Adios! Diego wechselt zu Atletico Madrid

Wolfsburg  Last-Minute-Transfer – Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg erhält für Mittelfeldspieler Diego eine Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro von Madrid.

Sein letztes Spiel: Diego verabschiedet sich mit der 1:3-Heimniederlage gegen Hannover aus Wolfsburg.

Sein letztes Spiel: Diego verabschiedet sich mit der 1:3-Heimniederlage gegen Hannover aus Wolfsburg.

Foto: Priebe/rs24

Adios, Diego! Einer der besten und berühmtesten Fußballer, der je bei Bundesligist VfL gespielt hat, verabschiedete sich gestern aus Wolfsburg. Der 28-jährige Mittelfeldspieler wechselt zum spanischen Erstligisten Atletico Madrid. Dort soll er mindestens einen Vertrag über anderthalb Jahre unterschreiben.

„Diego ist am Donnerstagabend auf uns zugekommen und hat uns mitgeteilt, dass er gerne wechseln möchte“, sagte Klaus Allofs. „Mit Atletico Madrid waren wir uns schnell über die Rahmenbedingungen einig“, so der VfL-Manager weiter. Auch die Gespräche mit Diego über eine Vertragsauflösung dauerten nicht lange. Nach Informationen unserer Zeitung erhält der VfL noch eine Ablösesumme von etwa 1,5 Millionen Euro. Außerdem spart der Klub das Gehalt des Brasilianers ein. Mit geschätzten acht Millionen Euro Jahresgehalt war Diego der Top-Verdiener in Wolfsburg.

Ursprünglich wollte Allofs mit Diego im Februar über dessen Zukunft sprechen. Sein Vertrag wäre im Sommer ausgelaufen. „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir zueinander gefunden hätten, wäre gering gewesen“, sagt Allofs. Dass Diego die „Wölfe“ noch am letzten Tag der Transferperiode verlässt, war allerdings auch nicht unbedingt zu erwarten. „Eigentlich hatte wir keine Pläne, noch etwas zu verändern“, sagt Allofs. „Es hätte aber keinen Sinn gemacht, Diego zu sagen, dass er hierbleiben muss.“

Der Abgang des Spielmachers sei „eine kurzfristige Schwächung“, räumt der Manager ein. „Aber es war klar, dass wir nicht nur Schritte nach vorne machen, sondern auch mal auf der Stelle treten und einen kleinen Rückschlag wegstecken müssen“, so Allofs weiter. Außerdem habe die Mannschaft bereits in Spielen wie gegen Dortmund oder Freiburg bewiesen, dass sie auch ohne Diego erfolgreich sein kann.

Allofs schmerzt der Abschied des genialen Fußballers auch persönlich: „Ich habe ihn damals von Porto nach Bremen geholt. Diego und die Bundesliga war eine Erfolgsgeschichte.“

Eine, die nun zu Ende ist. Eine Rückkehr nach Deutschland ist wohl ausgeschlossen. Transfers in dieser Größenordnung können sich nur die Spitzenklubs der Liga leisten. Nach seinem Durchbruch 2006 bei Werder Bremen war Diego 2009 zu Juventus Turin weitergezogen, wo er jedoch nicht zurechtkam. 2010 wechselte er zum VfL. In 77 Bundesliga-Spielen für die „Wölfe“ verbuchte er 19 Tore und 19 Assists.

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