Bleckenstedt. Im Aufsteigerduell sind Torchancen lange Mangelware, doch durch einen Treffer kurz vor Schluss bleibt Helmstedt ohne Punkte.

Die Landesliga-Fußballer des FC Türk Gücü Helmstedt haben die Möglichkeit ausgelassen, nach Punkten mit dem MTV Gifhorn – der den letzten Nichtabstiegsplatz belegt – gleichzuziehen. Im Nachholspiel beim FC Germania Bleckenstedt sah es lange Zeit nach einem torlosen Remis aus, doch durch einen späten Treffer musste sich die Elf von Trainer Rene Cassel doch noch mit 0:1 geschlagen geben.

Auf dem holprigen Geläuf hatten beide Mannschaften so ihre Probleme. An Ballstafetten und punktgenaues Passspiel war auf dem Platz kaum zu denken. Dadurch blieben Torchancen zunächst auch Mangelware. Die einzige nennenswerte Aktion bis zur ersten Trinkpause gab es für Helmstedt in der 8. Minute durch Luc-Lennard Kilian, er scheiterte jedoch im Eins-gegen-Eins an Bleckenstedts Schlussmann Enes-Kaan Kaya.

Torchancen? Mangelware

Ansonsten bekamen die Zuschauer einen lauen Sommerkick auf niedrigem Niveau zu sehen. Es dauerte bis zur 34. Minute, ehe wieder so etwas wie Torgefahr aufkam. Semih Kurtoglu zog aus gut 20 Metern einfach mal ab, doch Kaya hielt den Ball im Nachfassen fest. Und was kam von den Hausherren? Bis kurz vor dem Seitenwechsel nicht viel, dann aber tauchte Rico-Rene Frank nach einem langen Ball alleine vor Paul Prododziak im Helmstedter Kasten auf. Der sonst so abschlussstarke Frank ließ die Chance jedoch liegen und jagte den Ball über den Kasten. Im Anschluss übten die Hausherren mehr Druck aus, ohne jedoch wirklich torgefährlich zu werden.

Wer auf mehr Torraumszenen nach dem Seitenwechsel gehofft hatte, wurde enttäuscht. Denn auch in den zweiten 45 Minuten spielte sich die Partie weitestgehend zwischen beiden Strafräumen ab. Einzig Kurtoglu versuchte mit zwei Distanzschüssen für etwas Torgefahr zu sorgen (56. und 62.).

Bis in die Schlussphase plätscherte das Spiel vor sich hin, dann aber schalteten die Hausherren noch einmal einen Gang hoch und drängten Türk Gücü plötzlich tief in die eigene Hälfte. Erst scheiterte Frank freistehend am glänzend reagierenden Probodziak und nur Sekunden später schlug Germania-Toptorjäger Thomas Sonntag im Zentrum ein Luftloch – Glück für Helmstedt (82.).

Younis trifft Türk Gücü mitten ins Herz

Der Sturmlauf der Bleckenstedter war damit jedoch nicht beendet, denn nur vier Minuten später probierte es Tobias Block mit einem Kunstschuss, der jedoch hauchzart am Giebel vorbeiflog. Es schien so, als ob die Helmstedter mit dem einen Punkt leben könnten, doch noch war die Partie nicht gelaufen. Es lief bereits die 90. Minute, da brach Okan Uysal über die rechte Abwehrseite durch und bediente den eingewechselten Raschid Younis – das 1:0 für Bleckenstedt.

„Fußball kann so brutal und ungerecht sein, heute war einer dieser Tage“, seufzte Helmstedts Trainer Rene Cassel nach der unglücklichen Niederlage. „Wir waren im letzten Drittel einfach zu ungefährlich, wie auch schon in den letzten Wochen.“

FC: Probodziak – Tugrul, Rowold, Mertens, Krecklow – Kurtoglu (79. Altunel), Öztürk (79. Pflüger), Tounkara, Gönülcan – Ammar, Kilian.

Tor: 1:0 Younis (90.).