Wolfenbüttel. Die Wolfenbütteler schlagen die SVG Göttingen und verschaffen sich ein bisschen Luft im Landesliga-Abstiegskampf.

Der BV Germania Wolfenbüttel kann in der Fußball-Landesliga doch noch gewinnen. 1:0 (0:0) hieß es am Sonntagnachmittag nach 90 heiß umkämpften Minuten im MKN-Sportpark gegen die SVG Göttingen. „Der Sieg war immens wichtig“, konstatierte BVG-Trainer Habil Turhan, dessen in den vergangenen Wochen so erfolglose Mannschaft bedenklich tief in die Abstiegszone abgerutscht war.

Das Tor des Tages für die Blau-Gelben erzielte Julian Bräunig in der 75. Minute. Vorausgegangen war eine Wolfenbütteler Balleroberung und ein zügiger Gegenangriff über die linke Seite. Die scharfe Hereingabe verpasste in der Mitte zunächst Lando Baerwolf, doch der nachsetzende Bräunig versenkte die abprallende Kugel aus dem Halbfeld ins zu diesem Zeitpunkt verwaiste Göttinger Tor. „Genau zur richtigen Zeit“ sei dieser Treffer gefallen, sagte Turhan. Seine Mannschaft hatte zuvor im Spielverlauf vier hochkarätige Torgelegenheiten ungenutzt gelassen – der Glaube an einen Erfolg schien zu schwinden.

Lando Baerwolf verpasst zwei gute Chancen, ebenso Jörn Winkler

Bereits nach 10 Minuten hätte Baerwolf seine Farben in Führung bringen können – wenn nicht gar müssen. Der Germania-Torjäger setzte eine scharfe Flanke von der rechten Seite jedoch über das SVG-Gehäuse. In Minute 50 verpasste Baerwolf Germanias Führung noch knapper. Der Schuss des Stürmers landete am Pfosten. Zum Haareraufen auch, dass Jörn Winkler Mitte der zweiten Halbzeit zweimal nach Standards nur um Haaresbreite die Führung für die Wolfenbütteler verpasste. Für die Erlösung sorgte schließlich Bräunig, dessen Treffer die laut Turhan „sehr intensive Partie“ entschied.

Wolfenbüttels Trainer war im Anschluss an das Spiel hochzufrieden mit dem Auftritt und vor allem mit der Einstellung seiner Spieler. „Jedem war bewusst, dass das ein enorm wichtiges Spiel für uns ist.“ Die Vorgabe sei gewesen, defensiv kompakt zu stehen und den wie erwartet ballsicheren Göttingern möglichst wenig Raum zur Spielgestaltung zu geben. „Unser Zentrum war dicht“, sagte Turhan. „Das haben die Jungs sehr gut hinbekommen.“ Zwei dicke Chancen – eine sehr frühe und eine kurz vor Schluss – hatte die SVG dennoch. Turhan: „Da hatten wir etwas Glück.“

BV Germania: Brettschneider – Rosenau, Winkler, Bröer (46. Losing), J. Feder – Fongang, Bräunig, Madsack, Özdemir (90.+2 Siedentopf) – M. Feder (46. Speck), Baerwolf (81. Sabani).

Tore: 1:0 Bräunig (75.).