Gerlingen/München. Kann eine moderne Wärmepumpe nur eingebaut werden, wenn auch eine Fußbodenheizung vorhanden ist? Im Netz hält sich diese Behauptung - doch sie ist falsch und schürt Misstrauen. Ein Faktencheck.

Die Bundesregierung setzt beim Heizen auf neue Techniken wie die Wärmepumpe. Damit sollen das Klima geschützt und die Abhängigkeit von Energieimporten verringert werden. Kritiker behaupten in sozialen Netzwerken, Wärmepumpen würden nicht mit alten Heizkörpern funktionieren. Kann das sein?

Behauptung: Der Einbau einer modernen Wärmepumpe gelinge meist nur, wenn auch eine Fußbodenheizung vorhanden ist.

Bewertung: Falsch

Fakten: Fachleute sind sich darüber einig, dass Wärmepumpen Haus oder Wohnung auch ohne spezielle Heizschlangen im Fußboden heizen. Das gelte auch für Altbauten, die dazu nicht notwendigerweise aufwendig umgebaut werden müssten.

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Der Wärmepumpenhersteller Bosch etwa bestätigt: „Es ist nicht zwangsläufig erforderlich, eine Wärmepumpe mit einer Fußbodenheizung zu kombinieren.“ Auch der Münchner Heizungsfachbetrieb Schramm erklärt online: „Die Wärmepumpe im Altbau ist mit oder ohne Fußbodenheizung eine gute Wahl.“ Eine neue Wärmepumpe sei im Altbau mit Heizkörpern zudem „deutlich günstiger“ als die Nachrüstung einer Fußbodenheizung.