Wolfsburg. Tempo- und Rotlicht-Blitzer bringen beachtliche Summen ein, ebenso wie Park-Knöllchen. Die Stadt erwartet sogar Zusatz-Einnahmen.

Es sind nicht zu vernachlässigende Einnahmequellen, die die Wolfsburger Stadtkasse mit beachtlichen Summen füllen sollen: Die Bußgelder, mit denen die Stadt 2024 durch Raser, Rotlichtsünder und Falschparker kalkuliert, summieren sich auf mehrere Millionen Euro. Aufgrund von zwei Änderungen erwartet die Verwaltung sogar noch zusätzliche Einnahmen.

„Wir haben den Haushaltsansatz für die Bußgelder erhöht. Wir sind optimistisch, dass wir sie steigern können“, sagte Ordnungsamtsleiterin Anja Huttner am Mittwoch im Bürgerdienste-Ausschuss. Während die Stadt durch Strafzettel im Straßenverkehr 2021 knapp 3,7 Millionen Euro und 2022 gut 4,3 Millionen Euro einnahm, wurde für 2023 mit 5,5 Millionen Euro kalkuliert.

Parkgebühren, Falschparker-Tickets und Anwohnerparkgebühren bringen der Stadt Wolfsburg auch 2024 viel Geld ein. (Symbolfoto/Archiv)
Parkgebühren, Falschparker-Tickets und Anwohnerparkgebühren bringen der Stadt Wolfsburg auch 2024 viel Geld ein. (Symbolfoto/Archiv) © regios24 | Darius Simka

Zusätzliche Radarmessanlage soll in Wolfsburg noch mehr Geld bringen

Für 2024 sind nun sogar 5,58 Millionen Euro angesetzt – also knapp 80.000 Euro mehr –, für 2025 bis 2027 dann wieder je 5,5 Millionen. Die Summen umfassen Bußgelder aus dem fließenden und dem ruhenden Verkehr, also Tickets für zu schnelles Fahren, Überfahren von roten Ampeln und Falschparken.

Den höheren Ansatz erklärte Anja Huttner mit der Anschaffung einer weiteren stationären Radarfalle. „Wir bekommen noch eine Blitzer-Säule, die zur Erhöhung der Bußgelder führen dürfte.“

Dritte Blitzer-Säule am Wolfsburger St.-Annen-Knoten kommt später

Die dritte Blitzer-Säule am St.-Annen-Knoten, deren Aufbau sich verzögert, nahm Ordnungsdezernent Andreas Bauer im Ausschuss zum Anlass, um die üppigen Bußgeld-Einnahmen zu verteidigen. „Das ist ein positiver Nebeneffekt, dass wir mehr Bußgelder einnehmen. Aber wir machen das zur Erhöhung der Verkehrssicherheit“, betonte er. „Die Stadt macht Geld mit der Überwachung. Das machen wir auch – aber das ist ein Nebeneffekt.“

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Wann die dritte kombinierte Radarmessanlage zum Ahnden von Tempo- und Rotlichtverstößen am St.-Annen-Knoten denn endlich kommt, wollte Ausschussvorsitzender Andreas Klaffehn (PUG) wissen. „Wir warten auf die zuliefernde Firma. Die Leitungen liegen“, berichtete die Ordnungsamtsleiterin. Doch wegen des Wetters habe das Fundament für die Säule noch nicht gegossen werden können. „Daher wage ich keine feste Prognose.“

Auch höhere Gebühren für Anwohnerparken füllen Wolfsburgs Stadtkasse

Mit höheren Einnahmen rechnet die Stadt auch in einem anderen Bereich: Bei den Verwaltungsgebühren im Bereich Verkehr werden durch die 2023 beschlossene Erhöhung der Anwohnerparkgebühren für 2024 Mehrerträge von 90.000 Euro erwartet. So kommt es, dass im Haushaltsplan-Entwurf für 2024 und die folgenden Jahre mit jeweils 3,9 Millionen Euro kalkuliert wird.

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