Hannover (ots) - Im Jahr 2023 liegt die Zahl der Hotel-Übernachtungen mit etwas mehr als 2,3 Millionen in Hannover 0,9 Prozent über dem des Vor-Corona- und bisherigen Rekordjahres 2019*. Das belegen die offiziellen Zahlen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN), die am 28. März herausgegeben wurden. Während die Zahl der Hotel-Übernachtungen in der ersten Jahreshälfte 2023 im Stadtgebiet leicht unter der des Vergleichsjahres 2019 lag, haben die Zahlen in der zweiten Jahreshälfte nochmal aufgeholt. Der stabile Anstieg zum Vor-Corona-Jahr und damit Basisjahr für Vergleiche zeigt ein solides Wachstum in Zeiten globaler Unsicherheiten. Herausragend ist aber auch die Steigerung der Übernachtungen von 2022 zu 2023, die mit einem Plus von 16,1 Prozent über den Erwartungen liegen.

Von den insgesamt 2.359.354 Übernachtungen im vergangenen Jahr erfasste das Statistische Landesamt 479.352 aus dem Ausland. Im Vorjahr 2022 buchten von insgesamt 2.031.876 Besucherinnen und Besuchern 385.223 internationale Gäste Unterkünfte in der Landeshauptstadt, 2019 listet die Statistik von 2.338.758 Übernachtungen 482.083 aus dem Ausland auf.

"Dass die Zahl der Übernachtungen in diesem Jahr das bisherige Rekordjahr 2019 um knapp ein Prozent übertroffen hat, markiert einen bedeutenden Erfolg für den Standort und ist das Ergebnis von Hannovers Resilienz als Tourismus- und Wirtschaftsstandort. Diese Entwicklung hat eine erhöhte Nachfrage im Tages- und Städtetourismus begleitet. Die neu aufgelegten Übernachtungspakete für Familien haben für eine große Nachfrage im Bereich des Tagestourismus gesorgt; ebenso unsere neuen Stadttouren, für die wir zwanzig neue Gästeführer und Gästeführerinnen ausgebildet haben, wie zum Beispiel die Taschenlampentour für Kinder und die Krimitour mit dem Rad", kommentiert Hans Nolte, Geschäftsführer der Hannover Marketing und Tourismus GmbH (HMTG) die Bilanz.

Im Städtereise-Index der Reiseexperten von TRAVELCIRCUS hat es Hannover kürzlich erst auf Platz 6 von 82 deutschen Großstädten als budgetfreundlichste Metropole für einen Wochenendtrip geschafft.Analysiert wurde eine breite Palette an Ausgaben, die typischerweise bei einem Städtetrip anfallen: Übernachtung in einem Mittelklassehotel, Verpflegung, Abendessen, Unterhaltungs- und Kulturerlebnisse. Ebenso Parameter wie An- und Abreise und geführte Stadttouren.

Bei den Übernachtungen in den Umlandkommunen gibt es noch Nachholbedarf

Im Vergleich zum Vorjahr mit 3.599.505 Übernachtungen kann die Region 2023 zwar mit 4.050.972 Gästen ein Plus von 12,5 Prozent verbuchen. Grund für diese positive Entwicklung ist allerdings, dass das Jahr 2022 touristisch weiterhin stark von den Einschränkungen der Covid-19-Pandemie beeinflusst war.

Der positive Trend der Landeshauptstadt setzt sich in den 20 Umlandkommunen allerdings nicht ganz fort. Die Werte liegen in der Region Hannover 2023 mit 4.050.972 Übernachtungen im Vergleich zu 2019 mit 4.254.598 Übernachtungen bei einem Minus von 4,8 Prozent.

Während 2019 mit einem der heißesten Sommer in der Geschichte Deutschlands auch meteorologisch sämtliche Rekorde brach, verzeichnete 2023 außergewöhnliche Niederschlagsmengen. Diese bescherten nicht nur dem Maschseefest 20 Prozent weniger Gäste. Das schlechte Wetter hat auch die Urlaubsregion Hannover getroffen, da deutlich mehr Urlaubssuchende europäische Feriendestinationen bevorzugten.

Neue Hotels bereichern Stadtbild positiv und stärken die lokale Wirtschaft

Nicht zuletzt verliert die Region wohl auch an Übernachtungszahlen durch das Plus an Hotelkapazitäten im Stadtgebiet.

Die jüngsten Entwicklungen in der hannoverschen Hotellandschaft signalisieren einen Internationalisierungs-Trend. Nach Häusern der französischen Accor-Gruppe, Best Western, Marriott mit Sheraton und Courtyard, der NH-Hotel Gruppe sowie Wyndham, hat die City unter anderem mit dem me and all Hotel Hannover aus der Hyatt-Gruppe und kürzlich erst mit der globalen Hotel-Kette Hilton, dem Motel One und dem Premier INN, einer der größten Hotelmarken aus Großbritannien, einen kräftigen Internationalisierungsschub bekommen.

Noch im Frühjahr 2024 eröffnet mit dem June Six das Flaggschiff der Prime Star Group im ehemaligen Loccumer Hof im Herzen Hannovers. Penta Hotels hofft auf eine zügige Eröffnung des ehemaligen Maritim am Neuen Rathaus und die international agierende Titanic-Gruppe hat sich mit einem Neubau in der Königstraße angekündigt. Mit der Eröffnung mehrerer neuer Hotels in den kommenden Monaten unterstreicht die Landeshauptstadt ihr wachsendes Ansehen als attraktives Ziel für Touristen und Geschäftsreisende gleichermaßen. Durch die Ansiedelung der internationalen Hotelketten verändert sich das bauliche Erscheinungsbild der City positiv, ebenso sind die touristischen Mitnahmeeffekte für anliegende Gastronomie und Shops von besonderer Bedeutung.

"Wir begrüßen den Trend zur Kooperation lokaler Hotels mit internationalen Hotelketten und deren Bemühungen um weltweite Vermarktung. Diese Entwicklungen tragen im Wesentlichen zur Internationalisierung des Wirtschafts- und Tourismusstandorts bei", so Nolte. Er ergänzt: "Trotz der gestiegenen Präsenz des Standorts stellen die Investorenerwartungen eine fortlaufende Herausforderung dar. Um die Kapazitäten in der Landeshauptstadt und den umliegenden Gemeinden nachhaltig auszulasten, sind weiterhin signifikante Marketinganstrengungen in den Quellländern des hannoverschen Tourismus erforderlich. Wir sind aber zuversichtlich, dass die fortgesetzten Bemühungen um die nationale und internationale Vermarktung der Region Hannover Früchte tragen werden."

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