Ab Freitag maximal 500 Personen im Kaufhof in Wolfsburg

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WMG-Geschäftsführer Dennis Weilmann (von links), Ghandi Said Al Hassan vom „Das Alt-Berlin“, Salvatore Baffa vom „Lupus Wolfsburg“, Oberbürgermeister Klaus Mohrs und WMG-Geschäftsführer Jens Hofschröer am Zugang zum Kaufhof. 

WMG-Geschäftsführer Dennis Weilmann (von links), Ghandi Said Al Hassan vom „Das Alt-Berlin“, Salvatore Baffa vom „Lupus Wolfsburg“, Oberbürgermeister Klaus Mohrs und WMG-Geschäftsführer Jens Hofschröer am Zugang zum Kaufhof. 

Foto: WMG

Wolfsburg.  Die Einhaltung der Corona-Regeln wird immer schwieriger. Polizeichef Olaf Gösmann meint: „Ballermann-Zustände sind nicht tolerabel.“

An den Abenden und in den Nächten haben sich in den vergangenen Wochen oft zu viele Personen in den Gaststätten der Kneipenmeile Kaufhof und in dem Bereich dazwischen aufgehalten, wie die Stadt mitteilt. So sei es nicht möglich gewesen, die Abstandsregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie einzuhalten.

Die Erfahrungen der letzten Wochen nahmen Kaufhof-GastronomInnen, die Stadt Wolfsburg, die Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG) und die Wolfsburger Polizei nun zum Anlass, die Situation zu besprechen und weitere Maßnahmen zu ergreifen. Die Beteiligten einigten sich darauf, den Zugang zum Kaufhof zunächst bis Ende August an den Wochenenden temporär zu begrenzen und einen zusätzlichen Sicherheitsdienst einzusetzen. Maximal 500 Personen sollen sich auf dem gesamten Areal zwischen den Hausnummern 1 bis 25 aufhalten dürfen. Das entspreche der Kapazität der ansässigen Lokale. Die Regelung gilt laut der Mitteilung ab Freitag, 7. August, freitags und samstags, jeweils 19 bis 4 Uhr.

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„Wir haben Verständnis dafür, dass sich die Menschen in der Öffentlichkeit aufhalten und bewegen möchten. Die Abstandsregeln wurden hier jedoch häufig nicht eingehalten. Das können wir nicht dulden“, erklärt Oberbürgermeister Klaus Mohrs. „Viele meinen, wegen der aktuell geringen Corona-Infektionszahlen seien wir aus dem Schneider. Das ist aber nicht so. Das Virus kann sich schnell wieder verbreiten. Jeder von uns trägt die Verantwortung, die Menschen, denen wir begegnen, vor der Krankheit zu schützen. Die gemeinsam mit den GastronomInnen für den Kaufhof vereinbarte Regelung ist nach den Erfahrungen der vergangenen Wochen absolut notwendig und wichtig.“

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Olaf Gösmann, Leiter der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt, fügt hinzu: „Aus polizeilicher Sicht ist die Begrenzung der Personenzahl auf höchstens 500 für den Bereich des Kaufhofes zu begrüßen. Diese Regelung werden wir – gemeinsam mit der Stadt – auch konsequent überwachen und durchsetzen. Durch Alkohol und Gruppendynamik hervorgerufene „Ballermann-Zustände“ in einer unüberschaubaren Menschenmenge sind einfach nicht tolerabel.“

„Gastronomie, Kneipen und Bars sind in besonderer Weise von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Zufriedene Gäste und Umsätze sind für die BetreiberInnen ebenso von Bedeutung, wie die Sicherheit der MitarbeiterInnen und Gäste. Mit der temporären Zugangsbeschränkung wurde gemeinsam ein Weg gefunden, der beide Aspekte in höchstem Maße berücksichtigt“, unterstreichen die WMG-Geschäftsführer Jens Hofschröer und Dennis Weilmann die Bedeutung der Maßnahmen.

Dies sehen auch Salvatore Baffa vom „Lupus Wolfsburg“ sowie Ghandi Said Al Hassan vom „Das Alt-Berlin“ so und zeigen sich mit der Regelung zufrieden: „Es ist eine sehr schwierige Zeit für GastronomInnen. Die gemeinsame Regelung hilft uns, den Betrieb am Laufen zu halten, gleichzeitig aber auch die notwendigen Hygieneregeln einzuhalten. Hier hoffe ich gemeinsam mit meinen KollegInnen auf Verständnis unserer Gäste. Es freut mich zudem, dass der Austausch mit den städtischen AkteurInnen so gut funktioniert.“

Alle Zugänge – auch von dem benachbarten Wohngebiet Höfe aus – werden abgesperrt. Der Zugang wird nur über die Hauptzugänge von der Schillerstraße und der Kantallee aus möglich sein. Ein privater Sicherheitsdienst wird den Zugang kontrollieren. Eigene Getränke dürfen nicht mitgebracht werden. Gemeinsam werden alle Beteiligten die Wirkung der Maßnahmen beobachten, auswerten und sich gemeinsam über die Fortsetzung von Maßnahmen über den August hinaus abstimmen.

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