Sickte. Die SG-Fußballerinnen wollen trotz Erschöpfung am Mittwochabend in Wolfsburg den Finaleinzug im Bezirkspokal schaffen.

Die Landesliga-Fußballerinnen der SG Sickte/Hötzum haben die Chance, dafür zu sorgen, dass ihre Spielgemeinschaft gleich in zwei Pokalwettbewerben im Finale vertreten ist. Während die Männer am Pfingstmontag in Börßum gegen den SV Wendessen um den Kreispokal spielen, müssen die SG-Kickerinnen am Mittwochabend (19 Uhr) beim 1. FC Wolfsburg das Halbfinale im Bezirkspokal siegreich gestalten.

Die Sickterinnen sind allerdings schon am Limit, was die Belastung angeht. Mit der Partie in Wolfsburg gehen sie in die nächste Englische Woche. Zahlreiche Spielerinnen sind angeschlagen. Hinter den Einsätzen von Abwehrbollwerk Anke Sawallisch, Flügelspielerin Jana Haake und Torjägerin Nadine Fastnacht stehen zumindest Fragezeichen. „Wir haben am Montag nur ein lockeres Stretching gemacht und danach zusammen gegrillt“, berichtet SG-Trainer Georg Schnieders über die Vorbereitung. Seine Schützlinge seien „überspielt. Da gehen die Kreativität und die Zweikampfstärke flöten“, sagt Schnieders. Sophia Neubauer hat in dieser Saison sogar alle Spiele mitgemacht (18 in der Liga, 3 im Pokal) und ist damit Rekordhalterin im Team. Die Stürmerin schonte sich im Abschlusstraining. „Sie hat beim Stretching passen müssen“, sagt Schnieders.

„Es ist schon eine Überraschung, dass wir es bis ins Halbfinale geschafft haben. Jetzt haben wir die einmalige Chance, ins Finale einzuziehen. Die wollen wir auf jeden Fall nutzen.“

Georg Schnieders

Die Sickterinnen versuchen, die letzten Reserven für das Halbfinalspiel in Wolfsburg zu mobilisieren, um dort noch mal Vollgas geben zu können. In der Liga hat die SG den 1. FC zuhause mit 4:2 besiegt, auswärts gab es ein 1:1-Remis. „Es kann in beide Richtungen gehen. Wir sind momentan auch eine Wundertüte“, sagt der SG-Trainer. Erneut geht es in Wolfsburg jetzt auf den Kunstrasenplatz. „Wir hätten lieber auf Rasen gespielt, haben aber im Februar dreimal auf dem Kunstrasen in Wolfsburg trainiert und kennen das Geläuf“, so Schnieders.

Am Anfang der Saison hatte der Coach vor dem Erstrunden-Match seiner Mannschaft gesagt, dass es ein zusätzliches Testspiel sei. In der zweiten Runde gegen die Freien Turner sagte Schnieders: „Das ist ein weiteres Bonus-Spiel. Spätestens ab dem Viertelfinale wollten wir aber unbedingt weiterkommen. Es ist schon eine Überraschung, dass wir es bis hierhin geschafft haben. Jetzt haben wir die einmalige Chance, ins Finale einzuziehen. Die wollen wir auf jeden Fall nutzen“, erklärt der SG-Coach.