Wolfsburg. Nach einer unglücklichen Niederlage in Cuxhaven wird es für den TV Jahn Wolfsburg in der Oberliga ernst.

Der Abstiegskampf hat begonnen: Durch die unglückliche 3:6-Niederlage beim SC Cuxhaven sind die Tennisspieler des TV Jahn Wolfsburg auf Rang 6 der Oberliga abgerutscht – punktgleich mit drei anderen Mannschaften. Die Wolfsburger verpassten in Cuxhaven ein besseres Ergebnis, weil sie in den Match-Tiebreaks gegenüber dem SC abfielen.

Sechs offene Einzel hatte Jahn-Mannschaftssprecher Niklas Schulz vorausgesagt. Damit hat Wolfsburgs Nummer 1 nur teilweise richtig gelegen. Denn an den ersten Positionen setzte es glatte Niederlagen für die Gäste. Insgesamt war das Duell mit Cuxhaven aber sehr ausgeglichen.

In der ersten Spielrunde konnte Julius Ziebart nicht kaschieren, dass ihm nach seiner USA-Rückkehr noch die Matchpraxis und das Training auf Asche fehlen. „Julius hat in den USA seit einigen Wochen keine Spiele absolviert“, berichtete Schulz. „Er braucht noch etwas Zeit.“ Ziebart verlor mit 1:6, 1:6.

Schulz erzielte das gleiche Ergebnis – in einem allerdings völlig anderen Match. Fast zwei Stunden bekämpften sich die Einser. Die vorherigen Partien zwischen Schulz und Cuxhavens Felix Palmen endeten in je einem Sieg für beide Kontrahenten. Dass es diesmal im Endresultat so deutlich wurde, führt Schulz auf mangelnde Chancenverwertung seinerseits zurück. „Ich hatte Möglichkeiten“, betonte der Wolfsburger. „Das Momentum hätte kippen können.“

Mehr Matchglück hatte Oliver Wagner. Jahns Kapitän fuhr einen ungefährdeten 6:1, 6:1-Erfolg an Position 3 ein. „Oli hat dominiert“, lobte Schulz. Für den zweiten Jahn-Punkt sorgte Erik Patorra. An Position 6 setzte er sich mit 6:2, 3:6, 10:8 durch. „Das Ergebnis täuscht“, merkte Schulz an. „Erik war nach dem ersten Satz klar besser und überlegen.“

Vollkommen offene Partien waren die von Petr Vanicek und Fabian Höflich. In beiden Matches zogen die Wolfsburger jedoch knapp den Kürzeren – in beiden Fällen nach Satzführung. Vanicek unterlag mit 6:4, 6:7, 5:10. Höflich verlor mit 6:4, 2:6, 6:10. „Das sind ärgerliche Niederlage“, befand Schulz. „Mindestens eines der Matches hätten wir holen können.“ Jahn-Coach Milan Pesicka ist gleicher Ansicht: „Wir hätten ein 3:3 nach den Einzeln verdient.“

So mussten die Gäste in den Doppeln viel riskieren. Ziebart/Vanicek (6:2, 6:3) brachten den TV Jahn zurück ins Spiel. Schulz/Patorra (1:6, 7:5, 7:10) und Wagner/Höflich (6:7, 2:6) vollendeten die Wende aber nicht. „Wir haben richtig aufgestellt, hatten in den Zusammenstellungen gute Chancen“, erklärte Schulz. „Leider hatten wir erneut etwas Pech.“ Sein Fazit: „Die Begegnung in Cuxhaven stand auf Messers Schneide. Dass wir die Tiebreaks nicht gewonnen haben, war entscheidend.“