Teeuwen zu Rücktritt: "Anfeindungen auf persönlicher Ebene" 

Stefanie Teeuwen ist als Präsidentin der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft zurückgetreten.

Stefanie Teeuwen ist als Präsidentin der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft zurückgetreten.

Foto: dpa

Inzell. Stefanie Teeuwen hat ihren überraschenden Rücktritt vom Amt der Präsidentin der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft mit zunehmenden Anfeindungen begründet.

"Ich habe das mit Leidenschaft gemacht. Aber wenn es auf einer persönlichen Ebene zu Anfeindungen kommt, und es irgendwann die Gesundheit betrifft, dann muss man sich fragen, ob das noch das Richtige ist", sagte die 50-Jährige der "Süddeutschen Zeitung".

Zwar komme der Zeitpunkt des Rücktritts unmittelbar vor Beginn der Saison für viele überraschend, jedoch habe sich aus ihrer Sicht das Ende nach drei Jahren an der Spitze eines kleinen, krisengeplagten Wintersportverbands angebahnt. Zu den Details des seit längerem schwelenden Zwists, der nicht zuletzt durch die finanzielle Situation aufgrund des Rückzugs von Hauptsponsor DKB ausgelöst wurde, wollte sich Teeuwen weiterhin nicht äußern. Da gelte es, Schaden vom Verband abzuwenden.

Jedoch konstatierte Teeuwen, dass sie in verschiedenen Gremien des Verbandes Rückhalt vermisst habe und es "Mitspieler gab, die nur Steine in den Weg legten", räumte sie ein.

Das verbliebene Präsidium wird sich in der kommenden Woche zusammensetzen, um Wege aus der Führungskrise zu finden. Möglicherweise wird ein kommissarischer Präsident eingesetzt. Claudia Pechstein hatte unmittelbar nach Teeuwens Rücktritt ihren Lebensgefährten Matthias Große als neuen Präsidenten ins Spiel gebracht. Bei den verbliebenen Führungskräften der DESG stößt der Vorstoß des Berliner Immobilien-Unternehmers jedoch auf Ablehnung.

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