Salzgitter-Bad. Traditionell gab Earphoria ihr Jahresabschlusskonzert und holte musikalische Freunde auf die Bühne. Was sie boten, war überraschend.

Samstagabend kehrte sie zurück, die musikalische Powerfrau aus Salzgitters Süden. Die Ringelheimerin Meike Hammerschmidt und ihre Band Earphoria rockten beim Jahresabschlusskonzert die Kniestedter Kirche. Mit besinnlichen „Flowers“ eroberte Hammerschmidt zunächst an der Seite des Keyboarders Yannick Friedel die Bühne und bot über „Take on me“ und „ I´m still standing“ sozusagen das Vorprogramm zum Hauptact Earphoria.

So spielte Earphoria in der Kniki auf

Und die fünf Musiker, neben Keyboarder Yannik wären da Schlagzeuger Tobias Weniger, Bassist Gordon Gnerlich und die Gitarristen Timo Kruffke und Timo Streubel, ließen sich nicht lange bitten, als es darum ging, die Rockröhre Meike Hammerschmidt musikalisch zu rahmen, an einem ebenso abwechslungsreichen wie wunderbaren Konzertabend. Das Jahresabschlusskonzert in der Kniestedter Kirche gehört bereits seit fünf Jahren zum geliebten Brauch der Band. „Zunächst war es nur als Dankeschön-Konzert für unsere Fans gedacht, aber dann wurde die Zuschauergruppe immer größer. Es ist wunderbar“, freute sich Meike Hammerschmidt in einem Interview.

So sah das Programm von Earphoria aus

Immer mit neuen Ideen im Gepäck stellten sie das Kniki-Konzert am Samstag unter das Motto „Earphoria and friends“: Als erster Act des Abends ergriff Gastmusiker Jens Kehl das Keyboard und danach den Bass, um mit Earphoria gemeinsam „I am walking on sunshine“ zu wandeln. Mit Vollblutmusiker Jens Kehl, seines Zeichens Bandmitglied der legendären „Don´t beat Bubu“-Coverband, verbinden Earphoria und die einstige „Voice of Germany“- Teilnehmerin Hammerschmidt bereits eine langjährige Freundschaft. „Der Gedanke zu einem gemeinsamen Aufritt kam uns beim diesjährigen Altstadtfest“, verriet die Frontfrau. Und nach kurzer Planung standen mit Adri von Nullbock, und Maik von Things Change weitere Musikgrößen bekannter Kultbands für Stippvisiten beim Earphoria-Konzert parat.

Stimmungsvoll rauschte das Konzert dahin, abwechslungsreich getragen von Wenigers Lieblingslied „Walk like an egyptian“ , „Ich lass für dich das Licht an“ oder dem stimmgewaltigen „Hit the road, Jack“. Besinnlich wurde es noch mit „Leuchtende Sterne“ dem einzig eigenen Song von Earphoria über den Abend. Leuchtende Handys rahmten das Lied. „Es war unlängst schon auf Radio Okerwelle zu hören“ erinnerte Meike Hammerschmidt im Gespräch an den jenen besonderen Moment, sein eigenes Lied im Radio zu hören. Im kommenden Jahr will die Band „Leuchtende Sterne“ professionell im Tonstudio aufnehmen und auch einen Video-Clip drehen. „Ohne Video geht in Internet, auf YouTube oder so, gar nichts“, weiß sie. Auch Konzerte in Goslar und Salzgitter sind für 2024 bereits in Planung. Und: Über den Verein „Ringelheim rockt“ soll jungen Musikern im kommenden Sommer eine offene Bühne in Salzgitters Süden angeboten werden.

Das plant Earphoria 2024

Auf 2023 blickte Hammerschmidt im Gespräch auf ein nicht minder erfolgreiches Jahr zurück: „Wir hatten jeden Monat Auftritte. Das war super. Wir sind ja schließlich nur eine Hobbyband. Jeder von uns hat noch einen echten Beruf“.