Peine/Harkenbleck. Der VfB/SC hat nun die besseren Karten auf die Rückkehr in die 2. Bundesliga. SG Vechelde/Lengede dreht 1:3-Rückstand noch in Sieg um.

Es ist wie verhext! Schon wieder wurde ein Spieltag des VfB/SC Peine in der Badminton-Regionalliga maßgeblich von einer Verletzung beeinflusst. Weil Aushilfe Tessen Winter aus der zweiten Mannschaft gegen den SV Berliner Brauereien II im Herrendoppel unglücklich umgeknickt war, konnte er nicht mehr weiterspielen, was beim Aufstiegsaspiranten zum Verlust von gleich zwei Spielpunkten sorgte.

Trotz des resultierenden 4:4-Remis rutschten die Peiner sogar an die Tabellenspitze, weil Hauptrivale SG Hammer/Altenholz/Molfsee gegen Wittorf patzte (3:5). Damit haben die Peiner beim abschließenden Spieltag in einer Woche gute Karten auf die Zweitliga-Rückkehr. Das zweite Team aus dem Kreis Peine, die SG Vechelde/Lengede, hat durch seinen 5:3-Sieg beim SV Harkenbleck noch Chancen auf den dritten Platz.

VfB/SC Peine – SV Berliner Brauereien II 4:4 (10:8 Sätze, 305:317 Bälle). Nach Siegen im 1. Herren- und im Damendoppel waren auch Lukas Behme und Ersatzmann Tessen Winter auf dem Weg zum Sieg und damit zur schnellen 3:0-Führung. Nach 17:21 und 21:15 ging der dritte Durchgang aufgrund der Verletzung des Peiners aber mit 8:21 deutlich verloren. „Sie haben echt gut gespielt und im dritten Satz geführt. Bestimmt hätten die beiden das Spiel gewonnen“, war Teamkollegin Laura Gredner überzeugt.

Stattdessen kippte das Spiel in die andere Richtung. Zwar sorgten mit Larina Tornow im Einzel und Nadine Cordes im Mixed an der Seite von Lucas Gredner die Damen für die nötigen Punkte zum Remis. Neben dem abgeschenkten Einzel von Tessen Winter holten aber auch Lukas Behme (21:23, 16:21) und Niklas König (22:20, 14:21, 17:21) in dieser Disziplin nichts Zählbares. „Niklas hat gegen ein 18-jähriges Nachwuchstalent verloren. Das war ein 50:50-Spiel“, urteilte Gredner.

SV Harkenbleck – SG Vechelde/Lengede 3:5 (8:12 Sätze, 368:372 Bälle). Nach dem letzten Ballwechsel machte sich Erleichterung breit: Aus einem 1:3-Rückstand hatten die Vechelder noch einen 5:3-Erfolg gemacht. Der Wendepunkt dieser Begegnung sei das Dameneinzel von Lena Moses gewesen. Nachdem Markus Müller und Sebastian Remus mit ihrem äußerst knappen 21:19, 22:20-Sieg den Doppel-Totalausfall der Gäste abgewendet hatten, unterlag Marius Meyer dem früheren SG-Spieler Yanik Zahmel in drei Sätzen und die Vechelder lagen mit 1:3 hinten.

Danach hatte Lena Moses im Dameneinzel das Momentum eigentlich auf ihrer Seite: Nach 17:21 gewann sie den zweiten Abschnitt dominant mit 21:10. Doch plötzlich brach sie ein. Die Länge ihrer Bälle passte nicht und sie geriet im entscheidenden Durchgang mit 8:14 in Rückstand. „Danach hat sie ,Alles oder Nichts‘ gespielt, ist voll auf Angriff gegangen“, berichtete Vecheldes Kapitän Henning Zanssen. Es funktionierte: Moses siegte mit 21:16 und sorgte für eine Initialzündung! „Es war das 2:3. Da haben wir gesagt: Hier geht noch was“, erläuterte Zanssen.

Das umkämpfte Mixed (Sebastian Remus/Romina Plöger) und die folgenden Herreneinzel von Markus und Luca Müller gingen an die Gäste, die in der Tabelle dem Horner TV auf die Pelle rückten. Nach dem Patzer der Hamburger (4:4 gegen Bremen) stehen beide Kontrahenten punktgleich auf den Plätzen 3 und 4.