Starke Löwen bezwingen auch Europacup-Team Ulm

Braunschweig.  Beim 94:88 (43:46)-Triumph der Braunschweiger Basketballer erzielt Youngster Mushidi in einem rasanten Spiel den Siegtreffer.

Matchwinner Kostja Mushidi lässt sich von seinem Kumpel Karim Jallow und Joe Lawson herzen. Der Youngster hatte zehn Sekunden vor Schluss den entscheidenden Dreier versenkt.

Matchwinner Kostja Mushidi lässt sich von seinem Kumpel Karim Jallow und Joe Lawson herzen. Der Youngster hatte zehn Sekunden vor Schluss den entscheidenden Dreier versenkt.

Foto: Florian Kleinschmidt / Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Braunschweigs Basketballer bleiben ungeschlagen. In einem packenden, rasanten Schlagabtausch rangen sie bei ihrer Heimpremiere am Samstagabend die Ulmer nieder, die ebenfalls mit zwei Erfolgen in der Bundesliga und im Pokal gestartet waren.

Die Löwen verdienten sich den 94:88 (43:46)-Triumph durch ihre nie erlahmende Energie und – wie vom Team versprochen – ihren leidenschaftlichen Kampf um jeden Ballbesitz. Nach einem Rückstand von der 7. bis zur 24. Minute, der maximal zehn Punkte betrug (21:31), übernahmen sie im dritten Viertel die Herrschaft auf dem Feld.

Bundestrainer Rödl hat seine Freude

Scott Eatherton besorgte den 49:49-Gleichstand und läutete eine ganz starke Phase seines Teams ein. Mit überfallartigem Verteidigungsdruck erzwangen die Löwen Ballverluste beim Gegner und setzten sich um fünf Zähler ab. Doch noch ließ sich Ulm nicht abschütteln.

Das passierte im Schlussviertel, als Nationalspieler Karim Jallow die Braunschweiger mit seinen starken Verteidigungsaktionen und unbändigem Drang zum Korb deutlich nach vorne brachte. Ulm wirkte phasenweise hilflos gegen den Defensivdruck. Und Youngster Kostja Mushidi erzielte nach einem Ballgewinn von Trevor Releford per Dunking zum 79:66 (34.) die höchste Führung.

Doch die Süddeutschen fighteten zurück und kamen durch Nationalspieler Andy Obst 33 Sekunden vor Schluss bis auf 87:86 heran. Bundestrainer Henrik Rödl hatte auf der Tribüne seine helle Freude am Spiel seiner Auswahlakteure auf beiden Seiten.

Sechs Löwen treffen zweistellig

Nervenflattern bei den Löwen? Denkste! Den ersten Angriff des Gegners hatte Spielmacher Trevor Releford pariert und eine Zwei-Punkte-Führung (82:80) mit einem coolen Dreier gut zwei Minuten vor Schluss wieder auf sieben Zähler Vorsprung erhöht. Als die Gäste dann erneut an ihrer Siegchance schupperten, übernahm Mushidi die Verantwortung. Eiskalt warf er 10 Sekunden vor Schluss von weit draußen den vorentscheidenden Dreier zum 90:86 in den Korb und danach Kusshändchen ins Rund der mit 3615 Zuschauern ausverkauften VW-Halle.

Auch wenn vor allem Jallow und Mushidi mit ihrem Strum und Drang die Herzen der Fans eroberten, war es erneut eine ganz starke Teamleistung der Löwen. Es ist ihre Unberechenbarkeit und Kadertiefe, die es den Gegnern offensichtlich zu schwer macht, sie zu packen. Neben Center Scott Eatherton, für den ein Double-Double ja fast schon Standard ist, diesmal 17 Punkte/15 Rebounds, schaffte dies auch Spielmacher Trevor Releford mit 17 Punkten/10 Vorlagen. Dazu trafen auch Thomas Klepeisz (16), Jallow (16), Mushidi (14) und Joe Lawson 10/5 Ballgewinne zweistellig.

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