Dungelbeck. Beim Lehrabend in Dungelbeck gibt der 39-Jährige Einblicke in seine Arbeit. 70 Peiner Unparteiische sind dabei.

Hohen Besuch hatten am Montagabend die Peiner Schiedsrichter: Harm Osmers, der nicht nur in der Bundesliga und im Europapokal pfeift, sondern auch Länderspiele leitet, berichtete beim Lehrabend im Dungelbecker Vereinsheim von seinen Erfahrungen und begeisterte damit die Unparteiischen aus dem Landkreis. „Es war ein Genuss, ihm zwei Stunden lang zu lauschen“, erklärte Peines Schiri-Chef Nico Metzing und fügte hinzu: „Harm hat sogar ein bisschen überzogen – das hat natürlich niemanden gestört, sondern alle gefreut.“

Lehrabend ist mit 70 Schiedsrichtern sehr gut besucht

Lehrabende bilden für die Peiner Referees eine Regelmäßigkeit: Zehn Stück gibt es pro Saison, vier davon müssen sie besuchen. Sie dienen dem Austausch von Erlebnissen und zum Auffrischen von Regeln. „Es ist eine Möglichkeit, damit wir mal zusammenkommen – ansonsten sehen wir uns ja nicht so oft“, informierte Metzing. Dass dem ein hochrangiger Schiedsrichter beiwohnt, ist eher eine Seltenheit, für die Metzing beim letzten Lehrabend der Saison gerne sorgt. Im Vorjahr war mit Felix Bickel ein Drittliga-Schiedsrichter dabei und nun eben Harm Osmers. Gut 70 Peiner Unparteiische wollten sich dies nicht entgehen lassen. „Bei anderen Terminen sind immer nur 30 bis 40 dabei“, erklärte Metzing lachend.

„Harm hat die Aufnahme der Funksprüche mitgebracht und dabei gezeigt, wie mit dem Gespann und dem Videoschiedsrichter kommuniziert wird. Alle haben quasi gemeinsam entschieden.“

Nico Metzing

Der Woltorfer hatte früher schon einmal Kontakt mit dem 39-Jährigen aus Hannover gehabt und fragte nun einfach mal nach, ob er beim Lehrabend einen Vortrag halten wolle. „Er hat am letzten Spieltag frei und konnte es daher einrichten“, freute sich Metzing, der vor allem von einem Kommunikationsbeispiel aus dem letztjährigen DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen dem FC Bayern und dem SC Freiburg (1:2) beeindruckt war. Damals hatte es in der Nachspielzeit einen Handelfmeter für die Freiburger gegeben. „Harm hat die Aufnahme der Funksprüche mitgebracht und dabei gezeigt, wie mit dem Gespann und dem Videoschiedsrichter kommuniziert wird. Alle haben quasi gemeinsam entschieden“, berichtete Metzing. Insgesamt gab der Unparteiische gute Impulse, wie mit schwierigen Situationen umgegangen werden kann.

Der offene Austausch mit dem 39-jährigen Hannoveraner war damit ein voller Erfolg. Auch für den Lehrabend im Mai 2025 hofft Nico Metzing nun auf einen Stargast: „Ich wüsste da schon einige Namen.“