FUSSBALL-KREISLIGA

Vechelde II feiert in Equord den zweiten Sieg

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Mit 3:2 gewannen die Vechelder Fußballer (in Grün) bei Herta Equord und sind damit aktuell in der Spitzengruppe der Kreisliga vertreten.

Mit 3:2 gewannen die Vechelder Fußballer (in Grün) bei Herta Equord und sind damit aktuell in der Spitzengruppe der Kreisliga vertreten.

Foto: Henrik Bode / regios24

Kreis Peine.  Der VfB Peine verspielt beinahe noch eine 5:0-Führung gegen den TSV Eixe, der SV Bosporus trifft gegen Woltwiesche in der Nachspielzeit zum Sieg.

Nach ihrer 5:0-Führung gegen den TSV Eixe fühlten sich die Kreisliga-Fußballer des VfB Peine vielleicht schon ein bisschen zu sicher – der Gegner kam dem VfB noch einmal bedrohlich nahe. Letztlich gewann der Bezirksliga-Absteiger die Partie aber doch mit 6:4. In Woltorf bot eine Mischung aus erster und zweiter Mannschaft sowie Ü32-Spielern dem Tabellenführer aus Schwicheldt lange die Stirn, während Woltwiesche trotz klarer Überlegenheit in Hälfte 2 nach einem Lucky Punch des SV Bosporus ohne Punkte die Heimreise antreten musste. Den ersten Sieg der Saison fuhr Dungelbeck ein, Bortfeld bleibt weiterhin sieglos und die Vechelder Reserve gewann mit 3:2 beim bisherigen Überraschungsteam Herta Equord.

VfL Woltorf – Rot-Weiß Schwicheldt 0:4 (0:1). Tore: 0:1 Semper (42.), 0:2 Rieger (47.), 0:3 Olbrich (78.), 0:4 Bacaksiz (87.).

Für dieses Spiel hatte Nedin Cerimovic sämtliche Spieler zusammengesucht, um seinen Kader aufzufüllen. „Ich hatte 16 Ausfälle“, erklärte Woltorfs Trainer, der gegen den Favoriten aus Schwicheldt also einige Akteure aus der Reserve und der Ü32 aufs Feld schickte. „Jan Helwes hat seit fast drei Jahren nicht mehr richtig gespielt, Christopher Quandt sogar seit vier oder fünf Jahren“, erklärt Cerimovic, der demnach zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft war – erst in der 42. Minute erzielten die Gäste den ersten Treffer. „Das war ein unglücklicher Zeitpunkt“, sagt Cerimovic, der hinzufügt: „Es war ein verdienter Sieg. Schwicheldt war aber nicht wirklich stark. Es war ein mäßiges Kreisliga-Spiel.“

TSV Dungelbeck – TSV Clauen/Soßmar 4:0 (3:0). Tore: 1:0 Behrens (3.), 2:0 Effenberger (41.), 3:0 Jahns (44.), 4:0 Plate (53.).

Die Dungelbecker haben nach zwei Niederlagen zum Auftakt den ersten Sieg der neuen Saison geholt. Gegen das Schlusslicht Clauen/Soßmar gewann der TSV mit 4:0. „Es war eine gute Teamleistung und deutlich besser als zum Beispiel gegen Vechelde II“, erklärte Betreuer Matthias Lauschke. Die Dungelbecker waren früh in Führung gegangen, dominierten das Geschehen und legten kurz vor der Pause zwei weitere Treffer nach. Mit dem Tor zum 4:0 (53.) war das Spiel gegen den Aufsteiger quasi gewonnen. Glück hatten die Dungelbecker, als die Gäste in der 15. Minute einen Elfmeter links neben das Tor setzten.

Bosporus Peine – Viktoria Woltwiesche 3:2 (2:1). Tore: 1:0 Akkoc (38.), 2:0 Kaya (40.), 2:1 Brandes (45.+1), 2:2 Mach (65.), 3:2 Akkoc (90.+3).

