Fußball-A-Kreispokal

Das Kreisliga-Spitzentrio bleibt im Geschäft

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Die SG Offleben-Büddenstedt (in Rot) verpasste nur knapp die große Überraschung gegen den Helmstedter SV (in Schwarz).

Die SG Offleben-Büddenstedt (in Rot) verpasste nur knapp die große Überraschung gegen den Helmstedter SV (in Schwarz).

Foto: Michael Uhmeyer / regios24

Helmstedt.  Neben dem Kreisligisten Danndorf, HSV und FSV II erreicht auch Kreisklassist Türk Gücü II das Halbfinale des Fußball-A-Kreispokals.

Zumindest ein Außenseiter hat das Viertelfinale im Fußball-A-Kreispokal überstanden: Der FC Türk Gücü Helmstedt II aus der 1. Kreisklasse bezwang den Kreisligisten TSV Germania mit 4:2. Ansonsten siegten die Favoriten.

TSV Danndorf – TSV Grasleben 6:3 (2:0). Tore: 1:0, 3:0 Niermann (27., 49.), 2:0 Wende (31.), 4:0 Fischer (52.), 5:0 Kordts (59.), 5:1 Jaeger (61.), 5:2, 5:3 Vogel (64., 71.), 6:3 Niermann (81.).

Erstmals seit 2016 stehen die Danndorfer wieder im Halbfinale. Gegen den knapp besetzten Kreisliga-Aufsteiger Grasleben „hatten wir das Spiel komplett im Griff, obwohl wir selbst nicht mal unsere allerbeste Leistung abgerufen haben“, urteilte Chris Kunau, der Spielertrainer der Gastgeber. Der Doppelschlag nach rund einer halben Stunde sei eine Art Knotenlöser gewesen. „Diese Tore resultierten noch aus Einzelaktionen, unsere weiteren Treffer waren aber gut herausgespielt“, sagte Kunau. Ärgerlich sei nur die Viertelstunde Mitte der zweiten Halbzeit gewesen. „Warum wir da plötzlich nachgelassen und den Zugriff verloren haben, weiß ich nicht. Gefahr, dass das Spiel noch mal komplett kippt, bestand trotzdem nicht mehr.“

FSV Schöningen II – FC Nordkreis 3:0 (2:0). Tore: 1:0 Vahldiek (13.), 2:0 Quast (44.), 3:0 F. Glatz (90.+3).

Auf dem sehr tiefen Platz entwickelte sich ein zähes Duell. „Nordkreis stand gut gestaffelt. Daran haben wir uns lange die Zähne ausgebissen“, hielt FSV-Trainer Christopher Peine fest. Bezeichnend, dass es einen Führungstreffer „der Marke Kacktor der Woche“, so Peine, brauchte. Danach ging es auch spielerisch: Robin Pape setzte per Flugball Gianluca Quast ein, der die Vorlage stark verarbeitete. „Nordkreis kam ein-, zweimal Richtung Tor, wurde aber nicht wirklich gefährlich“, sagte Peine und sprach nach dem 20-Meter-Schuss von Fabien Glatz ins lange Eck zum 3:0 von einer „ohne großen Glanz erfüllten Pflichtaufgabe“.

SG Offleben/Büddenstedt – Helmstedter SV 2:4 (1:1). Tore: 1:0 Demitz (20.), 1:1 Osteroth (34.), 1:2 Ghali (47.), 2:2 Germer (69.), 2:3 Stachowski (72.), 2:4 Dierich (80.).

Die SG hatte den Favoriten am Rande einer Niederlage. „Ein Klassenunterschied war nicht erkennbar. Wir haben uns richtig teuer verkauft und hatten beim Stand von 2:2 die große Chance auf den Führungstreffer“, berichtete Offlebens Trainer Florian Achilles. Sein Team ließ die Eins-gegen-Eins-Situation gegen HSV-Keeper Jannic Hansen jedoch aus – und kassierte kurz darauf selbst den dritten Gegentreffer. Entscheidend: „Wir haben unsere Möglichkeiten nicht konsequent genug genutzt und waren in einigen Situationen – wie bei den ersten beiden Gegentreffern – vom Kopf her nicht immer 100-prozentig da“, sagte Achilles. Dennoch könne seine Elf aus dem Auftritt „sehr viel Positives für die nächsten Spiele in der Kreisklasse mitnehmen“.

TSV Germania Helmstedt – FC Türk Gücü Helmstedt II 2:4 (1:0). Tore: 1:0 Gerhardt (39.), 1:1 Jaiteh (55.), 2:1 Ludewig (67.), 2:2 Schilling (77.), 2:3, 2:4 Jaiteh (83., 90.+1).

Obwohl er nach dem platzbedingten Heimrechttausch im Maschstadion ran musste, setzte sich der Außenseiter durch drei späte Treffer durch. „Wir haben etwas defensiver angefangen, hatten trotzdem einige Chancen“, sagte Türk Gücüs Trainer Kemal Durmaz. Zur Pause stellte er taktisch um, machte Lamin Jaiteh vom zweiten „Sechser“ zum zweiten Stürmer – dieser Schachzug zahlte sich aus. Jaiteh traf dreifach. „Mit René Engel haben wir im Zentrum Oberhand gewonnen, auch unsere Flügel waren sehr aktiv“, lobte Durmaz. „Am Ende war es ein verdienter Sieg für uns.“

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