Wolfsburg. Am Donnerstag, 14. September, ist deutschlandweiter Warntag. Wolfsburg macht mit seinen 52 Super-Sirenen mit. Und nicht nur damit.

Heulende Sirenen, Warnungen auf dem Handy: Dadurch müssen sich Wolfsburger am Donnerstag, 14. September, nicht beunruhigen lassen. Die Stadt Wolfsburg nimmt nur am bundesweiten Warntag teil.

Während es in Braunschweig und Helmstedt ruhig bleiben wird, weil dort noch die Sirenen fehlen, ist Wolfsburg bestens aufgestellt für den Probealarm um 11 Uhr. „Für eine flächendeckende Warnung haben wir erst kürzlich die alten Sirenen im Stadtgebiet durch moderne ersetzt“, berichtet Jan-Niklas Schildwächter aus der Stadt-Pressestelle. 52 Sirenen verteilen sich auf die Stadt- und Ortsteile. Sie haben nicht nur den bekannten Heulton im Repertoire, auch Lautsprecherdurchsagen sind möglich – und das sogar mit Notstrom.

Wolfsburgs Sirenen kommen beim Warntag zum Einsatz

Es gibt noch weitere Kanäle, über die Warnungen abgesetzt werden. „Wir verfügen über einen großen Warnmittelmix“, betont Schildwächter. Etwa Warn-Apps wie die Nina-Warn-App und die digitalen Werbetafeln im Stadtgebiet. Im Ernstfall käme noch die Krisenkommunikation über die Presse, Social Media und die Stadt-Website hinzu.

Aber der Ernstfall wird am Donnerstag ja nur geprobt. „Der Warntag hat für uns gleich mehrere Bedeutungen. Wichtig ist, dass wir im Falle eines echten Katastrophenfalls alle Bürger*innen erreichen – egal, wo diese sich gerade im Stadtgebiet aufhalten“, erklärt Schildwächter. „Der Warntag hilft einerseits dabei, die Bürger*innen allgemein für den Bevölkerungsschutz zu sensibilisieren und gibt uns andererseits die Möglichkeit, unsere Warnmittel zu testen und Schwachstellen aufzudecken.“

Bürger, die keine Warnmeldungen erhalten, werden gebeten, sich bei der Stadt zu melden. „Das ist ein wichtiger Bestandteil für uns, um unsere Bevölkerungswarnung zu optimieren“, so der Pressereferent.

Katastrophenschützer informieren am Warntag vor dem Wolfsburger Rathaus

Das Warnsystem der Stadt Wolfsburg kommt bei sämtlichen Szenarien zum Einsatz, die eine hohe Gefahr für einen großen Teil der Bevölkerung darstellen könnten oder von hohem öffentlichen Interesse sind. So wäre eine Geruchsbelästigung durch Brandrauch nicht zwingend eine Gefahr, würde aber die Bevölkerung verunsichern, heißt es aus dem Rathaus. Mit einer zielgerichteten Warnung könne man die Verunsicherung nehmen. Die Lautsprecherdurchsage per Sirene wurde 2020 vom damaligen Oberbürgermeister Klaus Mohrs auch für eine Ansprache während des ersten Corona-Lockdowns genutzt.

Infos zum Katastrophenschutz in Wolfsburg gibt es online unter wolfsburg.de/bevoelkerungsschutz. Am Donnerstag stehen Mitarbeiter der Abteilung Bevölkerungsschutz außerdem zwischen 10 und 14 Uhr vor dem Rathaus und verteilen dort Informationen.