„Das hätte auch in eine andere Richtung kippen können“, sagte Bosporus-Trainer Hüseyin Elma nach dem knappen Sieg erleichtert. Vieles hatte in der zweiten Halbzeit auf einen Sieg der Gäste aus Woltwiesche hingedeutet, doch den Lucky-Punch in der Nachspielzeit setzten die Peiner. Nach einem langen Ball bekam Kapitän Murat Akkoc den Ball – sein erster Versuch wurde noch geblockt, doch der 36-Jährige behauptete das Spielgerät und erzielte den umjubelten 3:2-Siegtreffer. In der zweiten Hälfte, in der die Woltwiescher deutlich stärker gewesen seien, agierte der SV Bosporus größtenteils mit langen Bällen, erklärte Trainer Hüseyin Elma. Dabei hatte es vor der Pause noch ganz anders ausgesehen – Bosporus spielte gut und ging mit 2:0 in Führung. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erzielten die Woltwiescher aber den Anschlusstreffer. „Das Tor hat uns ins Wanken gebracht“, sagte Elma, der nach dem Ausgleich der Gäste mit dem Remis zufrieden gewesen wäre – Murat Akkoc hatte aber anderes vor und entschied das Spiel.

Herta Equord – Arminia Vechelde II 2:3 (2:3). Tore: 1:0 Conrad (1.), 1:1 Depner (5.), 2:1 Conrad (27.), 2:2 Klein (32.), 2:3 Eigentor (39.).

Nach einer Minute führte Equord bereits, nach fünf Minuten standen die Uhren quasi wieder auf Null. „Wir haben den Gegner mit einem langen Ball überrascht“, berichtete Herta-Trainer Stephan Klemke – das Gleiche passierte dann eben auch auf der anderen Seite. Bis zur Pause folgten drei weitere Tore, wobei sich die Arminia aus Vechelde die Führung erkämpfte. „Alle Tore waren unglücklich verteidigt“, sagte Klemke, der seinem Keeper „Matze“ Hartig ein Sonderlob aussprach: „Er hat uns den Hintern gerettet. Er hat bestimmt sieben, acht Chancen zunichtegemacht.“ Im zweiten Durchgang war dann fußballerisch von beiden Seiten wenig zu sehen.

VfB Peine – TSV Eixe 6:4 (4:0). Tore: 1:0 Capli (5.), 2:0 Kar (6.), 3:0 Chehab (30.), 4:0 Kar (45.), 5:0 Chehab (51.), 5:1 Proest (52.), 5:2 Diallo (63.), 6:2 Chehab (80.), 6:3, 6:4 Lukatis (84., 87.).

Ein „munteres Spiel“ bot sich VfB-Trainer Bünyamin Tosun am Sonntag – zumindest ab der 60. Minute. Bis dahin hatte sein Team guten Fußball gezeigt, die Torchancen genutzt und mit 5:0 vorne gelegen. „Die erste Stunde war sehr dominant von uns. Die Eixer hatten bis dahin keine Mittel, um uns zu stoppen – sie haben sich aber auch nicht aufgegeben“, merkte Tosun an, dessen Team nach der Pause zu viele Gänge zurückgeschaltet habe. Die Gäste erzielten innerhalb von zehn Minuten zwei Treffer. „Plötzlich war der Gegner da“, sagte Tosun. Yasin Chehab erhöhte wieder für die Peiner, ehe André Lukatis mit zwei Treffern den 4:6-Endstand aus Eixer Sicht herstellte. „Wir mussten nicht mehr wirklich zittern, es aber gut verwalten. Vielleicht war das eine gute Warnung für uns, damit wir in Zukunft vorsichtiger sind. Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, erklärte der VfB-Coach.

TB Bortfeld – TSV Edemissen 0:3 (0:1). Tore: 0:1 Jacob (10.), 0:2 Hoyer (50.), 0:3 Jacob (90.+2).

Der Bortfelder Trainer Marius Plote sah einen „Totalausfall“ seiner Mannschaft. „Wir sind gar nicht in das Spiel gekommen – wir hatten keine Körperspannung, haben kein Tempo nach vorne entwickelt und die Bälle sind versprungen“, haderte der Coach. In seinen Augen verdienten sich die Edemisser den Sieg durch ihre kämpferische Einstellung. Den ersten Treffer erzielte Daniel Jacob aus der Distanz, der zweite Treffer fiel nach einem langen Ball hinter Bortfelds Abwehrkette, das 3:0 machte Jacob nach einer Standardsituation.

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