Stederdorf. Der Landesligist setzt sich klar gegen Bezirksliga-Aufsteiger Sonnenberg durch. SVL-Coach Kai Olzem: „Der Pokalsieg ist uns sehr wichtig.“

Die Überraschung blieb aus: Wie erwartet gewann der SV Lengede am Mittwochabend in Stederdorf den Wettbewerb um den Fußball-Härke-Pokal. Der Landesligist setzte sich in einem nach der 20. Minute recht einseitigen Finale gegen Bezirksliga-Aufsteiger TSV Sonnenberg mit 5:0 (2:0) durch.

Nur in der Anfangsphase entwickelte sich vor 220 zahlenden Zuschauern auf tiefem Geläuf in Stederdorf eine ausgeglichene und rasante Partie, in der Torchancen aber Mangelware blieben. Das Geschehen spielte sich zwischen den Strafräumen ab. Sonnenberg, das ohne seinen erkrankt das Bett hütenden Trainer Andy Bresch angereist war, presste geschickt, ließ Lengedes Spiel in die Tiefe nur selten zu. Auf der Gegenseite hatte die Vierer-Abwehrkette des SVL jederzeit Bodenkontrolle und Lufthoheit bei den wenigen Nadelstich-Angriffen des Bezirksligisten.

Kein Elfmeter für Sonnenberg, Lengede schlägt zweimal zu

Nur in einem Fall gab’s kurze Diskussionen. Sonnenbergs Fabian Thomalla war der lautstarken Meinung, dass er bei seinem Vorstoß in den Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht worden war (21. Minute). Eine Auffassung, die der TSV-Spieler indes exklusiv hatte – Schiedsrichter Nick Scherl gab sofort das Weiterspielen-Handzeichen. Raschid Younis’ Versuch (22.) – der Mittelfeldmann war in Halbzeit 1 der Lengeder Freigeist auf dem Platz – war der erste, der aufs Sonnenberger Gehäuse kam.

Younis, gemeinsam mit Yannick Könnecker ständiger Antreiber und Ideengeber, nahm in der 28. Minute genauer Maß: Nach Dominik Frankes Querpass im TSV-Strafraum erzielte er per Flachschuss das 1:0-Führungstor für den Favoriten und einen Wirkungstreffer für die Sonnenberger. Der Bezirksliga-Neuling agierte nun minutenlang orientierungslos – und kassierte prompt Gegentor Nummer 2: Lamin Jattas Flanke aus dem Halbfeld beförderte der unbedrängte Dominik Seitz zum 0:2 ins eigene Tor (33.).

Noch vor der Pause hätte Jatta seinem Assist fast einen eigenen Treffer folgen lassen, doch die Direktabnahme des Lengeders aus zwei Metern strich drei Meter über den Querbalken.

Ein Pokalsieg mit hohem Stellenwert für den SVL

Der Mann der ersten Halbzeit bewahrte sich Spielfreude und Torhunger auch nach dem Seitentausch. In der 50. Minute erhöhte Younis nach einem schnellen Einwurf und Michele Fassas Geistesgegenwart per Dropkick für Lengede auf 3:0 – die Vorentscheidung. In der 71. Minute folgte das 4:0: Könnecker flankte butterweich auf Christian Lemke, der locker einköpfte. Vincent Ibe nutzte noch einen Bock von TSV-Keeper Christoph Horaiske zum 5:0 (78.).

„Der Pokalsieg ist uns sehr wichtig“, sagte SVL-Trainer Kai Olzem. „Wir sind die höchstspielende Mannschaft im Kreis – und das wollten wir hier auch untermauern.“ TSV-Kapitän Frederik Falb stimmte kritische Töne an: „Bei den heutigen Spritpreisen zwei Teams aus dem Süden in den Norden fahren zu lassen – keine Ahnung, wer auf diese Idee kommt. Ansonsten: Wir haben gut mitgehalten, aber mit dem 3:0 war der Deckel drauf.“

SVL: Gürtler – Bonk, Franke, Hoffmann, Bogujan, Oktay, Kamp, Vest, Könnecker, Jatta, Younis.

TSV: Christoph Horaiske – Fiedler, Ari, Schulz, Thomalla, Moock, Adrian Horaiske, Seitz, Magnus Horaiske, Falb, Wolf.

Tore: 1:0 Younis (28.), 2:0 Eigentor Seitz (33.), 3:0 Younis (50.), 4:0 Lemke (71.), 5:0 Ibe (78.).