Wolfsburg. Am Mittwochabend brennen wieder Gartenlauben in Wolfsburg. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Wieder haben Gartenlauben in einem Wolfsburger Kleingartenverein gebrannt. Wie die Polizei mitteilt, gerieten am Mittwochabend zwei Lauben im Kleingärtnervereins Laagberg in Brand. Dabei wurde ein Gartenhaus bis auf die Grundmauern zerstört, die zweite Laube trug erhebliche Beschädigungen davon. Bereits am ersten Weihnachtsfeiertag hatte es im Kleingartenverein Westersiek gebrannt.

Gegen 20.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Ursprünglich war lediglich ein Brand einer Laube gemeldet worden. Erste eintreffene Polizeikräfte entdeckten jedoch die zweite brennende Laube weniger Meter entfernt. Die Berufsfeuerwehr sowie Kameraden aus Fallersleben, Ehmen und Stadtmitte löschten die Brände. Verletzt wurde niemand. Die Polizei beziffert den Schaden auf rund 10.000 Euro.

Es war nicht der erste Lauben-Brand in dieser Woche - Brandstiftung?

Auch im Kleingartenverein Westersieck in Wolfsburg hatten Gartenlauben gebrannt. Das teilen Feuerwehr und Polizei mit. Demnach wurden die Einsatzkräfte am ersten Weihnachtsfeiertag gegen 21 Uhr zu einer brennenden Gartenlaube an der Heinrich-Nordhoff-Straße alarmiert. Kurz nach dem Eintreffen entdeckten die ersten Kräfte zwei weitere Gartenlauben, die in Flammen standen. Die Brandherde lagen rund 600 Meter auseinander. Freiwillige Ortsfeuerwehren wurden zusätzlich zu Hilfe gerufen.

Brände im Kleingartenverein Westersieck beschäftigen rund 100 Einsatzkräfte – ICE-Strecke gesperrt

Der Einsatz stellte nach Aussage der Feuerwehr eine Herausforderung dar. Die Wasserversorgung der Kleingartenanlage reichte nicht aus – im Pendelverkehr brachten Tanklöschfahrzeuge Wasser aus Hydranten an der Königsberger Straße zu den Bränden.

Zwei der drei Brände befanden sich in unmittelbarer Nähe zur ICE-Strecke Hannover-Berlin. Das Feuer zog die Lärmschutzwand in Mitleidenschaft. Zwischenzeitlich drohten Flammen, die Oberleitungen zu beschädigen. Der Bahnverkehr musste Montag von 21.45 bis 23.45 Uhr eingestellt werden.

Nachlöscharbeiten dauern – Polizei Wolfsburg ermittelt wegen Brandstiftung

Die Einsatzkräfte konnten nicht verhindern, dass sich ein Brand auf eine angrenzende Gartenlaube ausbreitete. Somit wurden insgesamt vier Gartenlauben zerstört. Mithilfe mehrerer C-Rohre konnte das Feuer schließlich gelöscht werden.

Insgesamt waren bei den Bränden am ersten Weihnachtsfeiertag rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Einsatzleiter war Matthias van der Wall. Neben der Berufsfeuerwehr löschten die Ortsfeuerwehren Fallersleben, Vorsfelde, Ehmen, Heiligendorf, Nordsteimke, Reislingen, Mörse und Stadtmitte. Hinzu kamen die Einsatzversorgung sowie Stadtbrandmeister Jörg Deuter mit seinen beiden Stellvertretern. Die Löscharbeiten dauerten bis 2.55 Uhr an.

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Wie es zu den Bränden kam, ist bisher unklar. Die Polizei hat die entsprechenden Brandorte beschlagnahmt und ermittelt nun. „Wir gehen derzeit von Brandstiftung aus“, sagt Polizeisprecher Thomas Figge auf Nachfrage.

Die Schadenssumme beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 30.000 Euro. Alle Gartenlauben wurden beim Brand stark beschädigt oder größtenteils zerstört und sind nicht mehr nutzbar, informiert Figge.

Müllcontainer brennen: Polizei prüft Zusammenhänge zwischen Bränden

Noch während der Löscharbeiten an der Heinrich-Nordhoff-Straße wurde ein weiteres Feuer in der Straße „Auf der Rönnecke“ in Wolfsburg gemeldet. Dort brannten zwei Müllcontainer, die direkt an einem Wohngebäude standen. Dank des schnellen Eingreifens der Ortsfeuerwehr Hehlingen, die mit insgesamt drei Fahrzeugen unter der Leitung von Stadtbrandmeister Jörg Deuter vor Ort war, konnte ein Übergreifen auf das Wohngebäude verhindert werden, heißt es in der Mitteilung der Feuerwehr. Auch die Entstehung dieses Brandes ist unklar – die Polizei ermittelt und prüft, ob es Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Bränden gibt.

In Wendschott droht ein Teich überzulaufen

Die Ortsfeuerwehr Wendschott wurde während der Einsätze in Wolfsburg zu einer technischen Hilfeleistung im eigenen Ortsteil alarmiert. Aufgrund der starken Regenfälle mussten Regenwasserschächte kontrolliert werden, da ein Teich überzulaufen drohte.

Feuerwehren Brackstedt und Vorsfelde springen ein und unterstützen Berufsfeuerwehr

Wegen der vielen Einsätze musste der Grundschutz für das Stadtgebiet Wolfsburg sichergestellt werden. Die Ortsfeuerwehren Brackstedt und Vorsfelde rückten mit dem übrigen Löschzug in die Wache der Berufsfeuerwehr in der Dieselstraße aus. Sie übernahmen die Wachbesetzung – übliche und gängige Praxis, wenn Einsätze länger dauern.