Fußball-Regionalliga Nord

Intensive Aufarbeitung soll dem TSV Barmke Auftrieb geben

| Lesedauer: 3 Minuten
Das unnötige Remis gegen St. Pauli (li.) ist abgehakt, nun wollen die Barmkerinnen (re. Melissa Bruns) in Osnabrück punkten.

Das unnötige Remis gegen St. Pauli (li.) ist abgehakt, nun wollen die Barmkerinnen (re. Melissa Bruns) in Osnabrück punkten.

Foto: Jens Semmer / regios24

Barmke.  Nach dem 3:3 gegen St. Pauli war Verärgerung und Enttäuschung zu spüren. Jetzt ist der Blick nach vorn gerichtet: Es geht nach Osnabrück.

Der Blick beim TSV Barmke ist wieder nach vorn gerichtet. Nach dem Abpfiff der Regionalliga-Partie gegen den FC St. Pauli (3:3) am vergangenen Sonntag hatte bei den Fußballerinnen ob der verspielten 3:1-Führung noch ein Mix aus Verärgerung und Enttäuschung vorgeherrscht. „Am Dienstag haben wir das Spiel intensiv aufgearbeitet, und das sehr selbstkritisch. Das war richtig gut, und ich habe gemerkt, dass die Mädels direkt wieder für das nächste Spiel gebrannt haben“, schildert TSV-Coach Marcel Kirchhoff seine Eindrücke vom Training. An diesem Sonntag tritt seine Mannschaft ab 14 Uhr beim Tabellenzehnten Osnabrücker SC an.

Seit nunmehr drei Spielen warten die Barmkerinnen auf ihren vierten Saisonsieg. Weil sie diesen gegen St. Pauli unnötig liegenließen, sei die Stimmung kurzzeitig etwas angespannt gewesen. „Natürlich müssen wir auch kritisch sein. Daher hätte die Aufarbeitung auch schnell ins Negative kippen können“, weiß Kirchhoff. Das sei aber nicht der Fall gewesen, „weil es allen darum geht, wie wir aus solchen Situationen lernen und uns weiterentwickeln können“, fügt der Trainer an.

Osnabrücks defensiver Ansatz könnte Barmke helfen

Und letztlich, so Kirchhoff, sei es auch Meckern auf ganz hohem Niveau. „Es zeigt nur, dass wir für einen Aufsteiger sehr hohe Ansprüche an uns selbst stellen. Wir haben zwar nicht gewonnen, wir haben aber auch nicht verloren und stehen aktuell mit drei Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage da.“ Für einen Neuling sei das eine absolut positive Zwischenbilanz, stellt Kirchhoff klar und gibt zu bedenken: „Eimsbüttel, der andere Aufsteiger, steht mit nur einem Punkt auf dem letzten Platz.“

Der kommende Gegner Osnabrück hat auch erst fünf Zähler auf dem Konto und stellt mit nur vier Treffern die zweitschwächste Offensive der Staffel. Erste Einblicke, warum dem so ist, konnte sich Kirchhoff im Pokalspiel des OSC gegen Hannover 96 (0:3) holen, das er beobachtete. Da hätten sich die Osnabrückerinnen sehr zweikampfstark gezeigt und es „in der ersten Halbzeit defensiv extrem gut gemacht, offensiv aber einen sehr individuellen Ansatz gewählt. Wenn sie mal schnell umgeschaltet haben, waren die Stürmerinnen meist auf sich allein gestellt, weil der Rest gar nicht nachgerückt ist“, beschreibt der Trainer des TSV.

Sollte der OSC auch gegen Barmke diesen Ansatz wählen, „käme uns das zugute. Auch, dass wir auf Kunstrasen spielen, ist positiv für unser Passspiel“, findet Kirchhoff, der nun wieder auf Katharina Runge, Leonie Stenzel und Thalia Reckewell zurückgreifen kann. Ihre Regionalliga-Premiere für den TSV wird Torhüterin Jana Tauer feiern – „weil sie es sich im Training, aber auch abseits des Platzes einfach verdient hat“, sagt Kirchhoff.

Fragen zum Artikel? Mailen Sie uns: redaktion.online-bzv@funkemedien.de