Wolfsburg. Elsa, Aquaman und Napoleon: In Wolfsburg sagt die Filmszene, wie sich an Karneval verkleidet wird. Kostüm-Experten geben Last-Minute-Tipps.

Am Rosenmontag wird Wolfsburg von Elsa, Aquaman, Napoleon oder den Hunden von Paw Patrol regiert. Das mag man zumindest meinen, wenn man die Kostüm-Wünsche mancher Wolfsburgerinnen und Wolfsburger betrachtet. Ein Kostüm-Experte verrät, wieso nicht alle Kostüm-Ideen ohne großen Aufwand umgesetzt werden können, was die Verkleidung bei schlechtem Wetter rettet und wie man auch Last-Minute ein kreatives Kostüm finden kann.

Cowboy und Indianer, das sind vermutlich die typischen Kostüm-Ideen, die jeder kennt. Auch der Wolfsburger Roland Kalweit vom Kostüm-Kontor kann sich noch an die Cowboys und Indianer aus seiner Kindheit erinnern. Verkleidungen, die über mehrere Generationen hinweg beliebt sind. Aber auch andere Kostüme werden momentan zum Verkaufsschlager: „Kostüme, die auf aktuelle Filme basieren, sind sehr gefragt“, sagt Kalweit, der Kostüme verleiht. Das sind dann zum Beispiel Napoleon oder auch Aquaman-Verkleidungen – wobei es hier auch eindeutig auf den Körperbau ankomme, wie der Experte mit Humor erzählt. Neben Aquaman ist auch eine andere Film-Persönlichkeit noch immer sehr gefragt: Kinder verwandeln sich gern in Elsa, die Eiskönigin.

Kostüme, die auf aktuelle Filme basieren, sind sehr gefragt.
Roland Kalweit vom Kostüm-Kontor

Last-Minute-Kostüme basteln und kreativ werden: Tipps vom Kostüm-Verleih

Doch nicht immer kann Kalweit, der seine Ausstellung in Braunschweig hat, die Wünsche der Kundinnen und Kunden zur fünften Jahreszeit erfüllen. Nicht, weil das Kostümlager leergefegt ist – „wir haben immer was da“ –, sondern weil der Verleih keine Verkleidungen nachbauen darf, auf denen Copyrights liegen. Vor allem mit Disney-Kostümen könne er nicht immer dienen.

Um an Karneval oder Rosenmontag doch noch in die Haut des Idols schlüpfen zu können, können die Wolfsburgerinnen und Wolfsburger selbst aktiv werden, sich die Bekleidung selbst bestellen oder basteln. So geht der dreijährige Lennard, der mit seinen Eltern durch die Wolfsburger Fußgängerzone spaziert, beispielsweise als Chase, der blaue Hund von Paw Patrol. Letztes Jahr sei er als Waschbär gegangen, viele andere Kinder als Spiderman, Ninja oder Batman. Aber momentan sei eben Paw Patrol bei den Kindern hoch im Kurs. Dafür bediente sich seine Mutter im Kleiderschrank: „Wir hatten noch eine blaue Schürze, auf der die Paw-Patrol-Figuren abgedruckt sind.“

Ein guter Tipp, um auch Last-Minute noch kreative und nachhaltige Kostüme zu entwickeln: Ein Blick in den eigenen Kleiderschrank hilft meist, um der Kreativität und Fantasie freien Lauf zu lassen. Und eigentlich ist es ja genau das, worauf es bei Verkleidungen ankommt, wie der Experte verrät.

Bunte Kostüme für Wolfsburger Motto-Partys

Auch im Second-Hand-Geschäft „ReSales“ in der Wolfsburger Fußgängerzone ist Rosenmontag ein Thema. Hier gehen vor allem bunte Kleidungsstücke über die Ladentheke. „Ich gehe dieses Jahr selbst zur Weiberfastnacht, da lautet das Thema ‚Pretty in Pink‘“, erzählt Cathleen Klahr, Regionalleitung. Zwar gibt es bei „ReSales“ keine Kostüme, „aber man kann hier kreativ werden“, sagt Klahr. Accessoires, Hüte, Taschen, auffällige Blazer. Für farbige Mottopartys werden Faschings-Begeisterte hier fündig.

Ich gehe dieses Jahr selbst zur Weiberfastnacht, da lautet das Thema ‚Pretty in Pink‘.
Cathleen Klahr, Regionalleitung bei „ReSales“ in Wolfsburg

Weitere Kostüm-Ideen sind zum Beispiel die Jahrzehnte: 50er, 60er, 70er und 80er Jahre seien Dauerthemen und werden auch außerhalb der Karnevalssaison oft repräsentiert. „Diese Kostüme ziehen sich durch das ganze Jahr“, sagt Roland Kalweit vom Kostümverleih. Immerhin werden private Kostüm-Partys wie Motto-Geburtstagsfeiern oder Krimi-Dinner immer gefragter.

Wolfsburger Kostüm-Experte: So rettet man die Verkleidung bei schlechtem Wetter

Und wenn in der fünften Jahreszeit das Wetter mal wieder nicht so richtig mitspielt, können Klarsicht-Ponchos helfen, um das Kostüm auch bei Regen präsentieren zu können. „Genau so, wie es die Kölner eben auch machen“, sagt Kalweit. Denn vor allem Kostüme, die aus historischen Stoffen bestehen, können kein Wasser vertragen.

Mehr wichtige Nachrichten aus Wolfsburg lesen:

Täglich wissen, was in Wolfsburg passiert: