geld hat Youtuber Logan Paul im April 2022 für die „Pikachu Illustrator“-Card ausgegeben. Damit ist sie die teuerste Pokémon-Karte der Welt. Nicht einen Cent hingegen geben die Teilnehmer der Pokémon Tauschbörse aus: Hier wechseln die Karten nur den Besitzer. Die Börse findet meistens am letzten Sonntag im Monat statt und ist offen für alle Pokémon-Begeisterten jedes Alters. Nächste Termine: 24. März und 28. April jeweils von 14 bis 18 Uhr im Hallenbad-Kulturzentrum in Wolfsburg.

Jetzt war es wieder so weit. Vier Stunden lang konnten die Fans von Schiggy, Rayquaza, Glurak, Turtok, Evoli, Fynx, Froxy oder Igamaro untereinander tauschen, miteinander quatschen und spielen. „Es dürfen Pokémon-Karten jeder Generation mitgebracht werden. Die alteingesessenen Fans helfen, die Echtheit der Karten zu überprüfen, die erkennt man nämlich an der Farbe und am Material der Karte, und erläutern, wie man Werte und Zustände heraus bekommt“, erklärt Organisator Klaus Lindemann. Der 42-Jährige ist Fan der ersten Stunde, seit am 1. September 1999 mit der Ausstrahlung der ersten Anime-Episode „Pika – Pikachu“ auf RTL II die Welle aus Japan nach Deutschland schwappte.

Wolfsburger Pokémon-Fans gehen ihrer Leidenschaft nach

Schon als Kind hat auch Mitorganisatorin Sera de Leo ihr ganzes Taschengeld für Pokémon-Karten ausgegeben – heute ist die 35-Jährige nicht nur seit einem Vierteljahrhundert Anhängerin der fiktiven Wesen, sondern nennt auch acht Alben mit sortierten Karten und „unzählige Boxen“ mit unsortierten ihr Eigen. „Das Sortieren ist für mich eine herrliche Art zu entspannen und dem stressigen Alltag zu entfliehen, ich versenke mich dann ganz und gar in die Pokémon-Welt“, sagt die junge Frau. Ähnlich geht es auch Klaus Lindemann. Ihn faszinieren vor allem die Feuer-Pokémon wie Glumanda, Hopplo und Lohgock – sein Liebling ist allerdings Glurak. „Den finde ich richtig cool“, gesteht der Detmeroder, der von seiner Mutter zum Geburtstag und zu Weihnachten immer noch Pokémon-Karten erhält und sich darüber sehr freut.

„Wir sind verrückt nach Pikachu“, rufen Annemarie Manzei und Isabella Gellner. Die 31- und die 27-Jährige sind mit vollem Eifer dabei, kennen viele Namen und Werte der Karten auswendig. Isabella besucht sogar des Öfteren Turniere und fährt dafür bis nach Hannover. „Pikachu hat so eine süße, knuddelige Erscheinung und besitzt die Fähigkeit, Elektrizität zu manipulieren, zudem ist er ein Symbol der Freundschaft, des Abenteuers und der Energie. Die ikonischen Ohren und der gelbe Pelz von Pikachu sind sofort erkennbar, deshalb lieben wir ihn so sehr“, begründen die beiden jungen Frauen ihre Leidenschaft.

Auch bei der jüngeren Generation ist Pokémon beliebt

Für Liam ist es wahnsinnig spannend, die „Päckchen zu öffnen“. „Da kribbelt’s“, sagt der Neunjährige, der die Eichendorff-Grundschule auf dem Rabenberg besucht. Sein Hobby teilt er mit seiner Oma, Silvia Grote-Wulff. Zusammen war das Duo auch ins Hallenbad gekommen. „Wir wollen es immer schaffen, eine komplette Serie – mit allen Sonderkarten – zu besitzen“, erklärt die Hagebergerin. Und das können dann schon mal pro Serie so um die 250 Karten sein. Derzeit begeistern sich Großmutter und Enkel für die Sonderserie 151 des Sammelkarten-Sets „Karmesin & Purpur“. „Mir macht das Sammeln wahnsinnigen Spaß“, verrät Liam, der aber auch noch andere Hobbys wie tanzen, singen und ein Musikinstrument spielen hat.

Liam (9)  nimmt an der Pokémon-Tauschbörse mit seiner Oma Silvia Grote-Wulff. teil.
Liam (9) nimmt an der Pokémon-Tauschbörse mit seiner Oma Silvia Grote-Wulff. teil. © regios24 | Helge Landmann

Weitere Infos zur Pokémon Tauschbörse Wolfsburg auch auf Facebook unter fb.me/tauschboersewolfsburg und bald auch auf Instagram.

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