Fußball-Regionalliga

Topspiel! Jetzt will Barmke den ersten richtig Großen ärgern

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Der Eindruck täuscht: Gegen die Reserve von Hannover 96 (rote Trikots) kamen Johanna Bartel (rechts) und die Barmkerinnen zuletzt nie ins Straucheln. Jetzt wollen sie auch gegen die "Erste" punkten.

Der Eindruck täuscht: Gegen die Reserve von Hannover 96 (rote Trikots) kamen Johanna Bartel (rechts) und die Barmkerinnen zuletzt nie ins Straucheln. Jetzt wollen sie auch gegen die "Erste" punkten.

Foto: Sebastian Priebe / regios24

Barmke.  Nach zwei Siegen zum Auftakt bekommen es die TSV-Fußballerinnen mit Hannover 96 zu tun. Es ist der Auftakt zu herausfordernden Wochen.

Der Start ist geglückt: Mit sechs Punkten holten die Fußballerinnen des TSV Barmke das Maximum aus den ersten beiden Regionalliga-Partien der Vereinshistorie heraus. „Ich hatte im Vorfeld auf vier gehofft, das hat die Mannschaft übertroffen. Aber jetzt kommen die richtig harten Gegner“, sagt Marcel Kirchhoff, der Trainer der Blau-Gelben, vor der Partie bei Hannover 96 am Sonntag (15 Uhr).

96, die U20 des SV Meppen, Holstein Kiel, FC St. Pauli – die nächsten Aufgaben haben es in sich für den TSV. Und doch traut Kirchhoff seiner Elf zu, gegen jeden dieser Gegner zu punkten. „Wenn wir aus diesen vier Partien vier Punkte holen, also immer unentschieden spielen, könnte ich damit gut leben. Dann hätten wir schon zehn Zähler gegen den Abstieg auf dem Konto und wären immer noch ungeschlagen“, rechnet der Barmker Coach vor. Danach folgt die Partie beim Osnabrücker SC, ehe Ende Oktober die Heimspiel-Highlights gegen den Hamburger SV und Zweitliga-Absteiger SV Henstedt-Ulzburg folgen – die beiden Topfavoriten auf den Aufstieg. „Das sind dann Bonus-Spiele für uns.“

Gleichwohl würden er und seine Schützlinge natürlich weiterhin versuchen, in jeder Partie dreifach zu punkten. Nachdem der TSV in der vergangenen Oberliga-Saison noch gegen die Reserve von 96 (ein U21-Team) gespielt hatte, werde es besonders, nun auf dem großen Gelände des Nachwuchsleistungszentrums gegen die „Erste“ anzutreten, sagt Kirchhoff. „Jetzt spielen wir zum ersten Mal gegen einen der richtig großen Gegner, aber auch den wollen wir zumindest ärgern.“

Der TSV Barmke muss sich auch gegen 96 nicht verstecken

In der Saison 2018/19 standen sich beide Mannschaften schon zweimal in der Oberliga gegenüber. „Damals hatten wir keine Chance“, erinnert sich der TSV-Trainer. „Da war uns 96 fußballerisch, taktisch und in Sachen Handlungsschnelligkeit deutlich voraus.“ Barmke verlor zu Hause mit 1:4 und in der Landeshauptstadt mit 1:5, Hannover stieg am Ende der Spielzeit in die Regionalliga auf.

Kirchhoff nutzte das für sein Team spiel- und auch trainingsfreie vergangene Wochenende, um sich den kommenden Gegner im Pokalspiel gegen den Osnabrücker SC (3:0) anzuschauen. Seine Erkenntnis: „In der ersten Halbzeit waren beide Teams defensiv extrem stark. Erst, als bei Osnabrück die Kräfte etwas nachließen, hat 96 die Tore erzielt. Ich halte es definitiv für eine schwierige, aber nicht für eine unlösbare Aufgabe für uns.“

Wichtig werde sein, dass seine Spielerinnen wieder mutig auftreten und zeigen, dass auch sie Fußball spielen können. „Die ersten Partien haben gezeigt, dass wir uns nicht zu verstecken brauchen“, betont Kirchhoff. Immerhin ist es ein Duell zwischen zwei von nur vier Mannschaften, die die volle Punktzahl aufweisen. Anders gesagt: Der TSV ist Teil des Topspiels der Regionalliga – ein Fakt, der beim letzten Aufeinandertreffen mit Hannovers „Erster“ für Barmke noch völlig undenkbar war.

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