Wolfsburg. Fußball: Die Fußballerinnen des 1. FC setzen sich im „Halbfinalkrimi“ durch. Die Freude wird aber nach Abpfiff etwas getrübt.

„Ich glaube, das war ein Pokalspiel, wie es es jeder Zuschauer gerne sieht“, brachte es Hendrik Bichel auf dem Punkt. Der Trainer der Fußballerinnen des 1. FC Wolfsburg bezog sich dabei auf das Bezirkspokal-Halbfinale zwischen seinem FC und den Gästen SG RSV/Sickte/Hötzum, das die „Roten“ am Mittwochabend mit 4:3 (1:1) für sich entschieden. Stimmungskiller war allerdings, dass nach dem Abpfiff die Polizei anrücken musste, weil die Kabinen der Teams aufgebrochen wurden. Es wurde bei beiden Mannschaften Bargeld entwendet.

Aber das nur am Rande. Im Vordergrund stand das Sportliche – und das hatte einiges zu bieten. Spannend war es im Stadion West. Bichel ließ seine Mannschaft den sonst spielstarken Gegner sehr früh unter Druck setzen. Das ging auf. Bichel: „Sie haben nur mit langen Bällen agiert, die wir gut verteidigt haben.“

Einmal war der FC aber bei einem solchen langen Ball nicht auf der Höhe. „Das wurde direkt bestraft.“ Den Rückstand (17.) glich Jessica Volk aber zügig wieder aus (26.). Mit dem Remis ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel hatte der FC aber große Probleme. „Die Zuordnung hat nicht mehr gestimmt, und wir waren vom Kopf her zu langsam“, berichtete Bichel. Schnell lagen die Gastgeberinnen mit 1:3 im Hintertreffen. Doch der FC gab den Traum vom Pokalsieg noch nicht auf und drehte die Partie.

Bichel: „Es war fußballerisch sicher nicht unser bestes Spiel, aber wenn man nach einem 1:3 zurückkommt, ist das schon eine tolle Leistung, auf die wir sehr stolz sein können.“

Tore: 0:1 Neubauer (17.), 1:1 Volk (26.), 1:2 Fastnacht (50.), 1:3 Bost (56.), 2:3 Brogmus (70.), 3:3 Conrad (80.), 4:3 Adolph (84.).