Oldtimer-Rallye

Olympia Rallye-Revial: Wolfsburg und Braunschweig Etappenziele

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Als Teilnehmer der Olympia Rallye und zeitweise schnellster Fahrer im Feld startete Walter Röhrl 1972 seine internationale Karriere. 50 Jahre später sitzt die Rennsportlegende auch bei der Neuauflage am Steuer. Am Montagabend tritt er in der Autostadt auf.

Als Teilnehmer der Olympia Rallye und zeitweise schnellster Fahrer im Feld startete Walter Röhrl 1972 seine internationale Karriere. 50 Jahre später sitzt die Rennsportlegende auch bei der Neuauflage am Steuer. Am Montagabend tritt er in der Autostadt auf.

Foto: Sven Simon / Dpa

Wolfsburg.  Die legendäre Rallye von 1972 feiert zum 50. Jubiläum eine Neuauflage mit 200 Teilnehmern. Sie führt durch unsere Region bis in den Harz.

Am 26. August 1972 wurden in München die Olympischen Sommerspiele eröffnet. Zum zweiten Mal fand damit das weltweit größte Sportereignis in Deutschland statt. Um die Menschen auf dieses Ereignis einzustimmen, wurden im Vorfeld zahlreiche Aktionen veranstaltet. So fand Mitte August 1972 eine Auto-Rallye statt. Die startete am Olympia-Standort Kiel und führte bis nach München – einmal quer durchs Land. Am Tag der ersten Etappe wurde auch Wolfsburg angesteuert. 50 Jahre später feiert die legendäre Rallye, die danach nie wiederholt wurde, ihre Neuauflage. Und wieder einmal steht Wolfsburg auf dem Fahrplan. Montagabend sollen die Autos in der VW-Hauptstadt eintreffen. Am Dienstag durchquert der Tross Braunschweig.

Walter Röhrl machte bei der Olympia-Rallye 1972 erstmals auf sich aufmerksam

Damals am 14. August 1972 gingen in Kiel 300 Teilnehmer an den Start. Um 15 Uhr stand in Wolfsburg eine Pause und der Neustart auf dem Programm. Die Startrampe wurde vor dem Parkhaus Congress-Park aufgebaut. Von Wolfsburg aus macht sich der PS-Tross in Richtung Schöppenstedt auf, steuerte danach den Elm an, weiter ging es in den Harz. Unter den Teilnehmern war 1972 auch ein gewisser Walter Röhrl, der heute als einer der besten Rallyefahrer aller Zeiten gilt. Damals steuerte er seinen privaten Ford Capri RS.

„Die legendäre Olympia-Rallye war ein Meilenstein in der deutschen Rallye-Geschichte. Sie war die tollste und schönste Rallye, die Deutschland jemals sah und wohl jemals sehen wird“, erinnerte sich Röhrl in einem Interview. Die Rennsportlegende lag 1972 lange in Führung, musste aber kurz vor dem Ziel aber aufgeben. Gleichwohl feierte er mit der Olympia-Rallye den Beginn seiner internationalen Karriere. Sieger wurde der Franzose Jean-Pierre Nicolas. Wohlbekannt ist heute sein damaliger Co-Pilot: Jean Todt.

2022 sind 200 Teilnehmer und mehr als 40 Automarken am Start

2019 hatte unsere Zeitung berichtet, dass es Pläne von Motorsport-Enthusiasten für das Revival gibt. Drei Jahre später zum 50. Geburtstag ist es soweit. Vom 8. bis zum 13. August wird die Oldtimer-Fahrt von Norden nach Süden wiederholt. Rund 200 Teilnehmer und mehr als 40 verschiedene Automarken sind am Start.

Die Tour führt zum Auftakt am Montag von Kiel über Lübeck, Lüneburg, Wittingen nach Wolfsburg. Ziel ist die Autostadt. Die Ankunft der ersten Fahrzeuge wird gegen 17/17.30 Uhr auf dem Kurzzeitparkplatz am Service-Haus. Dienstag startet der Tross in der Autostadt um 7.30 Uhr zur zweiten Etappe, die von Wolfsburg nach Braunschweig, durch den Harz weiter nach Einbeck über Bad Karlshafen nach Paderborn führt.

Rallyefans können Montagabend zwei Legenden live in der Autostadt erleben

In der Autostadt treten am Montagabend um 20 Uhr Walter Röhrl und der ehemalige Rallyefahrer Klaus-Joachim „Jochi“ Kleint auf der Lagunenbühne auf. In „Benzingesprächen“ berichten beide von ihren Eindrücken aus dem Rallye-Geschäft. Fans haben außerdem die Möglichkeit, Erinnerungsfotos aufzunehmen und sich ein Autogramm abzuholen. Zudem zeigt die Autostadt alle vier Fahrzeuge, mit denen Walter Röhrl die Rallye Monte Carlo gewann: den Fiat 131 Abarth, den Opel Ascona 400, den Lancia Rally 037 und den Audi quattro A2.

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