Lebenstedt. Die Lebenstedter nutzen den Saisonendspurt als Testphase und kommen mit verändertem System zu einem 2:0-Heimerfolg.

Ohne Druck spielt es sich befreit auf – unter diesem Motto könnte man die Nachholpartie der Fußball-Bezirksliga 3 zwischen dem SV Fortuna Lebenstedt und dem MTV Wolfenbüttel II zusammenfassen. Gegen das beste Rückrundenteam der Liga kamen die Fortunen am Mittwochabend auf dem heimischen Wiedehopp zu einem überraschenden 2:0 (1:0)-Erfolg.

„Ich bin ganz ehrlich: Ich bin ohne große Erwartungen in das Spiel gegangen. Dafür war unsere Personalsituation zu schlecht und die Ergebnisse des Gegners in letzter Zeit einfach zu stark“, gab Fortuna-Coach Daniel Reinsch nach der Partie zu. In der Besprechung vor dem Spiel hatte Reinsch seinen Spielern Sonderaufgaben mit an die Hand gegeben, die sie während der folgenden 90 Minuten erfüllen sollten. So spielte Rick Liebig im Spielaufbau zwischen den beiden Verteidigern und wurde von Cedric Rabbas dabei unterstützt. „Wir sind kurz vor dem Saisonende und es geht eigentlich um nichts mehr. Also nutze ich die verbleibenden Spiele, um neue Dinge auszuprobieren“, begründete Reinsch.

Und seine Mannschaft nahm die Sonderaufgaben ihres Trainers gut an. „Es hat Spaß gemacht, von außen dabei zuzugucken, wie sich meine Jungs reingekniet und die ungewohnten Abläufe mit Leben gefüllt haben“, erklärte der Fortuna-Trainer. Selbst als Reinsch in der 18. Minute Lennart Gauger verletzungsbedingt vom Feld nehmen musste und den angeschlagenen Ismael Aarab brachte, ging die Fortuna-Testphase weiter. Aarab sorgte dann nach gut einer halben Stunde auch für die nicht unverdiente Führung. „Am Ende haben wir fünf hundertprozentige Chancen gehabt und der Gegner nur eine. Das spricht dafür, dass das neue System nicht so falsch gewesen sein kann“, so Reinsch, der kurz vor dem Schlusspfiff noch den Siegtreffer durch Raul Lora-Moreno bejubeln durfte.

Tore: 1:0 Aarab (33.), 2:0 Lora-Moreno (89.).