Vöhrum/Schwicheldt. Die Arminia schlägt beim 3:0 gegen den VfL Leiferde erneut ein Team von oben, Rot-Weiß liegt nach 13 Minuten mit 0:4 hinten.

Die Hoffnung von Arminia Vöhrum auf den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga 2 lebt weiter. Mit dem 3:0 (2:0)-Erfolg gegen den VfL Leiferde am Mittwochabend arbeitete sich das Team in der Tabelle auf den 15. Tabellenplatz vor. Nach zuletzt zehn Punkten aus fünf Spielen beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer plötzlich nur noch fünf Punkte. Einen ganz anderen Abend erlebte der TSV Rot-Weiß Schwicheldt, der mit 2:8 (0:6) beim FC Rautheim unter die Räder kam.

TSV Arminia Vöhrum – VfL Leiferde 3:0 (2:0). Tore: 1:0 Marvin Janke (14.), 2:0 Deniz Hoppmann (24.), 3:0 Sebastian Kaisers (85.).
Bei der Arminia ist der Spaß am Fußball endgültig zurück. „Wir haben uns in den letzten Wochen das Spielglück erarbeitet, dass der Ball nach einem Zweikampf auch mal vor unseren Füßen landet“, freut sich Trainer Christian Peters. Teilweise überließen die Vöhrumer den Gästen den Ball, sie pressten aber auch stark, sorgten für Ballgewinne und schalteten schnell um. Außerdem glänzte die Defensive, die Leiferdes Topstürmer Jordi Njoya (25 Tore) vollends im Griff hatte. „Sie haben ihn natürlich gesucht, aber wir haben ihn immer gut zugestellt“, freute sich Peters.

Und auch nach vorne lief es für sein Team. Vor dem 1:0 setzte sich Deniz Hoppmann sensationell durch, lief bis zur Grundlinie und bediente Marvin Janke. Das 2:0 machte der eifrig arbeitende Vöhrumer dann sogar selber. Dass die Gäste vom südwestlichen Braunschweiger Stadtrand nicht zurück ins Spiel fanden, dafür sorgte Arminia-Keeper Bastian Warmuth, der einen Elfmeter von Jordi Njoya pariert hatte. „Dabei war der richtig gut geschossen“, berichtete Peters der freudig hinzufügte: „Basti hält uns damit im Spiel, die Köpfe blieben oben.“

Im zweiten Abschnitt verteidigten die Vöhrumer die wenigen Offensivbemühungen der Leiferder weg. „Ich kann mich an keine richtige Torchance erinnern“, sagte Trainer Christian Peters. Und in der 85. Minute machte Sebastian Kaisers den Deckel drauf. Aus den übrigen drei Spielen gegen die FT Braunschweig II (17.), den MTV Hondelage (7.) und Arminia Vechelde (14.) benötigt Vöhrum mindestens zwei Siege, eventuell sogar drei – doch plötzlich erscheint der Klassenverbleib wieder realistisch.

FC Rautheim – RW Schwicheldt 8:2 (6:0). Tore: 1:0 Schmalkoke (2.), 2:0, 3:0 Lenfers (5., 10.), 4:0 Eigentor (13.), 5:0 Krauel (38.), 6:0 Lenfers (40.), 6:1 Leon Schrader (50.), 7:1 Krauel (60.), 8:1 Salgmann (62.), 8:2 Defrim Bytyci (66.).
Schwicheldts Trainer Tobias Dreyer dachte, dass seine Mannschaft aus der Phase raus wäre, in der sie die ganz derben Rückschläge zulässt. Doch gegen den FC Rautheim lieferten die Rot-Weißen eine ganz schwache Leistung ab, lagen bereits nach 13 Minuten mit 0:4 hinten. „Es waren alles individuelle Fehler und das vierte Ding legen wir uns selber rein“, berichtete der Trainer. Bis zur Pause legten die Hausherren noch zwei weitere Male nach. „Da war das Spiel gegessen. Das 6:0 war bis dahin auch nicht unverdient“, gesteht der Coach. „Rautheim hat uns auseinander genommen wie eine Weihnachtsgans.“ Im zweiten Abschnitt wahrten die Gäste ihr Gesicht und beendeten diesen immerhin mit 2:2, letztlich hatte der Coach aber in keiner Sekunde mehr wirklich an einen Punktgewinn geglaubt.

Die Rot-Weißen stehen in der Tabelle zwar sechs Punkte und damit quasi zwei Siege vor Arminia Vöhrum auf dem ersten Abstiegsplatz. Nicht erst seit diesen weiteren sechs Minus-Toren für die Statistik rechnet Tobias Dreyer aber anders: „Wegen des schlechteren Torverhältnisses sehe ich es schon so, dass wir quasi einen Punkt mehr brauchen als die anderen Teams.“