Kästorf. Der VfL unterliegt dem SSV im Nachbarschaftsderby unter der Woche mit 0:1. Christian Palella gelingt das Tor des Tages.

Was schon seit einigen Wochen abzusehen war, ist nun bittere Gewissheit: Der VfL Wahrenholz steht nach dem TSV Hillerse als nächster Gifhorner Absteiger aus der Fußball-Landesliga fest. Die Elf von Cheftrainer Sebastian Ludwig unterlag im Derby beim SSV Kästorf mit 0:1 (0:1).

Kästorf übernimmt nach und nach das Kommando

Die Gäste vom Taterbusch begannen mutig und suchten ihr Heil in der Offensive. Mehr als eine Torannäherung von Niklas Germer (8. Minute) sprang aber nicht dabei heraus. Nach 10 gespielten Minuten nahmen die Hausherren das Heft mehr und mehr in ihre Hände. Sie ließen das Leder gut durch die eigenen Reihen zirkulieren und drängten den VfL in die eigene Hälfte zurück.

Erstmals so richtig gefährlich vor dem Gäste-Tor wurde es dann in Minute 15: Niklas Meyer wurde schön in Szene gesetzt und tauchte plötzlich völlig frei vor VfL-Schlussmann Timo Dittrich auf, dieser machte sich allerdings breit und behielt die Oberhand im Eins-gegen-Eins. Und weiter ging‘s nur in eine Richtung, wobei die Wahrenholzer Defensive einen guten Job machte und nicht viel zuließ.

Palella trifft nach einer Standardsituation

Wenn die Gastgeber das dicht gestaffelte Bollwerk der Schwarz-Gelben knackten, dann zumeist über die Außenbahnen. Nach rund einer halben Stunde verzog SSV-Torjäger Leander Petry denkbar knapp. Besser machte es nach 37 Spielminuten Innenverteidiger Christian Palella, der nach einer Ecke aus elf Metern mit seinem starken rechten Fuß zur Führung einschob – es war insgesamt eine verdiente Pausenführung.

Die Rot-Weißen drängten darauf, diese blitzschnell nach Wiederbeginn auszubauen, der Schlenzer von Dimitrios Tsampasis ging jedoch rechts am Gehäuse vorbei (46.). Nur 180 Sekunden später vergab Petry das 2:0. Der SSV blieb geduldig, wartete auf die sich weiter auftuenden Lücken. Erneut war es der gut aufgelegte Petry, der bereits im Strafraum zwei Gegenspieler austanzte und nur vom Querbalken zu stoppen war (56.).

SSV vergibt viele Torchancen

In der Folge scheiterten Tsampasis (67.) und wieder einmal Petry (68./70.) aus aussichtsreichen Positionen. Die Schlussviertelstunde brach an und Schwarz-Gelb wagte sich nun zaghaft nach vorne, wenngleich nichts Zwingendes dabei herumkam. So blieb‘s am Ende beim 0:1 aus Sicht des VfL.

„Ich denke, dass wir von der ersten Minute an dominant waren. Der Sieg ist auch verdient“, freute sich SSV-Trainer Heinz-Günter Scheil. Gegenüber Ludwig hatte keine Einwände: „Du kannst hier auch 0:4, 0:5 verlieren.“

SSV: Bremer – Grünheid, Palella, Hajdari, Brandt – Saikowski, Tsampasis – Hajdaraj (75. Salijevic), Meyer (81. Güngör), Ad. Zeqiri (57. Mamalitsidis) – Petry.

VfL: Dittrich – Vespermann, Ni. Balke, Henneicke, Richter (82. Fischer) – L. Koch, No. Balke, Germer, J. Koch (66. Maksymets), Me. Hanse (66. Schmidt) – M. Meyer.

Tor: 1:0 Palella (37.).