Vorsfelde. Der SSV unterliegt dem formstarken Zweiten mit 1:3 und muss die zweite Heimniederlage der Saison hinnehmen. Reich gibt Comeback.

Über viele Wochen hatte der SSV Vorsfelde einen echten Lauf in der Fußball-Oberliga. Die Eberstädter waren in neun Begegnungen in Serie nicht zu besiegen. Doch kurz vor dem Ende der Hinrunde scheint der SSV-Motor etwas ins Stottern zu geraten. Nach der deutlichen 0:5-Pleite am vergangenen Wochenende bei Schlusslicht STK Eilvese mussten die Vorsfelder auf heimischem Terrain gegen Spitzenteam BSV Kickers Emden nun ein 1:3 (1:2) hinnehmen.

„Der BSV war ein sehr guter Gegner – eine sehr ausgebuffte Truppe“, lobte Vorsfeldes Cheftrainer Alexander Strehmel. Dabei erwischte seine Elf einen guten Start auf dem Kunstrasenplatz. Dustin Reich, der rund zwei Wochen aufgrund einer Knöchelverletzung hatte zuschauen müssen, gab den ersten Schuss auf das Gäste-Tor ab (3. Minute). Das Zepter übernahmen in der Folge aber die Gäste aus dem Emsland – und kamen prompt zum ersten Torerfolg (7.). David Schiller hieß der Torschütze. „Wir machen vorher einen individuellen Fehler in der Mitte“, gab Strehmel an. Der Gast habe seine Elf „gut gepresst“ – und die Fehler gnadenlos ausgenutzt, führte der SSV-Coach aus. Der schönste Treffer des Nachmittags fiel allerdings aufseiten der Eberstädter. Michel Haberecht fasste sich per Freistoß aus gut und gern 40 Metern ein Herz und drosch das Spielgerät an Emdens Keeper Isaak Djokovic vorbei in die Maschen (22. Minute). Strehmel schwärmte: „Das war ein Tor aus der Kategorie Tor des Monats.“ Stabilität verlieh der Ausgleich den Hausherren hingegen nicht. Nur vier Zeigerumdrehungen später lagen sie erneut in Rückstand. Nach einem langen Einwurf habe Emdens Fabian Herbst völlig frei gestanden und musste nur noch den Kopf hinhalten. Kurz vor dem Halbzeitpfiff verpasste Reich das 2:2, Djokovic hielt den Kopfball sicher.

Melvin Kick sorgt per Eigentor für die Entscheidung

Nach Wiederbeginn brachte Strehmel Raphael Zimpfer, der erstmals seit Ende August für die Eberstädter auflief. Luc Bammel blieb für ihn in der Kabine. Den Ton gab aber weiterhin der Tabellenzweite an. Und mit dem 3:1 sorgte der BSV für die Vorentscheidung nach rund einer Stunde: Nach einem Freistoß bugsierte Innenverteidiger Melvin Kick den Ball unglücklich ins eigene Tor, Torhüter Justin Kick hatte keine Abwehrchance. Vorsfeldes Nummer 1 war es zu verdanken, dass die Emsländer Treffer Nummer 4 nicht mehr nachlegten. Im Eins-gegen-Eins war er auf dem Posten.

„Keiner meiner Spieler kam annähernd an seine Normalform heran. Wir waren in allen Belangen über die gesamten 90 Minuten unterlegen“, lautete das Fazit von Ex-Profi Strehmel, der in den nächsten Wochen vor allem auf die defensive Stabilität sein Augenmerk legen will.

SSV: J. Kick – Topsakal, Breit, M. Kick, Istock – Mokry (74. Cinquino), Broistedt, Bammel (46. Zimpfer), Gangloff – Reich, Haberecht.

Tore: 0:1 Schiller (7.), 1:1 Haberecht (22.), 1:2 Herbst (26.), 1:3 Eigentor M. Kick (59.).